Das Bündnis
Wir sind auf dem Weg. Weltweit besser werden.

Portrait Textilbündnis

Das Bündnis für nachhaltige Textilien ist angetreten, um die sozialen und ökologischen Bedingungen in der weltweiten Textilproduktion zu verbessern.

Das Textilbündnis wurde im Oktober 2014 als Reaktion auf tödliche Unfälle in Textilfabriken in Bangladesch und Pakistan von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller gegründet. Die Multi-Akteurs-Partnerschaft setzt sich aus Mitgliedern der Wirtschaft (Unternehmen und Verbände), Nichtregierungsorganisationen (NRO), Gewerkschaften, Standardorganisationen und der Bundesregierung zusammen. Das Bündnis hat sich zum Ziel gesetzt, die Bedingungen in der weltweiten Textilproduktion zu verbessern – von der Rohstoffproduktion bis zur Entsorgung. Dies geschieht durch gemeinsame Projekte vor Ort sowie die Wahrnehmung der individuellen Verantwortung eines jeden Mitglieds und umfasst vielfältige Handlungsfelder und Themen.

Was leitet uns?

Das Textilbündnis richtet seine Arbeit an internationalen Vereinbarungen und Leitlinien aus, die die Prinzipien sozialer, ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit definieren und den Rahmen für unternehmerische Verantwortung setzen.

Die sozialen und menschenrechtlichen Bündnisziele orientieren sich insbesondere an den ILO-Übereinkommen sowie an den UN-Prinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen. Auch die Ziele im Bereich Umwelt und Klima sowie für die nachhaltige Naturfaserproduktion sind an internationale Standards angelehnt. Bei der Umsetzung der Ziele orientiert sich das Bündnis stark an den Empfehlungen der OECD zur Umsetzung unternehmerischer Sorgfaltspflichten (Due Diligence) in der Bekleidungs- und Schuhbranche.

Wie arbeiten wir?

Die Bündnismitglieder sind auf dem Weg zu substanziellen Verbesserungen entlang globaler Textil-Lieferketten; durch individuelle Verantwortung, gemeinsames Engagement vor Ort und gegenseitige Unterstützung. Um dabei mehr Breitenwirkung zu erzielen und Synergien zu nutzen, kooperiert das Bündnis mit den relevanten Organisationen und Initiativen.

In wechselnden Projektgruppen erarbeiten Mitglieder und Expert*innen gemeinsam Ansätze für die Umsetzung von Themen wie existenzsichernden Löhnen, Umgang mit Beschwerden und Abhilfe, Abwasserstandards, Chemikalienmanagement, nachhaltigen Fasern oder Lieferkettentransparenz. Die Ergebnisse dieser Arbeit fließen in die Formulierung der Anforderungen des Bündnisses an alle Mitglieder, in das Informations- und Lernangebot und in die Konzeption von Bündnisinitiativen ein.

Im Review-Prozess setzen die Mitglieder die Anforderungen des Bündnisses individuell um. Dazu verfolgen sie vorgegebene und freiwillige Ziele und berichten über den Fortschritt bei der Umsetzung. So können die Mitglieder zeigen, wie sie ihren unternehmerischen Sorgfaltspflichten und ihrer Verantwortung nachkommen.

Das Bündnis setzt auf gemeinsames Engagement: Initiativen für ökologische, soziale und ökonomische Verbesserungen in ausgewählten Produktionsländern können entscheidende Veränderungen im Textilsektor vorantreiben und die Situation vor Ort verbessern.

Drei Projekte, sogenannte Bündnisinitiativen, sind bereits in der Umsetzungsphase und werden stetig weiter ausgebaut: eines zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Textilsektor in Indien und ein weiteres zum Chemikalienmanagement in mehreren asiatischen Ländern. Anfang 2019 startete die Bündnisinitiative zu existenzsichernden Löhnen.

Darüber hinaus entwickelt sich das Bündnis zur Plattform für Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung in der deutschen Textil- und Bekleidungswirtschaft. Denn Informationen, Lernen und sich Vernetzen sowie die praxisorientierte Aufbereitung der vielfältigen komplexen Themen bilden die Grundlage für die erfolgreiche Arbeit zur Erreichung der Bündnisziele.

Die Arbeit im Bündnis wird vom Bündnissekretariat unterstützt. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wird das Sekretariat von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH getragen.