Veröffentlichung der Maßnahmenpläne 2018

Mit dem Eintritt in das Textilbündnis haben sich die Mitglieder dazu bekannt, nachweislich mehr Verantwortung für Nachhaltigkeit in der eigenen Lieferkette zu übernehmen. Auf welchem Wege sie an Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und fairen Löhnen arbeiten, ist in jährlichen Maßnahmenplänen – sogenannten Roadmaps – einzusehen. Die Erstellung eines Maßnahmenplans ist für jedes Mitglied verpflichtend. Im Folgejahr muss über die Zielerreichung berichtet werden. Ab heute stehen die bereits abgeschlossenen Maßnahmenpläne in den jeweiligen Mitgliederprofilen als PDF-Download zur Verfügung.

Die Filterfunktion „Roadmap 2018 veröffentlicht“ auf der Mitgliederübersicht der Bündniswebseite zeigt den derzeit aktuellen Stand der überprüften Maßnahmenpläne.
Sukzessive werden alle weiteren Maßnahmenpläne hier auf der Website veröffentlicht.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung des Bündnis für nachhaltige Textilien vom 13.08.2018

 

 

 

Finanzmarktakteure unterstützen europäische Koalition für eine nachhaltige Textil- und Schuhindustrie

Über 40 institutionelle Investoren aus europäischen Ländern, die zusammen mehr als 3,77 Billionen Euro verwalten, haben eine Vereinbarung zur Nachhaltigkeit in der Bekleidungs- und Schuhbranche unterzeichnet. Die Unterzeichner bekennen sich mit großem Nachdruck und explizit zur Zusammenarbeit zwischen dem niederländischen Agreement on „Sustainable Garments and Textiles“ (AGT) und dem deutschen “Bündnis für nachhaltige Textilien“. Sie unterstützen vor allem gemeinsame Berichtsstandards, mehr Transparenz in der textilen Lieferkette und harmonisierte Nachhaltigkeitsanforderungen, die an der OECD Leitlinie für unternehmerische Sorgfaltspflichten ausgerichtet sind. Die gesamte Erklärung finden Sie hier.

Dr. Jürgen Janssen im Interview mit dem EU-Parlamentsmitglied Arne Lietz

Am Rande einer Veranstaltung von HDE und Institut der Deutschen Wirtschaft in Brüssel zum Thema „How can sustainable Supply Chain Management succeed?“ sprechen Jürgen Janssen (Leiter des Sekretariats des Textilbündnisses) und Arne Lietz (Mitglied des Europäischen Parlaments) über das Textilbündnis und seine Kooperationen, u.a. mit dem niederländische „Agreement on Sustainable Garments and Textile“ (AGT) und „Action Collaboration Transformation” (ACT) sowie über die Umsetzung unternehmerischer Sorgfaltspflichten anhand der OECD Leitsätze.

 

Textilbündnis nimmt Alsico NV als erstes assoziiertes Mitglied auf

Wir freuen uns, Alsico NV als assoziiertes Mitglied im Textilbündnis zu begrüßen. Das Traditionsunternehmen fertigt hochwertige Berufsbekleidung, legt großen Wert auf ökologische Textilien und eine nachhaltige Unternehmensführung. Als Mitglied unseres holländischen Kooperationspartners, dem „Agreement on Sustainable Garments and Textile“ (AGT) hat Alsico die nötige Voraussetzung dafür, assoziiertes Mitglied des Textilbündnisses zu sein. Damit hat das Unternehmen vollen Zugang zu allen unseren Angeboten und Informationen.

Die Alsico-Unternehmensgruppe beschäftigt rund 7.000 Mitarbeiter*innen und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von mehr als 200 Millionen Euro. Die Unternehmenszentrale sitzt im belgischen Ronse, einer Kleinstadt im östlichen Flandern, nahe der französischen Grenze.

Arbeitstreffen der Bündnismitglieder in Köln

Im „Bauwerk“, einem umfunktionierten Industriebau in Köln Kalk, trafen sich am 11. und 12. Juli rund 160 Mitglieder des Textilbündnisses, um miteinander zu arbeiten. Konzentriert überlegten und diskutierten die Teilnehmenden in acht Workshops und stellten damit Weichen für die inhaltliche und strukturelle Weiterentwicklung des Textilbündnisses.

 

In der rund 50-köpfigen Gruppe „Lieferkettentransparenz“ präsentierten Mitglieder eigene Fallbeispiele. Berichte von Blockchain-Lösungen zur Weitergabe von Informationen in der Lieferkette oder von Barcodes, die Informationen zur Herkunft eines Produktes direkt auf das Smartphone liefern, zeigten die Möglichkeiten digitaler Innovationen.

Als Jahresthema 2018 wurden auch „Existenzsichernde Löhne“ in einem Workshop aufgegriffen. In einem Fachvortrag wurde dargestellt, wie die Herausforderung, flächendeckend höhere Löhne zu erreichen, in ersten Schritten angegangen werden kann. Die Teilnehmenden diskutierten außerdem, wie das Bündnis verstärkt mit anderen Initiativen zusammenarbeiten kann, um Synergien zu nutzen.

Mehr als 40 Bündnismitglieder beschäftigten sich unter dem Titel „Chemiefasern“ mit Regeneratfasern, synthetischen Chemiefasern und biobasierten Kunststoffe. Dabei wurden Herausforderungen für den Einsatz von sozial und ökologisch verträglicheren Chemiefasern identifiziert. Währenddessen standen im Mittelpunkt des Workshops „Chemikalien- und Umweltmanagement“ relevante Instrumente und praktikable Zielsetzungen, besonders für die tiefere Lieferkette.

Um das Thema „Korruptionsprävention“ zukünftig noch stärker zu berücksichtigen, erarbeitete die zuständige Expertengruppe einen Vorschlag zur Integration des Themas in das Frageraster des Bündnisses. Auch im Workshop zu „Wirkungsmessung“ ging es um Indikatoren. Hier tauschten sich die Mitglieder darüber aus, wie die Wirkungen unserer Aktivitäten vor Ort gemessen werden können. Ein konkreter Vorschlag für die Themen „existenzsichernde Löhne“ und „Chemikalien- und Umweltmanagement“ soll noch in diesem Jahr erarbeitet werden.

Eher strukturelle Fragen trieben die Teilnehmenden der Workshops „Internationalisierung“ und „Kommunikation“ um: Wie kann sich das Bündnis in Zukunft stärker international ausrichten und welche Argumente überzeugen am meisten, um neue Mitglieder für das Textilbündnis zu gewinnen?

 

 

 

Wir begrüßen den Naturschutzbund Deutschland als neues Mitglied im Bündnis

Das Textilbündnis und seine Mitglieder freuen sich, den Naturschutzbund Deutschland e.V. als neues Mitglied in der Kategorie Nichtregierungsorganisationen begrüßen zu dürfen.

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) ist ein deutscher Umweltverband, der sich vor allem konkreten Zielen des Naturschutzes im In- und Ausland zuwendet, wie dem Schutz von Flüssen, Meeren, Wäldern und einzelner Tierarten. Mit 660.000 Mitgliedern und Förderern zählt der NABU zu den größten Verbänden Deutschlands.

Auf einen Blick – Das weltweite Engagement der Bündnismitglieder

Weltweit arbeiten mehr als 60 Millionen Menschen in der Textil- und Bekleidungsbranche.

Die Mitglieder und Kooperationspartner des Bündnisses für nachhaltige Textilien tragen mit großem Engagement zur Verbesserung der sozialen, ökologischen und ökonomischen Bedingungen entlang der gesamten Textil-Lieferkette bei.

Für einen detaillierteren Einblick in dieses Engagement steht Ihnen nun eine interaktive Weltkarte zur Verfügung, die neben den einzelnen Initiativen auch Informationen zu den entsprechenden Ländern bereithält.

Rund 40 Eigeninitiativen im Textil- und Bekleidungssektors unserer Bündnismitglieder und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) sind derzeit in den jeweiligen Ländern der Weltkarte erfasst. Zusätzlich sind auch die aktuellen und künftigen Bündnisinitiativen, die von mehreren Mitgliedern des Textilbündnisses gemeinsam konzipiert und umgesetzt werden, auf der Karte verortet.

Neben den allgemeinen Projektinformationen geben die Initiatoren Auskunft über die Zielsetzungen und bisherigen Ergebnisse ihres Engagements.

Die interaktive Textilbündnis-Weltkarte ermöglicht einen umfassenden Überblick über die unterschiedlichen Handlungsfelder entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette. Diese reichen von Maßnahmen für ein nachhaltiges Umweltmanagement in den Baumwollanbaugebieten bis hin zu Projekten zur Verbesserungen der Sozialstandards in den Nähfabriken und Spinnereien.

Lesen und erfahren Sie hier  mehr über das vielfältige Engagement der Akteure im Textilbündnis und über Produktionsländer der Textil- und Bekleidungsindustrie.

 

Steuerungskreis entscheidet den Ausschluss säumiger Mitglieder

Der Steuerungskreis des Bündnisses hat beschlossen, sieben Mitglieder mit sofortiger Wirkung aus dem Textilbündnis auszuschließen. Sie waren ihrer Berichtspflicht nicht nachgekommen und hatten im diesjährigen Review keine Roadmaps und Fortschrittsberichte eingereicht. Einige weitere Mitglieder sind seit Jahresbeginn ausgetreten, sodass das Bündnis heute 130 Mitglieder hat. Die gemeinsame Marktabdeckung der Mitglieder bleibt mit 49,4 % davon fast unberührt.

Zugleich konnte das Bündnis auch einige Beitritte verzeichnen. So hat der Steuerungskreis in den letzten Sitzung den Naturschutzbund Deutschland e.V. sowie als erstes Assoziiertes Mitglied Alsico NV aufgenommen.

Der Steuerungskreis bedauert die Austritte/Ausschlüsse sehr und hofft, diese Organisationen in Zukunft wieder als Mitglieder begrüßen zu können. Als lernende Organisation entwickelt sich das Bündnis weiter und möchte allen Akteuren der Branche als Plattform für nachweisliche Verbesserungen in den Lieferketten dienen. Die Veröffentlichung der Fortschrittsberichte 2017 und der Roadmaps 2018 ist für den August geplant.

Somit haben seit Anfang des Jahres 2018 folgende Mitglieder das Textilbündnis verlassen:

AB Lindex

Brands TeamTex GmbH

Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh)

brainshirt

Carson Company

Corporate Textiles Kolling GmbH

Cotonea – Gebr. Elmer & Zweifel GmbH & Co. KG

Ethnic Styles

Galatea Ziss – Atelier für Bekleidung

Humboldt-Viadrina Governance Platform gGmbH/GITI

Image Druck & Strick GmbH & Co. KG

Jako-o Möbel und Spielmittel für die junge Familie GmbH

Kleiderei Hamburg GmbH

Lillika Eden GmbH

Maas Naturwaren GmbH

MIP Europe GmbH

Natascha von Hirschhausen

OLYMP BEZNER KG / Marvelis KG

Ortlieb Sportartikel GmbH

Oxfam Deutschland e.V.

Schweikardt-Moden GmbH

Textildruck Europa GmbH

The Fair Fashion Network

Vier Pfoten – Stiftung für Tierschutz

YKK Europe LTD

 

 

 

Mitglieder des Steuerungskreises unterstützen höhere Mindestlöhne in Bangladesch

Vor der Sitzung des Nationalen Wage Boards in Bangladesch haben Mitglieder des Steuerungskreises einen gemeinsamen Brief an die Regierung in Bangladesch gesendet. Darin heben sie die Bedeutung von existenzsichernden Löhnen, der Einhaltung von Arbeitnehmerrechten und vor allem von Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen hervor. Die Unterzeichner fordern die Regierung auf, eine signifikante Erhöhung der industrieweiten Mindestlöhne anzustreben […]

Expertendiskussion über unternehmerische Sorgfaltspflicht im Textil- und Bekleidungssektor in der Europäischen Union

Auf dem Podium diskutierten (von l. nach r.) Katarzyna Kuske (Referentin bei GD GROW für Tourismus, aufstrebende Industriezweige und Kreativwirtschaft, EU-Kommission), Agnes Jongerius (stellv. Vorsitzende des Ausschusses für Beschäftigung und Soziales, Europäisches Parlament), Pascale Moreau (Öffentlichkeitsmanagerin, Sustainable Apparel Coalition), Aleix Gonzalez Busquets (Leiter Einbeziehung externer Stakeholder, C&A) und Luc Triangle (Generalsekretär, IndustriALL Europe).

Das Bündnis für nachhaltige Textilien (Textilbündnis) und das niederländische Agreement on Sustainable Garments and Textile (AGT) treiben die Diskussion über Kooperationsmöglichkeiten zur Stärkung unternehmerischer Sorgfaltspflicht im Bekleidungssektor auf EU-Ebene voran.

Im Rahmen der Europäischen Entwicklungstage vom 5. – 6. Juni in Brüssel veranstalteten das deutsche Textilbündnis und das niederländische AGT eine Podiumsdiskussion mit hochrangingen Experten/-innen aus Wirtschaft und Politik. Ziel der Veranstaltung war es, das Potential für stärkere Kooperation auf EU-Ebene zum Thema unternehmerische Sorgfaltspflicht (Due-Diligence) im Textil- und Bekleidungssektor zu diskutieren und Skalierungsmöglichkeiten bestehender nationaler Initiativen zu erörtern.

Dr. Jürgen Janssen, Leiter des Sekretariats des Textilbündnisses, und Jef Wintermans, Koordinator des AGT, stellten die Ansätze ihrer Initiativen vor und präsentierten erste Ergebnisse sowie bereits gewonnene Erkenntnisse. Darüber hinaus erklärten sie, dass die strategische Kooperation zwischen beiden Initiativen auf der Grundlage der OECD (Due Diligence Guidance for Responsible Supply Chains in the Garment and Footwear Sector) auf eine stärkere Angleichung von Nachhaltigkeitsanforderungen abzielt.

Im Anschluss diskutierten die Vertreter/-innen der EU-Mitgliedstaaten, der Europäischen Kommission und Parlaments, Unternehmen, Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen über die Förderung und Etablierung von verantwortungsvollen Geschäftspraktiken und unternehmerische Sorgfaltspflicht. Der Fokus der Diskussion lag dabei auf der Notwendigkeit und dem Potenzial einer verstärkten Zusammenarbeit auf EU-Ebene.

Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass eine flächendeckende Umsetzung unternehmerischer Sorgfaltspflichten entscheidend für eine systematische und kontinuierliche Verbesserung der Umwelt- und Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern ist.

Die Meinungen darüber, wie dies erreicht werden sollte, gingen jedoch auseinander.

Neben der bekannten Forderung nach verbindlichen Due-Diligence-Anforderungen auf EU-Ebene, sprachen sich andere für eine stärkere Angleichung der bestehenden nationalen Initiativen aus und appellierten an die EU-Kommission, dabei die Koordinatorenrolle zu übernehmen.

Weitere Themen der Podiumsdiskussion waren die aktuelle EU-Handelspolitik als Hebel zur Verbesserung der Einhaltung von Arbeits- und Umweltstandards, die Rolle der Regierungen in den Produktionsländern und die Textilproduktion in Osteuropa und EU-Beitrittsländern.