Soziales Forum der spanischen Modeindustrie

Am 12. April 2018 wurde im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in Madrid das „Soziale Forum der Modeindustrie Spaniens“ vorgestellt. Es handelt sich um eine Multi-Stakeholder-Initiative unter Beteiligung spanischer Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen, Verbraucherschutzorganisationen, Universitäten, Unternehmen (u.a. Inditex, El Corte Inglés, Mango) sowie Wirtschaftsverbänden.

Zielsetzung der Initiative ist es, zur sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit in der Modeindustrie (Bekleidung, Schuhe, Accessoires) beizutragen. Die Initiative bezieht sich auf die einschlägigen internationalen Normen und Referenzdokumente, die auch Grundlage der Arbeit des Textilbündnisses sind (u.a. ILO-Kernarbeitsnormen, UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, OECD Due Diligence Guidance for Responsible Supply Chains in the Garment and Footwear Sector). Es wird auch explizit auf die Arbeit des Textilbündnisses Bezug genommen.

Die spanische Initiative hat drei prioritäre Themenbereiche identifiziert:

  • Lieferketten: mehr Transparenz und bessere Rückverfolgbarkeit von Produkten
  • Nachhaltiger Konsum: Kampagnen zur Aufklärung aller Beteiligten
  • Steuern: faire Besteuerung von Unternehmen mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen (z.B. Online-Handel)

Die Initiative soll als Forum zum Austausch von Erfahrungen und Best Practices dienen und steht für weitere Akteure der spanischen Modeindustrie aus dem öffentlichen und privaten Sektor offen. Im Rahmen eines konstruktiven Dialogs zwischen den Mitgliedern soll ein Zeitplan zur Verfolgung der gesetzten Ziele entwickelt werden. Als Bündnissekretariat stehen wir bereits im Austausch mit der spanischen Initiative, um Kooperationsmöglichkeiten mit dem Textilbündnis zu sondieren.

Für Rückfragen wenden Sie sich gerne an andreas.edele@giz.de