How to go organic – Einkaufsleitfaden Bio-Baumwolle veröffentlicht

Das Textilbündnis bietet nun praxisnahe Antworten auf die Frage, wie Unternehmen Bio-Baumwolle beschaffen können. Der „How to go organic“ Einkaufsleitfaden Bio-Baumwolle für Unternehmen steht jetzt zur Verfügung.

Bündnisweit möchten die Mitglieder des Bündnisses für nachhaltige Textilien bis 2020 mindestens 10 Prozent Bio-Baumwolle einsetzen. Das ist signifikant mehr als der Marktanteil von Bio-Baumwolle am Weltmarkt, der auf 0,5 Prozent geschätzt wird. Deshalb ist die Recherche und Beschaffung von echter Bio-Baumwolle eine Herausforderung. Um Unternehmen beim Erreichen des Bündnisziels zu unterstützen, bringt das Textilbündnis nun zusammen mit der C&A Foundation, dem Organic Cotton Accelerator und Helvetas den „How to go organic“ Einkaufsleitfaden für Bio-Baumwolle heraus. Er bietet Unternehmen, die erstmals Bio-Baumwolle beschaffen oder ihren Anteil an Bio-Baumwolle steigern möchten, praxisnahe Tipps und erklärt in sechs Schritten, wie Bio-Baumwolle in der Lieferkette verankert werden kann.

Im Rahmen gegenseitiger Unterstützung erzählen 11 Unternehmen, welche Vorteile sie in Bio-Baumwolle sehen und wie die Umstellung von konventioneller auf Bio-Baumwolle gelingen kann.  Dies und mehr erfahren Sie in den Statements, die in Kurzfassung auch im Einkaufsleitfaden zu finden sind.

 

Gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsbranche

[Berlin, 2. November 2018] Fair Wear Foundation (FWF) und das Bündnis für nachhaltige Textilien unterzeichneten eine Vereinbarung über eine strategische Zusammenarbeit. Die Kooperationspartner wollen sich gemeinsam noch stärker für faire Arbeitsbedingungen und Löhne in den Produktionsländern der Bekleidungsindustrie einsetzen. Schwerpunkte der Kooperation sind die Förderung der Zahlung existenzsichernder Löhne sowie des Zugangs zu Abhilfe- und Beschwerdemechanismen.
Zur Förderung der Zahlung existenzsichernder Löhne sollen zunächst Trainings zur Anpassung von Einkaufspraktiken für Mitgliedsunternehmen stattfinden. Darüber hinaus werden in mehreren Produktionsländern gemeinsame Schulungen für Lieferanten zur Verbesserung von Produktionsprozessen und der Preisgestaltung durchgeführt. Diese Maßnahmen sollen in die geplante Bündnisinitiative zu existenzsichernden Löhnen eingebettet werden.
In Bezug auf Beschwerdemechanismen loten die Kooperationspartner derzeit aus, inwiefern bestehende Systeme durch Bündnismitglieder genutzt werden können und wo gemeinsam an Verbesserungen gearbeitet werden muss. Darüber hinaus profitieren die Mitglieder beider Initiativen vom Wissensaustausch und der Abstimmung von Unterstützungsangeboten und Instrumenten.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung des Bündnis für nachhaltige Textilien vom 2. November 2018.

Über Fear Wear Foundation
Fair Wear Foundation (FWF) zeigt, dass es möglich ist, Kleidung auf faire Art und Weise herzustellen. Das bedeutet, dass sie sich für das Recht der Arbeiter*innen auf sicherere, menschenwürdige und angemessen bezahlte Arbeit einsetzt. Die Non-Profit-Organisation kooperiert mit Markenherstellern und unterstützt Arbeiter*innen dabei, Probleme zu bewältigen, die andere für unlösbar halten. FWF dokumentiert die Fortschritte, die die Partnerunternehmen machen, und sorgt dafür, dass Wissen und Erfahrungen geteilt und damit die Wirkung gesteigert wird.

Aus der Praxis – Projekte unserer Mitglieder

Voneinander lernen, gemeinsam Ziele erreichen – Gegenseitige Unterstützung, das ist eine Kernaufgabe des Bündnisses für nachhaltige Textilien.
Die Bündnismitglieder tragen mit ihrem Engagement zur Verbesserung der sozialen, ökologischen und ökonomischen Bedingungen entlang der gesamten Textil-Lieferkette bei. Nun stellen 10 Mitglieder hier ausgewählte Projekte vor, mit denen sie Produkte und Prozesse nachhaltiger gestalten: Erstmals vorgestellt wurden die ausgewählten Projekte auf der Mitgliederversammlung am 30. Oktober 2018.
Der Austausch zu diesen Praxisbeispielen bietet anderen Mitgliedern wertvolle Umsetzungserfahrungen und eine fundierte Wissensgrundlage, die das Initiieren ähnlicher Projekte erleichtern. Zudem werden Impulse gesetzt, den Austausch mit anderen zu suchen oder sich bestehenden Projekten anzuschließen – und so deren Breitenwirkung zu vergrößern und gemeinsam an der Verfolgung der Bündnisziele zu arbeiten.

Textile Exchange und das Bündnis für nachhaltige Textilien setzen sich zusammen für nachhaltige Fasern und Materialien ein

[Mailand, 23. Oktober 2018] Die weltweit tätige Non-Profit Organisation Textile Exchange und das Bündnis für nachhaltige Textilien haben heute in einem Letter of Intent (LOI) eine umfassende Kooperation vereinbart, um insbesondere die Entwicklung und Nutzung nachhaltiger Materialen und Fasern in der Textil- und Bekleidungsbranche zu fördern.

Mit diesem Fokus umfasst die Kooperation die folgenden Bereiche:

  • Bewusstseinsbildung und Wissensvermittlung für Akteure der Textil- und Bekleidungsbranche, unter anderem hinsichtlich der Entwicklung und Umsetzung von Strategien für den Einsatz nachhaltiger Fasern
  • Förderung des gemeinsamen Engagements in Produktionsländern durch Erfahrungsaustausch und Dialog zwischen Produzenten, Markenherstellern und weiteren relevanten Akteuren der Lieferkette
  • Förderung der (internationalen) Angleichung von Anforderungen an Unternehmen und Standards
  • Entwicklung von Mess-Instrumenten zur Dokumentation und Überprüfung von Nachhaltigkeitsprogrammen, mit dem Ziel, signifikante Verbesserungen in der Branche zu schaffen

Nach der Unterzeichnung des LOI werden Textile Exchange und das Bündnis für nachhalte Textilien nun die Kooperationsfelder gemeinsam konkretisieren, kommunizieren und anschließend erste gemeinsame Aktivitäten umsetzen.

 

Über Textile Exchange
Textile Exchange ist eine weltweit aktive Non-Profitorganisation mit Hauptsitz in Texas und widmet sich vor allem der Nachhaltigkeit bei Fasern und Materialien. Diese ist als wichtige Grundlage aller Nachhaltigkeitsbemühungen in Textil-Lieferketten zu verstehen. Kernaktivitäten sind der Aufbau und die Verbreitung von Wissen, die Definition von Standards sowie die Entwicklung von Werkzeugen für Dokumentation und Messung. Textile Exchange bringt die wesentlichen Akteure zusammen, um gemeinsam signifikante Veränderungen zu erreichen.

Mitglieder des Textilbündnisses stellen Forderung an die Regierung in Bangladesch

Mitglieder des Textilbündnisses fordern die Regierung in Bangladesch auf dafür einzutreten, dass die bestehenden Vereinbarungen zur Übergabe des Bangladesch Accord eingehalten werden.

In einem Brief an die Regierung von Bangladesch fordern Mitglieder des Textilbündnisses und Accord, darunter Tchibo, ALDI Süd und ALDI Nord sowie Hugo Boss die Einhaltung und Unterstützung bestehender Vereinbarungen zur Übergabe des Bangladesch Accord an eine nationale Institution. Hintergrund waren aktuelle Entwicklungen und Unstimmigkeiten. Der Accord regelt Maßnahmen zu Gebäudesicherheit und Brandschutz in Textil- und Bekleidungsfabriken in Bangladesch.

Im Oktober vergangenen Jahres hatte das Transition Monitoring Committee (TMC) des Accord – bestehend aus Regierung, Arbeitgebervereinigung sowie am Accord beteiligte Gewerkschaften und Marken- & Handelsunternehmen – objektive Kriterien vereinbart, die für eine Übergabe des Accord an eine nationale Institution erfüllt sein müssen. Ob diese Kriterien letztlich erfüllt sind, obliegt der Entscheidung des TMC.

Lesen Sie hier das vollständige Schreiben der Bündnis-/Accordmitglieder vom 28.08.2018.

Veröffentlichung der Maßnahmenpläne 2018

Mit dem Eintritt in das Textilbündnis haben sich die Mitglieder dazu bekannt, nachweislich mehr Verantwortung für Nachhaltigkeit in der eigenen Lieferkette zu übernehmen. Auf welchem Wege sie an Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und fairen Löhnen arbeiten, ist in jährlichen Maßnahmenplänen – sogenannten Roadmaps – einzusehen. Die Erstellung eines Maßnahmenplans ist für jedes Mitglied verpflichtend. Im Folgejahr muss über die Zielerreichung berichtet werden. Ab heute stehen die bereits abgeschlossenen Maßnahmenpläne in den jeweiligen Mitgliederprofilen als PDF-Download zur Verfügung.

Die Filterfunktion „Roadmap 2018 veröffentlicht“ auf der Mitgliederübersicht der Bündniswebseite zeigt den derzeit aktuellen Stand der überprüften Maßnahmenpläne.
Sukzessive werden alle weiteren Maßnahmenpläne hier auf der Website veröffentlicht.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung des Bündnis für nachhaltige Textilien vom 13.08.2018

 

 

 

Finanzmarktakteure unterstützen europäische Koalition für eine nachhaltige Textil- und Schuhindustrie

Über 40 institutionelle Investoren aus europäischen Ländern, die zusammen mehr als 3,77 Billionen Euro verwalten, haben eine Vereinbarung zur Nachhaltigkeit in der Bekleidungs- und Schuhbranche unterzeichnet. Die Unterzeichner bekennen sich mit großem Nachdruck und explizit zur Zusammenarbeit zwischen dem niederländischen Agreement on „Sustainable Garments and Textiles“ (AGT) und dem deutschen “Bündnis für nachhaltige Textilien“. Sie unterstützen vor allem gemeinsame Berichtsstandards, mehr Transparenz in der textilen Lieferkette und harmonisierte Nachhaltigkeitsanforderungen, die an der OECD Leitlinie für unternehmerische Sorgfaltspflichten ausgerichtet sind. Die gesamte Erklärung finden Sie hier.

Dr. Jürgen Janssen im Interview mit dem EU-Parlamentsmitglied Arne Lietz

Am Rande einer Veranstaltung von HDE und Institut der Deutschen Wirtschaft in Brüssel zum Thema „How can sustainable Supply Chain Management succeed?“ sprechen Jürgen Janssen (Leiter des Sekretariats des Textilbündnisses) und Arne Lietz (Mitglied des Europäischen Parlaments) über das Textilbündnis und seine Kooperationen, u.a. mit dem niederländische „Agreement on Sustainable Garments and Textile“ (AGT) und „Action Collaboration Transformation” (ACT) sowie über die Umsetzung unternehmerischer Sorgfaltspflichten anhand der OECD Leitsätze.

 

Textilbündnis nimmt Alsico NV als erstes assoziiertes Mitglied auf

Wir freuen uns, Alsico NV als assoziiertes Mitglied im Textilbündnis zu begrüßen. Das Traditionsunternehmen fertigt hochwertige Berufsbekleidung, legt großen Wert auf ökologische Textilien und eine nachhaltige Unternehmensführung. Als Mitglied unseres holländischen Kooperationspartners, dem „Agreement on Sustainable Garments and Textile“ (AGT) hat Alsico die nötige Voraussetzung dafür, assoziiertes Mitglied des Textilbündnisses zu sein. Damit hat das Unternehmen vollen Zugang zu allen unseren Angeboten und Informationen.

Die Alsico-Unternehmensgruppe beschäftigt rund 7.000 Mitarbeiter*innen und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von mehr als 200 Millionen Euro. Die Unternehmenszentrale sitzt im belgischen Ronse, einer Kleinstadt im östlichen Flandern, nahe der französischen Grenze.

Arbeitstreffen der Bündnismitglieder in Köln

Im „Bauwerk“, einem umfunktionierten Industriebau in Köln Kalk, trafen sich am 11. und 12. Juli rund 160 Mitglieder des Textilbündnisses, um miteinander zu arbeiten. Konzentriert überlegten und diskutierten die Teilnehmenden in acht Workshops und stellten damit Weichen für die inhaltliche und strukturelle Weiterentwicklung des Textilbündnisses.

 

In der rund 50-köpfigen Gruppe „Lieferkettentransparenz“ präsentierten Mitglieder eigene Fallbeispiele. Berichte von Blockchain-Lösungen zur Weitergabe von Informationen in der Lieferkette oder von Barcodes, die Informationen zur Herkunft eines Produktes direkt auf das Smartphone liefern, zeigten die Möglichkeiten digitaler Innovationen.

Als Jahresthema 2018 wurden auch „Existenzsichernde Löhne“ in einem Workshop aufgegriffen. In einem Fachvortrag wurde dargestellt, wie die Herausforderung, flächendeckend höhere Löhne zu erreichen, in ersten Schritten angegangen werden kann. Die Teilnehmenden diskutierten außerdem, wie das Bündnis verstärkt mit anderen Initiativen zusammenarbeiten kann, um Synergien zu nutzen.

Mehr als 40 Bündnismitglieder beschäftigten sich unter dem Titel „Chemiefasern“ mit Regeneratfasern, synthetischen Chemiefasern und biobasierten Kunststoffe. Dabei wurden Herausforderungen für den Einsatz von sozial und ökologisch verträglicheren Chemiefasern identifiziert. Währenddessen standen im Mittelpunkt des Workshops „Chemikalien- und Umweltmanagement“ relevante Instrumente und praktikable Zielsetzungen, besonders für die tiefere Lieferkette.

Um das Thema „Korruptionsprävention“ zukünftig noch stärker zu berücksichtigen, erarbeitete die zuständige Expertengruppe einen Vorschlag zur Integration des Themas in das Frageraster des Bündnisses. Auch im Workshop zu „Wirkungsmessung“ ging es um Indikatoren. Hier tauschten sich die Mitglieder darüber aus, wie die Wirkungen unserer Aktivitäten vor Ort gemessen werden können. Ein konkreter Vorschlag für die Themen „existenzsichernde Löhne“ und „Chemikalien- und Umweltmanagement“ soll noch in diesem Jahr erarbeitet werden.

Eher strukturelle Fragen trieben die Teilnehmenden der Workshops „Internationalisierung“ und „Kommunikation“ um: Wie kann sich das Bündnis in Zukunft stärker international ausrichten und welche Argumente überzeugen am meisten, um neue Mitglieder für das Textilbündnis zu gewinnen?