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Mitglieder

Transparency International Deutschland e.V.

Webseite:
www.transparency.de

Mitglied seit
2014/10

Unternehmenssitz:
Alte Schönhauser Str. 44, 10119 Berlin

Anzahl Mitarbeiter*innen:
10

Selbstdarstellung

Transparency International Deutschland e.V. wurde 1993 gegründet und ist das nationale Chapter der Nichtregierungsorganisation Transparency International, die mittlerweile in über 100 Ländern aktiv ist. Als gemeinnützige und politisch unabhängige Organisation widmen wir uns der Bekämpfung der Korruption in Deutschland und der Sensibilisierung des öffentlichen Bewusstseins für die negativen Folgen von Korruption.
Unsere Grundprinzipien sind Integrität, Verantwortlichkeit, Transparenz und Partizipation der Zivilgesellschaft. Als »Koalition gegen Korruption« sind Partnerschaften mit Akteuren aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ein zentrales Element unserer Arbeit. Ob Bestechung und Bestechlichkeit im nationalen oder internationalen Geschäftsverkehr, ob Käuflichkeit in der Politik oder der Versuch, bei Vergabeverfahren unlautere Vorteile zu erlangen: Alle gesellschaftlichen Bereiche können strukturelle Einfallstore bieten, die Korruption befördern. Dabei zeigt sich: Korruption verursacht nicht nur materielle Schäden, sondern untergräbt das Fundament einer demokratischen Gesellschaft.


 

CSR-Profil

Transparency definiert Korruption als Missbrauch anvertrauter Macht zum privaten Nutzen oder Vorteil. Durch Korruption entstehen hohe volkswirtschaftliche Schäden. Marktmechanismen werden außer Kraft gesetzt und die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Wirtschaft leiden. Der soziale Zusammenhalt ganzer Gesellschaften wird gefährdet. Auch Menschenrechte und ökologische Standards können durch Korruption verletzt oder umgangen werden. Am Korruptionswahrnehmungsindex lässt sich ein enger Zusammenhang ablesen: Länder mit einem schlechten Korruptionsranking weisen meist auch ein hohes Risiko für Menschenrechtsverletzungen auf. Transparency ist Teilnehmer des Deutschen Global Compact Netzwerk und fühlt sich den 10 Prinzipien für verantwortungsvolle Unternehmensführung verpflichtet.


 

Mitgliedschaften

UN Global Compact/Deutsches Global Compact Netzwerk (DGCN), Weitere

 

 

Berichte

Review-Prozess 2021

Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften, Standardorganisationen und Verbände kommen im Review-Prozess einer angepassten Berichtspflicht nach und beantworten diese drei Leitfragen:

Wie hat sich Ihre Organisation im Berichtszeitraum in das Textilbündnis eingebracht (finanziell, personell oder in Form von Wissen)?

Die Anti-Korruptionsorganisation Transparency Deutschland e.V. ist Gründungsmitglied des Textilbündnisses und setzt sich von Anfang an für wirksame Korruptionsprävention in der gesamten Textillieferkette ein. Dies geschah auf verschiedenen Ebenen:  Mitwirkung bei der Erstellung unterstützender Materialien zur Korruptionsprävention, Entwicklung und Begleitung des Prozesses zur verbindlichen Umsetzung von Korruptionsprävention im Reviewprozess als Mitglied der Expertengruppe Korruptionsprävention. Nach Auflösung der Expertengruppe begleiteten wir die ausreichende Berücksichtigung in den Kernbereichen. Dazu nahmen wir ausnahmslos an den Arbeitstreffen des BnT teil.

Wir nutzten regelmäßig die Bündnisplattform, um neue Studien und Nachrichten zum Thema Korruption den Bündnismitgliedern zur Verfügung zu stellen, so beispielsweise den jährlich erscheinenden Korruptionswahrnehmungsindex. In 2020 haben wir auf die besondere Korruptionsgefährdung in Notstandssituationen hingewiesen.

 Auf der OECD-Ebene beteiligten wir uns an der Kommentierung des Alignment-Prozesses und nahmen am Alignment-Prozess des BnT teil.   Am OECD-Forum Garment and Footwear 2019 nahmen wir als aktiver Partner teil, in 2020 virtuelle Teilnahme.

Wir sind aktives Mitglied der Stakeholder-Gruppe NRO und unterstützten durch kontinuierliche Zusammenarbeit die effektive und glaubwürdige Umsetzung sozialer und ökologischer Ziele. Wir haben uns an der Finanzierung beteiligt und werden dies auch weiterhin tun.

Mit welchen Maßnahmen hat Ihre Organisation im Berichtszeitraum zur Erreichung der Bündnisziele beigetragen?

Auf Antrag von Transparency wurde das Bündnissekretariat verpflichtet, auch auf Bündnisinitiativen den Due Diligence-Ansatz der OECD anzuwenden. Es muss ein Vorab-Scan der Korruptionsrisiken vorgenommen werden und ggf. Antikorruptionsmaßnahmen eingeplant werden. Bei den Projektplänen aller entstehenden Bündnisinitiativen haben wir beraten oder konkrete Vorschläge zur Berücksichtigung von Korruptionsprävention gemacht, beispielsweise für die BIs Impactmessung und Beschwerdemechanismen. Sie wurden nicht aufgenommen, obwohl umfassende Hinweisgebersysteme und die Messung der Wirkung der eingesetzten Methoden und Mittel Schlüsselbereiche für die Überprüfung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen sind.

Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung zu nachhaltiger Textilproduktion war ein bedeutender Teil unserer Arbeit. Es gab eine Vielzahl Meldungen auf der TI-Website und Social Media-Kanälen. Unsere Regional- und Fachgruppen führten Präsenz- und virtuelle Veranstaltungen durch. Zielgruppen waren die interessierte Öffentlichkeit, Studierende und Fachpublikum aus der Wirtschaft. So führte beispielsweise die Regionalgruppe Hamburg u.a. Veranstaltungen mit der School for Business Administration, dem Frauenring, der Neuen Gesellschaft und der Handelskammer durch.

Faire Wettbewerbsbedingungen kann es nur geben, wenn für alle Marktakteure dieselben Rahmenbedingungen gelten. Deshalb haben wir uns auch auf europäischer Ebene durch Teilnahme an Konsultation der EU-Kommission über Corporate Social Responsbility beteiligt und gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen – in Einklang mit den OECD Leitlinien für transnationale Unternehmen – für die explizite Aufnahme von Korruptionsprävention in die Sorgfaltspflichten in globalen Lieferketten eingesetzt. 

Welche Maßnahmen zur Erreichung der Bündnisziele nehmen Sie sich im kommenden Berichtszeitraum vor?
  1. In der zweiten Jahreshälfte 2021 werden die Ergebnisse des neu strukturierten Reviewprozesses vorliegen. Wir planen, die Ergebnisse hinsichtlich der Umsetzung von Maßnahmen zur Korruptionsprävention in der eigenen Organisation und Vertragspartnern im ersten Tier zu analysieren und kritisch zu bewerten. Wir hoffen, daraus Erkenntnisse für Verbesserungen und Anpassungen abzuleiten
  2. Bei der Durchführung der BIs werden wir weiterhin unsere Expertise zu Korruptionsprävention einbringen und unterstützend beraten.
  3. Neuere Erkenntnisse , Studien und Methoden zum Thema Korruption und Integrität werden wir weiterhin auf der Bündnis-Plattform teilen.