Know-how
Wissen aufbauen und lernen. Für mehr Nachhaltigkeit.
Das "Wie". Der Due Diligence Prozess

Der Due Diligence Ansatz geht über die weit verbreiteten, stark Audit-basierten Vorgehensweisen hinaus und betont die folgenden Aspekte:

  • Verankerung von Due Diligence als Managementprozess für kontinuierliche Verbesserungen
  • Analyse und Priorisierung von sozialen, ökologischen und Compliance-Risiken als Grundlage für die Maßnahmenplanung
  • Betrachtung der gesamten Lieferkette
  • Betonung der Bedeutung der Geschäfts- und Einkaufspraktiken von Brands und Händlern
  • Einbeziehung von Stakeholdern in Produktionsländern
  • Schaffung von Beschwerde-, Abhilfe- und Wiedergutmachungsmöglichkeiten
  • Anforderungen und Erwartungen an Unternehmen berücksichtigen deren spezifische Situation, z.B. Größe, Geschäfts- und Beschaffungsmodelle
  • Aufforderung zur branchenweiten Kooperation und zur Zusammenarbeit mit Stakeholdern

Für die sechs Elemente des Due Diligence Prozesses hat das Textilbündnis Informations- und Unterstützungsangebote entwickelt:

Grundsatzerklärung | Policy

Ökologische und soziale Sorgfaltspflichten sind in den letzten Jahren für Unternehmen immer relevanter geworden und müssen zusammen gedacht werden. So verlangt beispielsweise das Sorgfaltspflichtengesetz, dass Unternehmen eine Grundsatzerklärung („Policy“) veröffentlichen, die sich auf die Einhaltung sozialer und ökologischer Sorgfaltspflichten bezieht. Mögliche Formen einer Policy sind eine Selbstverpflichtung, eine Verhaltenskodexes, eine Erklärung oder eine Richtlinie. Dieser Leitfaden unterstützt Sie dabei, indem er anhand von Praxisbeispielen Tipps gibt, wie Sie die Policy erarbeiten und umsetzen können.

Risikoanalyse und -priorisierung

Das Wissen darüber, welche Risiken und negativen Auswirkungen für Mensch und Umwelt das unternehmerische Handeln birgt, ist der erste Schritt und Voraussetzung für die Erfüllung der eigenen Sorgfaltspflichten.

Verankerung und Integration im Unternehmen

Um potenziellen und tatsächlichen Auswirkungen effektiv begegnen zu können, sollten die Erkenntnisse aus der Risikoanalyse in alle Unternehmensprozesse integriert werden. Dabei bedarf es der Verankerung von Zielen und Maßnahmen zu den Sektorrisiken in den Unternehmensprozessen. Hierfür stehen Leitfäden und Dokumente des Bündnisses für nachhaltige Textilien oder anderer Organisationen im Mitgliederbereich zur Verfügung. In dieser Übersicht haben wir die wichtigsten Unterstützungsangebote des Bündnisses zu den einzelnen Sektorrisiken für unsere Mitglieder gesammelt. Thematisch sortiert, führen Verlinkungen direkt und unkompliziert zu den relevanten Dateien.

Monitoring

Ein effektives Monitoringsystem hilft Unternehmen, soziale und ökologische Ziele in der Lieferkette umzusetzen und Fortschritte an externe Stakeholder zu kommunizieren. Das reicht von internen Voraussetzungen und Indikatoren zur Fortschrittsmessung bis hin zu verschiedenen Monitoring-Instrumenten und dem Umgang mit Verstößen gegen getroffene Vereinbarungen. In diesem Leitfaden erhalten interessierte Unternehmen Anregungen für die Einführung oder Verbesserung eines Monitoringsystems in der Lieferkette.

Beschwerde- und Abhilfemechanismen

Internationale Standards fordern einhellig, dass Unternehmen effektive Beschwerdemechanismen für potentiell von sozialen und ökologischen Auswirkungen Betroffene bereitstellen und bei Bedarf Abhilfe leisten. Dies gilt auch für Auswirkungen auf Arbeiter*innen in der Lieferkette. Hierbei geht es um die Entwicklung, Etablierung und Unterstützung von Beschwerdemechanismen und Abhilfemaßnahmen entlang der eigenen Lieferkette. Dieser Leitfaden bietet Informationen für die Entwicklung, Etablierung und Unterstützung von Beschwerdemechanismen und Abhilfemaßnahmen entlang der eigenen Lieferkette.

Berichterstattung und Kommunikation

Organisationen sollten regelmäßig und öffentlich über die Integration von Sorgfaltsprozessen in der eigenen Organisation sowie über den Umgang mit den wichtigsten Risiken in der eigenen Lieferkette berichten. Ebenso sollte der Umgang mit Beschwerden und deren Lösung dargelegt werden. Indem Unternehmen ihre Verantwortung extern kommunizieren, stärken und vertiefen sie die Beziehung zu ihren Stakeholdern und die interne Kooperation und Kommunikation zwischen verschiedenen Abteilungen. Darüber hinaus verschaffen sie sich auch einen Wettbewerbsvorteil bei Investor*innen, Lieferanten oder Kund*innen. Die einzelnen Berichte der Mitglieder des Textilbündnisses werden hier (Verlinkung zu „Mitglieder“) im jeweiligen Mitgliedsprofil veröffentlicht.