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Start des Living Wage Lab

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23.09.2021

Zusammen zu existenzsichernden Löhnen: Start des Living Wage Lab

Mit dem Living Wage Lab ist die Bündnisinitiative (BI) Existenzsichernde Löhne in eine neue Phase gestartet. Das Ziel des Living Wage Labs es ist, Bündnismitglieder bei der Entwicklung und Umsetzung individueller Strategien zu existenzsichernden Löhnen zu unterstützen und gemeinsam mit Lieferanten skalierbare Lösungen zu entwickeln.

Am Living Wage Lab beteiligen sich 17 Bündnismitglieder, darunter Vertreter*innen von Unternehmen und Gewerkschaften, der Zivilgesellschaft und der Bundesregierung. Sie wollen einerseits Erfahrungen austauschen, was sie bereits zur Steigerung der Löhne unternommen haben und was sie in Zukunft planen. Andererseits möchten sie voneinander lernen, wie sie Pilotprojekte zur Lohnsteigerung mit Lieferanten umsetzen und die Transparenz und ihre Einkaufspraktiken im Unternehmen verbessern können. In der ersten Phase der Bündnisinitiative Existenzsichernde Löhne lag der Fokus darauf, Einkaufspraktiken zu verbessern sowie auf Trainings und Capacity Building für Zulieferer zum Thema Open Costing.

Virtuelle Aufaktveranstaltung

An der virtuellen Auftaktveranstaltung des Living Wage Labs am 14. September 2021 nahmen rund 25 Vertreter*innen der BI teil. Kristin Apffelstaedt vom Bündnissekretariat (BS) gab einen Überblick über das Memorandum of Understanding (MoU) und die darin enthaltenen Vereinbarungen. Das Thrive Collaborative, eine Beratungsorganisation mit menschenrechtlicher Expertise und sektorspezifischer Praxiserfahrung entlang der Textillieferkette, stellte eine „Roadmap to Living Wages“ vor, mithilfe derer Unternehmen Schritt für Schritt existenzsichernde Löhne realisieren können.

Anhand von Fallstudien gaben zwei Unternehmen Einblicke in die praktische Umsetzung. Das Schweizer Unternehmens Coop beschrieb seinen Weg und Herausforderungen hin zu existenzsichernden Löhnen. Coop ging auch auf das Thema Transparenz ein und schilderte, wie es verschiedene Abteilungen im Unternehmen involviert und sich mit seinen Lieferanten ausgetauscht hat. Anschließend teilte das niederländische Jeans-Label Kings Of Indigo seine Lernerfahrungen mit den anderen Bündnismitgliedern. So holte Kings of Indigo beispielsweise andere Marken, die bei dem gleichen Produzenten herstellen lassen, mit ins Boot, um gemeinsam mehr bewegen zu können. Die Fallstudien zeigten, dass beide Unternehmen über eine offene Kostenkalkulation mit den Lieferanten, Transparenz über und Absicherung von gesteigerten Lohnkosten anstreben.

Das nächste Treffen des Living Wage Lab ist für den 26. Oktober vorgesehen.

Nützliche Infos und Links
Diese Bündnismitglieder haben das MoU unterzeichnet und beteiligen sich am Living Wage Lab
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