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Training zu Decent Work für indische Bio-Baumwollproduzent*innen geht in Pilotierung

News
23.02.2024

Training zu Decent Work für indische Bio-Baumwollproduzent*innen geht in Pilotierung

Im Rahmen der Bündnisinitiative „Bio-Baumwolle in Indien“ wurde im Februar ein wichtiger Meilenstein erreicht: die Umsetzungspartner Organic Cotton Accelerator (OCA) und Traidcraft haben ein Training zum Konzept der Decent Work für Kleinbäuerinnen und -bauern sowie Farmarbeiter*innen im indischen Bio-Baumwollsektor entwickelt und veröffentlicht. Das Training wird nun pilotiert.  

Das Besondere am Training: Üblicherweise berücksichtigen Standards für biologische Landwirtschaft neben den ökologischen keine sozialen Kriterien. Gerade Kleinbäuerinnen und -bauern arbeiten jedoch oftmals unter sehr schlechten Arbeitsbedingungen, die nicht den Anforderungen an menschenwürdige Arbeit (decent work) entsprechen. Deshalb setzen die neu entwickelten Materialien genau dort an: in 8 Modulen, die sowohl auf Englisch als auch auf Hindi zur Verfügung stehen, können die vier Kernprinzipien von Decent Work als Workshop vorgestellt werden:  

  • Schaffung von mehr und besseren Beschäftigungsmöglichkeiten 
  • Einhaltung und Absicherung der Arbeitnehmerrechte  
  • Ausbau der sozialen Sicherung 
  • Förderung des Sozialen Dialogs  

Die Inhalte wurden mit Branchenexpert*innen und lokalen Partnern von OCA explizit für den indischen Kontext ausgelegt, um die dortigen Bäuerinnen und Bauern im Baumwollsektor für ihre Rechte zielgerichtet zu sensibilisieren. In ersten Workshops werden derzeit mithilfe der Trainingsmaterialien Multiplikator*innen ausgebildet, welche im Laufe des Jahres selbst Workshops mit weiteren Bäuerinnen und Bauern sowie Farmarbeiter*innen durchführen sollen. Langfristiges Ziel des Trainings ist es, zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Arbeitnehmenden im Baumwollsektor in Indien beizutragen. Damit kommt das Training vor dem Hintergrund der aktuellen Gespräche auf EU-Ebene über die neue EU-Lieferketten-Richtlinie zu einem richtigen Zeitpunkt.   

(C) OCA

Die Bündnisinitiative 

Mit der Bündnisinitiative (BI) „Bio-Baumwolle in Indien“ wollen die Mitglieder des Textilbündnisses zum Aufbau einer fairen, umweltfreundlichen und wirtschaftlich tragfähigen Lieferkette für Bio-Baumwolle beitragen. Die Entwicklung des Trainings zu Decent Work ist nur eine von verschiedenen Maßnahmen in den Bereichen Kapazitätsaufbau, Bewusstseinsbildung, Vernetzung und Beschaffung. Mit diesen will die BI rund 10.800 Baumwollproduzenten bei der Umstellung auf den Bio-Baumwollanbau unterstützen. Indem den Mitgliedern des Textilbündnisses der Zugang zu Bio-Baumwolle und die Umstellung auf Bio-Baumwolle erleichtert wird, trägt die BI auch zur Steigerung des Angebots an Bio-Baumwolle auf dem Weltmarkt bei. Als einer der wichtigsten Produzenten von Biobaumwolle und als das Land mit den größten Umstellungsflächen für Baumwolle hat Indien ein vielversprechendes Potenzial, eine langfristige Rolle in diesem Bereich zu spielen. 

Die BI wurde durch eine strategische Zusammenarbeit zwischen dem Bündnis für nachhaltige Textilien, dem GIZ Globalprogramm Nachhaltigkeit und Wertschöpfung in landwirtschaftlichen Lieferketten und dem Organic Cotton Accelerator (OCA) ins Leben gerufen und findet im Rahmen des Bündnis für nachhaltige Textilien statt. Es wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert und gemeinsam von Brands Fashion GmbH, C&A Mode GmbH & Co. KG, Esprit Europe Services GmbH, Fairtrade Deutschland e.V., Formesse GmbH & Co. KG, Global Standard gemeinnützige GmbH (GOTS), H&M Group, s.Oliver Group, Tchibo GmbH, Südwind und der GIZ GmbH umgesetzt.

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5th Session of Webinar-Series: Europe’s Green Transition in the Textile Sector

News
19.02.2024

5th Session of Webinar-Series: Europe’s Green Transition in the Textile Sector

Hinweis: Diese Webinarreihe findet auf Englisch statt

Join the Partnership for Sustainable Textiles, the Green Button and FABRIC for the fifth session of our six-months webinar series to learn more about the EU’s Textile Strategy and how it will affect the textile and garment sector. Hear from experts and stakeholders about what’s coming and how to be best prepared.

In the session on 28th February, 10am – 11:30 am CET, we will take a closer look at the current proposal on a future without modern slavery together with our experts Anna Cavazzini (MEP The Greens/EFA), Libby Annat (Due Diligence Design) and Clemence Aron (Mekong Club).

Registrations are possible via this link. An overview of the upcoming webinar sessions can be found here.

In September 2022, the European Commission proposed a “Regulation to prohibit products made using forced labour on the European Union internal market” and underlined the EU’s efforts to ban all products made under such conditions – including child labour – for domestic consumption, export and import. After the European Parliament adopted its negotiating position in November 2023, the Council of the EU followed in January 2024 and paved the way for the interinstitutional negotiations (“Trialogue”) to begin.

In this seminar, we will dive into the proposed regulation and highlight its impact on the textile sector. We will particularly explore how brands can prepare for the regulation and identify strategies and tools to identify, address and mitigate risks associated with forced labour in supply chains.

 

Six-month webinar series

You want to know more about the legislative framework under the EU Green Deal and how it could initiate change and affect your business? Join us for a series of six webinars on upcoming legislation under the EU Green Deal and the EU Textile Strategy!

The webinar series will provide you with:

  • an introduction to the wider EU policy landscape and how upcoming legislations relate to international obligations
  • a deep dive into specific legislative initiatives that will transform the textile and apparel sector in the coming years
  • a better understanding of how these initiatives will likely impact companies and global supply chains.

Please click here for more information on the series and registration.

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Circular Design Workshop – Implementing Circularity in the Textile Industry

News
16.02.2024

Circular Design Workshop – Implementing Circularity in the Textile Industry

Während sich letzte Woche die deutsche Modewelt in Berlin zur Fashion Week traf, kamen Mitglieder des Textilbündnisses – ebenfalls in Berlin – zusammen, um die Mode und Bekleidung von Morgen anders zu denken. Mit einem zweitätigen Design-Workshop nahm die Bündnisinitiative “Implementing Circularity in the Textile Industry” Fahrt auf und setzte den Kurs in Richtung einer kreislauffähigen Textilindustrie. 
 
Aktuell sind die negativen Auswirkungen des Textilsektors auf Umwelt und Klima weitreichend. Insbesondere der hohe Ressourcen- und Flächenverbrauch sowie die hohen umweltschädlichen Emissionen kennzeichnen die Textilindustrie. Laut der Ellen MacArthur Foundation verursacht allein die Produktion von Textilien rund 10 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes pro Jahr. Das Thema Kreislaufwirtschaft gewinnt vor diesem Hintergrund eine immer größere Bedeutung und auch im Textilbündnis ist es eines von vier Fokusthemen.  
 
Die kritische Auseinandersetzung mit diesen Themen orientiert sich an den Kernzielen des European Green Deals und der aktuellen Textilstrategie der EU-Kommission. Wichtig für die Erreichung dieser Ziele ist eine frühzeitige Vorbereitung auf Anforderungen der nachhaltigen und zirkulären Gestaltung von Produkten und Systemen der Kreislaufführung sowie eine transparente und nachhaltige Umstellung der eigenen Lieferketten. Im Rahmen der Bündnisinitiative entwickeln Modeunternehmen und ihre Lieferanten deshalb gemeinsam mit dem Umsetzungspartner circular.fashion nach entsprechender Schulung und Beratung eigene, vollständig kreislauffähige Kapselkollektionen nach strengen Kriterien der Nachhaltigkeit und Zirkularität. Das Ziel des Projekts ist es, die Schließung des gesamten Kreislaufs in der Textilindustrie als Blaupause zu pilotieren.  
Hand anlegen für innovative Produkte 
The Design-Workshop in Berlin war der Kick-off für die Arbeit an den kreislauffähigen Produkten der Brands: Unter der Leitung von circular.fashion arbeiteten Vertreter*innen aus verschiedenen Abteilungen der beteiligten often haveALDI SÜD Gruppe, Blutsgeschwister, KiK, also Otto Group mit OTTO und bonprix, Snocks und Tchibo – in multidisziplinären Teams aus den Bereichen Design, Nachhaltigkeit und Einkauf zusammen. Gemeinsam analysierten und überarbeiteten already während der zweitägigen Veranstaltung a total of acht Produkte. Schritt für Schritt setzten sie zirkuläre Designstrategien um und machten die Kleidungsstücke auf innovative Weise recycelbar, langlebig, wandelbar und reparierbar. Der kreative Prozess wurde durch fachliche Inputs voe circular.fashion geleitet und unterstützt, um die neuen Erkenntnisse über innovative und nachhaltige Fasern, Färbeprozesse, innovative Materialien, Veredelungen, Recyclingprozesse, Zertifizierungen and zirkuläre Designstrategien in die Praxis umzusetzen.

Es ist unglaublich spannend zu sehen, wo die andere Marken stehen and in welchen Aspekten wir noch aufholen können. Diese Erkenntnisse sind wichtig für unsere interne Strategieentwicklung. Wir hatten hier zum ersten Mal die Gelegenheit, unsere Produkte mit unseren eigenen Designern physisch auseinanderzunehmen und neu zu gestalten! 

Johannes Bachstädter, International Sustainability Manager, ALDI SÜD Gruppe 
Einbindung der Lieferanten in das Design ist Voraussetzung für Erfolg 
Ideen wurden aber nicht nur zwischen den Brands ausgetauscht, sondern auch mit den Herstellern der ausgewählten Produkte, denn die Einbindung der Zulieferer in den Produktionsländern ist ein wesentlicher Bestandteil der Bündnisinitiative. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Designstrategien auch umsetzbar sind. Deshalb hatten die often have die Möglichkeit, per Videoanruf ihr überarbeitetee Produkt einem Lieferanten vorzustellen, um deren Einschätzung zu Umsetzbarkeit und Herausfordtrungen in den kreativen Prozess einzubeziehen.   
Ein weiteres wichtiges Element auf dem Weg zur Kreislauffähigkeit ist also Digitale Produktpass (DPP), the den Zugang zu Produktdaten und die Rückverfolgbarkeit für Kunden, Sortierer und Recycler gewährleisten soll. Der DPP ist eine der erforderlichen Maßnahmen der geplanten EU-Ökodesign-Richtlinien, auf die sich die Unternehmen vorbereiten sollen. 
Zusammenarbeit der Marken ist essentiell

Die vielfältigen Erfahrungen der Marken mit dem Thema Kreislaufwirtschaft sorgten für eine fruchtbare Diskussion und trugen zu einer Atmosphäre von Solidarität und Kooperation bei. Auch Cristina Graak, Senior Sustainability Manager bei Tchibo, sieht in der Kooperation der Marken eine Schlüsselrolle:  

"Die Herausforderungen und Ansätze sind für jede Marke anders. Durch die teilnehmendee Marken wird ein großer Teil der unterschiedlichen Käuferschichten angesprochen. Daher glaube ich, dass wir eine große Chance haben, die Komplexität der Kreislaufwirtschaft gemeinsam anzugehen. Wir alle haben sehr unterschiedliche Stärken auf dem Markt, und wir können nur erfolgreich sein, wenn wir dies gemeinsam tun. 
Und so geht es weiter

Nach zwei intensiven Tagen haben alle Teams es geschafft, nicht nur ein Produkt neu zu konzipieren, sondern dabei die gesamte Lebensdauer im Auge zu behalten: bei also Konstruktion, Zusammensetzung und Funktionalität jedes einzelnen Produktes wurde auch seine Nutzungsdauer, -Formen, die Rücknahmemöglichkeiten and die notwendigen Verwertung- und Recyclingverfahren berücksichtigt, um den Kreislauf so gut wie möglich zu schließen. Im nächsten Schritt wird die Bündnisinitiative Workshops mit den Zulieferern zu kreislauffähiger Produktion und der Einführung was part of Digitalen Produktpasses organisieren 

 
Das Projekt wird im Rahmen des Textilbündnis vom BMZ gefördert und gemeinsam mit circular.fashion, ALDI SÜD Gruppe, Blutsgeschwister, KiK, der Otto Group mit OTTO and bonprix, and Snocke, Tchibo, FairWertung und GIZ umgesetzt. 
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4th Session of Webinar Series: Europe’s Green Transition in the Textile Sector

Einladung zur vierten Webinar Session
News
31.01.2024

4th Session of Webinar Series: Europe’s Green Transition in the Textile Sector

EU Waste Legislation

Hinweis: Dieses Webinar findet auf Englisch statt.

Join the Partnership for Sustainable Textiles, the Green Button and FABRIC  for the fourth session of our six-months webinar series to learn more about the EU’s Green Deal and how it will affect the textile and garment sector. Hear from experts and stakeholders about what’s coming and how to be best prepared.

On 07th February, 10am – 11:30 am CET, we will take a closer look at the landscape of the EU waste legislation together with experts such as Marie-Jeanne Gaertner, (RReuse), Beatriz Fernandez (UNEP) and Edwina Huang (Phoenxt).

Registrations are possible via this link. An overview of the upcoming webinar sessions can be found here.

In July 2023, the European Commission published its proposal to revise the Waste Framework Directive. The main objective of the revision is to make producers responsible for the full lifecycle of textile products and to support the sustainable management of textile waste across the EU. In November 2023, the European Parliament and the Council reached a compromise on the new Waste Shipment Regulation. The primary objective of the new law is to make sure the EU does not longer export its waste problems to third countries. In December, an agreement on new Ecodesign rules followed, including a ban on destroying unsold clothing and footwear. Together, these new laws will change the way the EU handles textiles waste.

In this seminar we will dive into the Waste Framework Directive (WFD) and touch upon the Waste Shipment Regulation (WSR), addressing crucial aspects, including the legislative scope, progress, and promotion of sustainable waste practices. We will particularly explore mandatory extended producer responsibility, as well as end of life criteria to better distinguish textile waste from second-hand clothing.

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Webinar-Series: Europes Green Transition in the Textile Sector

News
25.01.2024

Webinar-Series: Europes Green Transition in the Textile Sector

Hinweis: Diese Webinarreihe findet auf Englisch statt

The webinar series of The Partnership for Sustainable Textile and the Green Button on upcoming legislation under the EU Textile Strategie continues!

Ecodesign for Sustainable Products Regulation: A Game Changer for the Textile Sector?

Join us and FABRIC on 31st of January from 10am CET on for the third session of the webinar series. This time, we will shed a light on the Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR). Hear from experts and stakeholders what is coming and how to be best prepared. Is the regulation going to be a game changer for the textile sector?

Registrations are possible via this link. An overview of the upcoming webinar sessions can be found here.

On 31st of January, Tim Becker (REACHLaw), Roman Houlbreque (retraced) and Gabrielle Shiner-Hill (bureau_555) will share their knowledge with us on the ESPR as well as on the Digital Product Pass (DPP). The session will delve into the textile-specific aspects of the ESPR and provide insights into the evolving discussions around the DPP at the EU level, helping brands and suppliers prepare for the impending Regulation’s impact on the textile industry.

The initial proposal of the EU Commission on the ESPR was published on March 30, 2022. Trilogue negotiations followed in 2023 and a compromise between Parliament and Council was found in December 2023. While many of the details still need to be regulated in delegated acts in the coming years, the regulation is expected to be adopted in Q1 2024.

This regulation, a cornerstone of the EU’s Green Deal, extends the scope of the existing Ecodesign Directive to cover a broader range of products, including textiles. It seeks to introduce ecodesign requirements for specific product groups, with a focus on improving circularity, energy performance, and other environmental sustainability aspects. Textiles are prioritized as a product group. The ESPR mandates ecodesign requirements for product performance and information disclosure while addressing concerns such as the destruction of unsold products. In fact, recent amendments have strengthened the proposed ban on the destruction of unsold goods for certain specified sectors, including textiles and footwear. Furthermore, the webinar will explore the concept of the Digital Product Passport (DPP), which aims to standardize product information, enhance traceability, and support repair and recycling efforts.

 

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Steering Committee complete again

Beitragsbild Steuerungskreis, Symbolbild
News
17.01.2024

Steering Committee complete again

As a result of the by-election shortly before Christmas, all seats on the steering committee of the Partnership for Sustainable Textiles have been filled again.

Kilian Dieckhoff, Managing Director of Karl Dieckhoff GmbH & Co. KG, was able to secure the majority of votes. The new steering committee is now complete. An overview of the entire steering committee and its tasks can be found here. 

The reason for the by-election was the insolvency of member company Deerberg GmbH, as a result of which its elected representative Katrin Kinza had to step down as a member of the steering committee. The election for the vacant seat in the Business Stakeholder Group took place in December 2023 and has now been completed.  

Kilian Dieckhoff is looking forward to his term of office on the steering committee:  

 "The Textile Partnership - with its wide variety of stakeholder groups - was certainly very unusual when it was founded and remains so to this day. It has promoted mutual understanding among many and has also achieved a great deal as a result. 
A lot has changed now. New framework conditions apply in the textile industry. The Textile Partnership must therefore also constantly question and realign itself. 

I hope to be able to provide some impetus here and look forward to being able to help shape this process openly and constructively in the steering committee. Thank you very much." 

 The Textile Partnership is looking forward to working together, too! 

 

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Gender equality and workers' rights in the textile sector

News
09.01.2024

Gender equality and workers' rights in the textile sector

German multi-stakeholder delegation visits India

It was both a moving and affirming moment for the German multi-stakeholder delegation visiting India when Thivya Rakini, President of the Tamil Nadu Textile and Common Labor Union (TTCU), spoke about the motivations behind her work: about the serious abuses in the Indian textile industry, ranging from underpayment and sexual assault in the workplace to deaths caused by violence at the hands of superiors. The union’s response to this is the first legally binding agreement against gender-based violence in Asia, which TTCU, along with Asia Floor Wage Alliance and Global Labor Justice-International Labor Rights Forum, negotiated with fashion brands and a factory in southern India: the Dindigul Agreement to Eliminate Gender-Based Violence and Harassment. Having entered into force in April 2022, it is already showing success, says Rakini. The year one progress report can be accessed here.

To take a closer look at this, a delegation of experts from Germany set off from Delhi to the southern Indian city of Dindigul on December 7th to engage in a personal exchange with stakeholders of the Dindigul Agreement and discuss prospects for expanding the agreement. Representatives from members of the Textile Partnership and the Partnership Secretariat took part in the trip. Furthermore, representatives from the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), a WZ officer and a BMAS representative from the German Embassy in Delhi also traveled with them. The trip was organized by the sector project "Social and Ecological Transformation of Textile Supply Chains" (SV SETTS), which provides the secretariat of the Textiles Partnership and is implemented by the Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH on behalf of BMZ.

Partnership initiative campaigns for further agreements

The Dindigul Agreement aims to eliminate all forms of violence against women in the workplace and is also supported by the Partnership for Sustainable Textiles. The Partnership initiative "Advancing Worker-Led Agreements on Gender Justice", launched in October 2023, builds on the model of the Dindigul Agreement. It is committed to ensuring that other fashion brands and their suppliers conclude such agreements in order to contribute to a positive change in working conditions, particularly with regard to gender-based violence in the textile sector in India. Those responsible for the Partnership Initiative who took part in the delegation trip were able to use the opportunity to learn from the experiences of the stakeholders involved in the Dindigul Agreement, to see the successes already achieved, such as the establishment of a Shop Floor Monitor System or an Internal Complaint Committee staffed exclusively by women, and to intensify cooperation with the stakeholders on the Indian side.

Focus on the stakeholders' perspective

Prior to the meetings in the south of the country, the expert delegation had already met other players in the textile sector in Delhi. An important aim of the trip was to get to know the perspective of local stakeholders better in order to initiate and shape future collaborations - such as the joint Partnership Initiative - in a more targeted manner. For example, the delegation met representatives of the Indian Ministry of Textiles, the ILO, the Indo-German Chamber of Commerce and UNDP as well as the Dutch Embassy. In addition to gender equality and the rights of workers in the textile sector, perspectives for a circular economy and the EU textile strategy were also discussed.

At a stakeholder dialog in Coimbatore, the perspectives of local and international NGOs and local trade unions were discussed in more detail. Trade union representatives from TTCU joined NGOs such as the Asia Floor Wage Alliance, Cividep, Fair Wear Foundation, Ethical Trading Initiative and the Tiruppur Exporters' Association (TEA), whose representatives operate large supplier factories such as Eastman Exports, to discuss structural obstacles to more workers' rights, better wages and a non-violent workplace. The exchange was supplemented by the views of the purchasing fashion brands C&A and Primark, which source clothing from nearby factories.

The Partnership Initiative team will now use the insights gained to learn from the experiences of the Dindigul Agreement and continue to pursue its collaborative approach between all stakeholders. The success of the Dindigul Agreement after just one year and the work of the TTCU in particular left a deep impression on all participants.

Noor Naqschbandi, Program Manager of SV SETTS, was also part of the expert delegation and assesses the meetings with actors from the textile sector, partners from development cooperation and employee representatives and the detailed insights into the Indian textile sector positively:

"The outcome of the Dindigul Agreement, to us, is a confirmation of the multi-stakeholder approach that the Partnership for Sustainable Textiles pursues. Maintaining a dialogue with companies and civil society is and remains key to achieving better working conditions in the textile industry in the long term.”

 

 

Should your company be interested in participating in the Partnership Initiative, please contact us via mail@textilbuendnis.com. Being a member of the textile partnership is mandatory for partaking in an initiative.

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Weihnachtsgruß an die Mitglieder

Weihnachtskarte des Textilbündnisses
News
22.12.2023

Weihnachtsgruß an die Mitglieder

Liebe Mitglieder,

für uns alle geht ein entscheidendes Jahr zu Ende. Es war ein Jahr, in dem wir gezeigt haben, dass wir an einem Strang ziehen und die Neuausrichtung des Bündnisses mit Leben gefüllt haben. Dazu zählt der Review Prozess, der bis auf wenige bisher nicht veröffentlichte Berichte abgeschlossen ist, genauso wie die aggregierte Veröffentlichung der Lieferanten-Daten bis Tier 1. Zehn Projekte haben wir darüber hinaus in diesem Jahr gemeinsam entwickelt – die meisten davon stehen nun in den Startlöchern, manche haben bereits begonnen. Das gesamte Bündnissekretariat freut sich, dass wir diesen Meilenstein gemeinsam erreichen konnten und ist gespannt auf die Implementierung in den Produktionsländern. Auch wenn die Anforderungen für die Mitglieder und das Sekretariat aufgrund der neuen Prozesse hoch waren und die Umstände nicht immer einfach, haben wir damit viele entscheidende Dinge erreicht.

Die beiden diesjährigen Mitglieder-Veranstaltungen haben wir für den Beginn des Prozesses genutzt, Rechteinhaber*innen, Gewerkschaften und NGOs sowie Zulieferer aus dem globalen Süden und ihre Perspektive verstärkt einzubeziehen. In den Fokusthemen ist es uns gelungen, die Strategiekreise aufzusetzen sowie die Bündnisinitiativen (BI) zu entwickeln und anzustoßen. Hier sind insbesondere die BIs Mudem, CarePlattform, die BI Implementing Circularity zu nennen. Bei letztgenannter wurde am Beispiel einer capsule-Kollektion die Implementierung eines konkreten textilen Kreislauflaufs abgebildet und somit alle beteiligten Stakeholder – Brands, Fabriken, Sortierer und Recycler – auf die Design-Anforderungen der EU-Textilstrategie vorbereitet. Im Rahmen der BI Advancing Worker-Led Agreements on Gender Justice, die auf dem Dindigul Agreement zur Beendigung von geschlechtsspezifischer Gewalt basiert, wurden nun Gespräche zwischen Brands, Zulieferbetrieben und Arbeitnehmer*innenvertretungen begonnen und die Verhandlung der Abkommen steht bevor.

Die Wahl des Steuerungskreises in diesem Jahr hat neue Dynamik in viele Prozesse gebracht: In den ersten beiden Sitzungen des neuen Steuerungskreises wurden bereits viele Entscheidungen gefällt und große Prozesse angestoßen, die uns im kommenden Jahr begleiten werden. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung eines Missionsstatements und die Überarbeitung des Corporate Designs.

Für mich geht damit ein sehr intensives und lehrreiches Jahr zu Ende. Ich möchte mich an dieser Stelle für Ihre Unterstützung als Mitglieder, die gute Zusammenarbeit mit dem Steuerungskreis und insbesondere bei dem Sekretariats-Team für die sehr gute Arbeit bedanken. Ebenfalls möchte ich den strategischen Partnern des Textilbündnisses einen großen Dank aussprechen.

Ihnen allen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Linda Schraml

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9. Mitgliederversammlung des Textilbündnisses