Bündnis für nachhaltige Textilien

Neues aus Tamil Nadu: Video und Website

Aktuelles
05.07.2019

Neues aus Tamil Nadu: Video und Website

Wie sieht die Arbeit von Bündnisinitiativen eigentlich aus? Mit wem arbeiten wir vor Ort zusammen? In 3:30 Minuten liefert ein neues Video Einblicke und Eindrücke der Arbeit in Tamil Nadu 

Die Bündnisinitiative hat zum Ziel, die Arbeitsbedingungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie im südindischen Tamil Nadu systemisch zu verbessern. Insbesondere die Situation von Frauen und Mädchen in Spinnereien soll sozialverträglicher werden. 

Es herrscht meist geringe Transparenz und es ergeben sich oft große Herausforderungen im Hinblick auf Sozialstandards und Arbeitsbedingungen: Ausbeutung über Pauschalverträge, Löhne unterhalb des offiziellen Mindestlohns, exzessive Überstunden, Unterdrückung von Gewerkschaften, mangelnde Vereinigungsfreiheit und geschlechtsspezifische Gewalt 

All das stellt für die Mitarbeiter*innen vor Ort eine Gefahr dar. Deswegen sollen in 300 Fabriken umfangreiche Trainingsprogramme durchgeführt werden. Im Zuge derer werden, neben dem Informieren von Management und Arbeiter*innen über Beschwerdemechanismen, Arbeitsrechte und -standards insbesondere gesetzlich vorgeschriebene Beschwerde- und Schlichtungsgremien in den Fabriken errichtet und besetzt. 

Im Video kommt mit Visalini S. eine von über 150 Trainer*innen zu Wort: “Meine Aufgabe ist es, mit den Spinnereimitarbeiter*innen zu sprechen und sie über ihre Rechte und Pflichten zu informieren und welche Anreize sie bekommen müssen, um in einem korrekten und organisierten Arbeitsverhältnis zu stehen.“ 

Darüber hinaus sprechen Vertreter*innen der lokalen Umsetzungsorganisation Multi-Stakeholder-Initiative Tamil Nadu (MSI-TN) über ihre Ziele und Aktivitäten. 

Im offenen Dialog tauschen sich lokale Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und weitere Stakeholder darüber aus, wie sie gemeinsam positive Entwicklungen anstoßen können. Neben den kürzlich gestarteten Dialogforen auf Distrikt- und Bundesstaat-Ebene (siehe Beitrag von Ende März) diente auch die erste Jahreskonferenz im März dem lösungsorientierten Austausch. Mit einer Delegation war auch das Textilbündnis bei der Konferenz dabei.

Detailliertere Informationen auf der neuen Website

Die Multi-Stakeholder-Initiative Tamil Nadu (MSI-TN) präsentierte kürzlich ihre überarbeitete Website, auf der nun detailliertere Informationen zu finden sind. So lässt sich etwa anhand einer Liste nachvollziehen, in welchen Fabriken Trainings durchgeführt werden. Darüber hinaus informiert die MSI-TN über die Dialogforen auf Distriktebene und stellt Trainingsmaterialien (auf Tamil) zur Verfügung. Der Newsletter der MSI-TN gibt regelmäßig Updates zu den Aktivitäten und Projekten vor Ort. Interesse geweckt? Hier geht es zur Website.  

Die MSI-TN ist neben der Nichtregierungsorganisation SAVE (Social Awareness and Voluntary Education) eine der Haupt-Implementierungspartnerinnen unserer Bündnisinitiative Tamil Nadu in Südindien. Weitere Partner der Bündnisinitiative sind FEMNET e.V., das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), HUGO BOSS, KiK, OTTO GROUP und Tchibo sowie die assoziierten Partner Brands Fashion und Transfair e.V.  

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Zehn Nachhaltigkeitsziele auf der Agenda

Aktuelles
17.06.2019

Zehn Nachhaltigkeitsziele auf der Agenda

Der Beitrag des Textilbündnisses zu den SDG

2015 beschlossen die Vereinten Nationen 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG). Sie berücksichtigen erstmals gleichermaßen alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Soziales, Umwelt und Wirtschaft. Von Armutsbekämpfung über Klimaschutz und Gesundheitsvorsorge bis zu übergreifender Kooperation decken die SDG sämtliche Lebens- und Arbeitskontexte ab. Regierungen, Wirtschaftsunternehmen und Zivilgesellschaft sollen sich dafür einsetzen, Armut zu beseitigen und allen Menschen ein würdevolles und chancenreiches Leben zu ermöglichen. Angestrebt wird eine Umsetzung bis 2030, daher die Bezeichnung „Agenda 2030“.

Auch die Aktivitäten des Bündnisses für nachhaltige Textilien zahlen auf zehn der 17 SDG ein. Sie greifen an vielen Stellen der globalen Textil-Wertschöpfungskette. Das Bündnis setzt sich etwa dafür ein, dass Arbeiter*innen existenzsichernde Löhne erhalten und dass damit Armut verringert wird. Weniger giftige Chemikalien beim Bleichen oder Färben von Stoffen kommen der Gesundheit der Arbeiter*innen in Textilfabriken zugute und schützen die umliegenden Flüsse und Böden. In den Roadmaps bekennen sich die Mitglieder des Textilbündnisses jährlich zu ihrer unternehmerischen Verantwortung und zu verbindlichen Bündniszielen. Individuell und gemeinsam leisten sie so einen Beitrag zur Agenda 2030. Wie das genau aussieht, zeigt das SDG-Mapping.

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Erste Dialogforen in Tamil Nadu (Indien)

Aktuelles
27.05.2019

Erste Dialogforen in Tamil Nadu (Indien)

Konferenz gibt Startschuss für Dialogforen

Die Multi-Stakeholder-Initiative Tamil Nadu (MSI-TN) hat ein klares Ziel: Verbesserungen für die Arbeiter*innen in der Textilindustrie Südindiens zu erreichen. Um gemeinsam Lösungen zu finden, werden nun Dialogforen durchgeführt. Die Jahreskonferenz in Coimbatore im März gab den Startschuss für das neue Austauschformat. Bis Februar 2020 sind 36 Treffen auf Distriktebene und sechs weitere auf Bundesstaat-Ebene geplant.

Die Koordinatorin des Dialogprozesses, Rohini Chandrasekaran, ist hoffnungsvoll: „Eine glücklichere und gesündere Belegschaft, die für die Textilindustrie in Tamil Nadu arbeitet – das ist, was ich mir von den nächsten zehn Jahren erhoffe.“

Seit Projektstart im Sommer 2018 unterstützt die Bündnisinitiative Tamil Nadu die in Indien ansässige MSI-TN dabei, Dialogforen auf Bundesstaat-Ebene und in den vier Distrikten Tirupur, Coimbatore, Erode und Dindigul aufzubauen und durchzuführen. Regelmäßig kommen dabei zahlreiche relevante Stakeholder der Textilindustrie zusammen. Gemeinsam diskutieren sie, wie sich die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie systemisch verbessern lassen. Bei den bisherigen Treffen befassten sich die Teilnehmenden etwa mit den Rechten von Frauen am Arbeitsplatz oder mit Sozialleistungen.

Anfang März machte sich eine Delegation des Textilbündnisses auf den Weg in das rund 7.500 km entfernte Tamil Nadu in Südindien. Vor Ort tauschte sie sich persönlich mit den Umsetzungspartner*innen und Stakeholdern aus. Mit dabei waren Vertreter*innen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), von Brands Fashion, FEMNET und HUGO BOSS, begleitet vom Bündnissekretariat.

Hauptanlass der Reise war die erste Jahreskonferenz der MSI-TN in Coimbatore. Dort trafen sich Vertreter*innen von Regierung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, um die Bedingungen in der Textil-Lieferkette in Tamil Nadu zu verbessern und zukünftig in den Dialogforen zusammenzuarbeiten.

Im Gespräch mit den Partnern vor Ort wurden auch Interviews geführt und O-Töne eingefangen. Während das finale Video noch geschnitten wird, können Sie hier bereits vorab einen Eindruck der Arbeit der Bündnisinitiative und der Umsetzungspartner*innen bekommen.

Der Dialogprozess ist ein Modul der Bündnisinitiative, mehr Informationen über die Aktivitäten und Module sind im Factsheet zu finden.

Partner der BI Tamil Nadu sind:

Assoziierte Partner:

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Organic Cotton Guide veröffentlicht

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Bio-Baumwolle – Statements einiger unserer Mitglieder:

Statements Bio-Baumwolle (www.textilbuendnis.com/bio-baumwolle/)

Neu erschienen: Der CottonUP Guide auf Deutsch

Aktuelles
14.02.2019

Neu erschienen: Der CottonUP Guide auf Deutsch

 

Das Bündnis für nachhaltige Textilien und Cotton 2040 haben die deutsche Version des CottonUP Guides veröffentlicht, um Mitglieder beim Erreichen des Bündnisziels von 35 Prozent nachhaltiger Baumwolle (inkl. 10 Prozent Bio-Baumwolle) bis 2020 zu unterstützen.

Der CottonUP Guide – ein Leitfaden für die Beschaffung nachhaltiger Baumwolle – will Entscheider und Beschaffungsteams praxisnah informieren, wie sie mehr nachhaltige Baumwolle einsetzen können und warum dies unternehmerisch sinnvoll ist. Der CottonUp-Leitfaden ist Bestandteil von Cotton 2040, einer Multi-Stakeholder-Initiative, die sich das Ziel gesetzt hat, den Anteil an nachhaltiger Baumwolle weltweit zu steigern.

Der Leitfaden bietet auch Hilfestellung bei der Ausarbeitung einer Beschaffungsstrategie und der Kontaktaufnahme mit Lieferanten. Case Studies dokumentieren die Arbeit von Unternehmen, die Nachhaltigkeit bereits in ihre Beschaffung integriert haben.

Cotton 2040, unterstützt durch das Forum for the Future und die C&A Foundation, bringt führende Unternehmen wie M&S, Target und Aditya Birla Fashion Retail Ltd; Industriestandards wie Better Cotton Initiative und Cotton made in Africa (CmiA), Bio-Standards (repräsentiert durch Textile Exchange), Fairtrade, Initiativen wie CottonConnect, IDH – sustainable trade initiative, Cotton Australia, Proudly made in Africa und Organic Cotton Accelerator, sowie das Centre for Sustainable Fashion am London College of Fashion zusammen.

Speziell zur Beschaffung von Bio-Baumwolle finden Sie ergänzende Informationen im How to go organic Einkaufsleitfaden Bio-Baumwolle für Unternehmen.

 

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Weltfrauentag. Engagement für die Arbeiterinnen in Südindien

Aktuelles
08.03.2019

Weltfrauentag. Engagement für die Arbeiterinnen in Südindien

Rund um den heutigen Weltfrauentag ist eine Delegation der Bündnisinitiative Tamil Nadu im gleichnamigen südindischen Bundesstaat. Vor Ort tritt sie gemeinsam mit den Umsetzungspartnern sowie im Dialog mit Vertreter*innen aller Akteursgruppen der lokalen Textilindustrie für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen ein.

Seit rund einem dreiviertel Jahr engagieren sich folgende Mitglieder des Bündnisses für nachhaltige Textilien in der Bündnisinitiative: HUGO BOSS, KiK, OTTO GROUP, Tchibo, FEMNET, das BMZ, Transfair und Brands Fashion.

Ungefähr 80% der Beschäftigten in den Spinnereien Tamil Nadus sind Frauen. Häufig erhalten sie Löhne unterhalb des offiziellen Mindestlohns, leisten umfangreiche Überstunden oder sind sexueller Belästigung ausgesetzt. Zudem werden die Bildung von Gewerkschaften sowie die Vereinigungsfreiheit unterdrückt.

Mary Vijakula vom lokalen Umsetzungspartner SAVE misst der Arbeit der Bündnisinitiative eine hohe Bedeutung bei. Denn häufig könnten junge Frauen ihre Rechte nicht offen einfordern: „Es ist ein großer Fortschritt, dass die Initiative des Bündnisses für nachhaltige Textilien die jungen Frauen in den Fabriken direkt mit einbezieht, indem ein geeigneter Beschwerde- und Schlichtungsmechanismus eingerichtet wird.“ (Das vollständige Interview mit Mary Vijakula finden Sie hier.)

Das wurde bisher erreicht: Mit 61 Spinnereien wurden schriftliche Vereinbarungen über durchzuführende Trainings vereinbart. Durch Trainings wurden bereits 3.500 Arbeiter*innen über ihre Rechte informiert. Im Zusammenspiel mit dem Management der Fabriken werden nach Abschluss der Trainings Beschwerdekomitees etabliert, die auch fortan in ihrer Gremienarbeit begleitet werden.

Und so geht es weiter: Bis Ende Februar 2020 sollen Trainingsprogramme in bis zu 300 Fabriken durchgeführt werden. Darüber hinaus soll der Dialog zwischen den lokalen Akteuren durch den Ausbau der Multi-Stakeholder-Initiative Tamil Nadu (MSI-TN) weiter gestärkt werden – auch mittels des direkten Austauschs mit Mitgliedern aus dem Bündnis.

Die ersten Etappenziele auf dem Weg zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen sind also geschafft. Dennoch bleibt im kommenden Jahr viel zu tun, um die ambitionierten Ziele der Initiative zu erreichen.

Weitere Informationen zur Bündnisinitiative finden Sie hier.

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Mensch und Umwelt vor schädlichen Chemikalien schützen – Kurzvideos

Aktuelles

Mensch und Umwelt vor schädlichen Chemikalien schützen – Kurzvideos

BICUM

In der globalen Textilproduktion werden häufig Chemikalien eingesetzt, die Risiken für die Arbeiter*innen, die Umwelt und die Textilkonsument*innen mit sich bringen. Große Wassermengen werden vor allem beim Färben, Drucken und Veredeln von Textilien benötigt und dabei mit Chemikalien verunreinigt. Das Abwasser solcher Nassprozesse wird oft ohne Aufbereitung in das Oberflächenwasser geleitet und gelangt so in die Umwelt, vor allem in Böden und Gewässer.

Die Bündnisinitiative Chemikalien- und Umweltmanagement (BICUM) zielt auf die Einführung eines nachhaltigen und innovativen Chemikalien- und Umweltmanagements in den Produktionsstätten ab. Schädliche Chemikalien in Nassprozessen sollen durch unbedenkliche Chemikalien ersetzt werden. So werden der Arbeitsschutz verbessert und die Umwelt geschützt.

Mitglieder der Bündnisinitiative haben Kurzvideos zu dem Thema Chemikalienmanagement in der Textilproduktion erstellt. Die Videos führen in die Problematik ein und sensibilisieren für das Thema Chemikalienmanagement. Sie vermitteln Grundwissen zum Umgang mit Chemikalien und informieren über sicheres Chemikalienmanagement.

Die Videos sind nur in englischer Sprache verfügbar.

Video 1: Chemikalien in der Textilindustriproduktion

Video 2: Eingeschränkte bzw. verbotene Substanzen vermeiden

Video 3: Sicheres Chemikalienmanagement in Ihrer Produktion

Ein herzliches Dankeschön an die Unterstützung durch: Aldi Nord, Aldi Süd, BMZ, BSI, CITA, Deuter, KiK, OekoText, Orsay, Otto Group, Rewe Group, Takko, Tchibo und ZDHC.

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Gemeinsame Erklärung der Accord-Mitglieder im Bündnis für nachhaltige Textilien

Aktuelles
02.04.2019

Gemeinsame Erklärung der Accord-Mitglieder im Bündnis für nachhaltige Textilien

Bangladesch Textil

Als Mitglieder des Textilbündnisses und des Accords fordern wir die Regierung in Bangladesch erneut dazu auf, die bestehenden Vereinbarungen zur Übergabe des Bangladesch Accord einzuhalten und bekräftigen hiermit die Forderungen, die bereits in einem Schreiben an die Regierung im August 2018 deutlich gemacht wurden.

Unser vollständiges Schreiben vom 28.08.2018 finden Sie hier.

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Neuer Leitfaden zu Schurwolle erschienen

Aktuelles
10.04.2019

Neuer Leitfaden zu Schurwolle erschienen

5-Freedoms

Glückliche Schafe = gute Wolle? Ganz so einfach ist die Gleichung nicht. Der neue Leitfaden erklärt, was bei der Produktion und Beschaffung von Schurwolle wichtig ist – von Tierschutz über Fliegenbekämpfung bis hin zu unternehmerischer Sorgfalt.

Die „Fünf Freiheiten“ legen weltweit die Grundanforderungen an den Tierschutz fest. Speziell für die Schafhaltung bedeutet das unter anderem, dass die Tiere frei grasen können, dass sie vor Gefahren und Krankheiten geschützt und bei Schur oder Transport Verletzungen vermieden werden.

Als Maßnahme gegen Fliegenbefall entwickelte John H.W. Mules ein chirurgisches Verfahren (Mulesing), bei dem Schafen Haut rund um den Schwanz entfernt wird. Dies verursacht jedoch schmerzhafte Wunden und damit weitere Krankheitsherde. Das Bündnis für nachhaltige Textilien spricht sich klar gegen Mulesing aus. Der Leitfaden stellt Alternativen und Verbesserungsmöglichkeiten vor.

Auch bei der Beschaffung von Schurwolle sind Unternehmen verpflichtet, bestimmte Sorgfaltspflichten einzuhalten. So müssen Risiken im Zusammenhang mit Schafhaltung und Wollproduktion zunächst identifiziert und bewertet werden. Anschließend gilt es, diese Risiken durch geeignete Maßnahmen zu mindern. Dabei sind transparente Materialflüsse entscheidend.

Den Leitfaden finden Sie hier.

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Textilbündnis trifft sich zum gemeinsamen Arbeiten und Lernen

Aktuelles
15.04.2019

Textilbündnis trifft sich zum gemeinsamen Arbeiten und Lernen

Post-AT1

Über 100 Mitglieder des Textilbündnisses trafen sich am 11. April in Köln zum Arbeitstreffen des Textilbündnisses. In 14 Break-Out Sessions wurden laufende und neue Projekte im Bündnis diskutiert. Im Zentrum standen die Projekte zu existenzsichernden Löhnen und Beschwerdemechanismen sowie zur Anwendung von Block-Chain Technologien in der Lieferkette. Weitere Themen waren die Förderung von Biobaumwolle, nachhaltige Chemiefasern, Chemikalien- und Umweltmanagement sowie Abwasserstandards, die Bekämpfung von Kinderarbeit und Ansätze zur Reduktion von Klimagasen in der Textilindustrie. Damit wurde beim Arbeitstreffen fast das gesamte Themenspektrum im Bündnis mit dem Ziel bearbeitet, sowohl individuell als auch gemeinsam im Rahmen von Bündnisinitiativen echte Verbesserungen in Textil-Lieferketten zu erreichen.

Das nächste Arbeitstreffen findet am 18. September 2019 in Hamburg statt.

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