WER WIR SIND

Das Bündnis: Entstehung und Ziele

Das Bündnis für nachhaltige Textilien ist eine Multistakeholder-Initiative mit rund 150 Mitgliedern aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Sie wollen gemeinsam die Bedingungen in der weltweiten Textilproduktion verbessern – von der Rohstoffproduktion bis zur Entsorgung. Das Textilbündnis wurde im Oktober 2014 als Antwort auf tödliche Unfälle in Textilfabriken in Bangladesch und Pakistan gegründet. Initiator war Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller. Die Mitglieder des Textilbündnisses decken heute rund die Hälfte des deutschen Textilmarktes ab, bis Ende 2018 sollen es 75 Prozent werden.

Die Mitglieder bringen ihre Kompetenzen vor dem Hintergrund ihrer eigenen fachlichen Schwerpunkte und organisationseigenen Ziele in Arbeitsgruppen oder konkrete Maßnahmen zu ausgewählten Lieferstufen ein. Auch beim Erreichen der Ziele werden die individuellen Möglichkeiten der Mitglieder berücksichtigt – dadurch soll auch die Einbindung von kleinen und mittleren Unternehmen der Textilbranche ermöglicht werden. Im sogenannten Review-Prozess prüft jedes Mitglied jährlich den eigenen Status, setzt sich Ziele gemäß den Bündnisanforderungen und berichtet über die individuellen Erfolge. Ein gemeinsamer Fortschrittsbericht aller Mitglieder zeigt zudem auf, was das Bündnis gesamthaft erreicht hat.

Neben den stetigen, breiten Fortschritten auf der Prozess- und Zieleebene der Mitgliedsorganisationen, gibt es auf ausgewählte Produktionsländer fokussierte Bündnisinitiativen.

Festgehalten wurden die Ziele, Maßnahmen und der Rahmen der Zusammenarbeit in einem gemeinsam erarbeiteten Aktionsplan. Parallel zur Bündnisgründung wurde zunächst der Aktionsplan 1.0 entworfen. Auf dieser Grundlage wurde in den folgenden Jahren der aktuelle Aktionsplan 2.0 weiterentwickelt, der bis heute Gültigkeit besitzt.

Dr. Johannes Merck, Otto GmbH & Co. KG, (C) Otto Pressebild

Dr. Johannes Merck, Otto GmbH & Co. KG

„Die größte Chance des Textilbündnisses besteht darin, dass wir gemeinsam Dinge voranbringen, die jeder für sich alleine nicht voranbringen kann.“

 

Claudia Kersten, GOTS, (C) Otto Kersten

Claudia Kersten, GOTS

“Jedes Unternehmen, das hier nachhaltige Produkte ordert, übt einen Pull-Effekt auf seine gesamte Lieferkette aus. Aber das gibt es nicht zum Nulltarif. Im Textilbündnis haben wir gemeinsam die Chance den wirklich großen Hebel anzusetzen.“

Frank Zach, DGB-Bundesvorstand, Abteilung Internationale und Europäische Gewerkschaftspolitik, (C) Ralf Steinle

Frank Zach, DGB-Bundesvorstand, Abteilung Internationale und Europäische Gewerkschaftspolitik

„Mit dem Bündnis soll ernsthaft Transparenz in die textile Kette kommen und Themen wie existenzsichernde Löhne oder Mitbestimmung können endlich auf breiter Basis angepackt werden.“

Daniel Hopp, Hopp KG, (C) Daniel Hopp

Daniel Hopp, Hopp KG

„Ich bin davon überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Auf sich allein gestellt kann niemand die Produktionsbedingungen in den Lieferländern nachhaltig verbessern. Aber gemeinsam werden wir in der Lage sein, kontinuierliche Verbesserungen zu erreichen und auch immer ambitioniertere Zielsetzungen anzugehen.“