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Kinder- und Zwangsarbeit

Kinder- und Zwangsarbeit

Obwohl Kinderarbeit in den meisten Ländern unserer Welt gesetzlich verboten ist, arbeiten laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) elf Prozent der Kinder weltweit. Als Kinderarbeit gilt jede Art von Arbeit, die von Kindern verrichtet wird und die Gesundheit und/oder Bildung des Kindes beeinträchtigt. Das Kind darf auf keinen Fall jünger als 15 Jahre und schulpflichtig sein.  Für gefährlichen Arbeiten müssen die Personen mindestens 18 Jahre alt sein.

Da Kinderarbeit häufig verdeckt geschieht, sind Maßnahmen wie Auditierungen zu Corporate Social Responsibility in der Regel nicht geeignet, um Kinderarbeit festzustellen und dagegen vorzugehen.

Zwangsarbeit bezieht sich im Gegensatz zu Kinderarbeit nicht auf bestimmte Altersgruppen. Unter Zwangsarbeit wird laut ILO jede Art von Arbeit oder Dienstleistung verstanden, die eine Person unter Androhung einer Strafe ausübt und für die sie sich nicht freiwillig entscheidet.

Um Kinder- und Zwangsarbeit zu unterbinden, ist es notwendig, dass Stakeholder wie Regierungen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten. Das Bündnis für nachhaltige Textilien fordert daher, dass Unternehmen einen Prozess etablieren, der den Umgang mit Fällen von Kinder- und/oder Zwangsarbeit regelt. Das umfasst auch den Zugang zu Abhilfemechanismen.

terre des hommes ist seit Dezember 2015 Mitglied des Textilbündnisses. Die internationale Nichtregierungsorganisation hat 2016 ein Projekt etabliert, um der Kinder- und Zwangsarbeit in Südindien entgegenzuwirken. Hier erfahren Sie mehr über das Projekt.

Weitere Informationen zum Thema Kinderarbeit finden Sie unter anderem hier:

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