Aus den Projekten

Bündnisinitiative Existenzsichernde Löhne

Die Bündnisinitiative zu existenzsichernden Löhnen ist gestartet! Erste Unternehmen haben ihre Teilnahme am Länder-Modul Kambodscha angekündigt. Eine ganze Reihe weiterer sind bereits beim Basis-Modul zu Einkaufspraktiken dabei und haben sich dadurch bereits das Ziel zu Löhnen für das laufende Jahr gesetzt. Zur Beteiligung am Kambodscha-Modul sind alle Unternehmen aufgerufen, die Waren aus dem Land beziehen. Mit der Beteiligung stärken sie die Verhandlungsposition unseres Kooperationspartner ACT. Außerdem tragen sie so wesentlich dazu bei, dass in Kambodscha über ein Collective Bargaining Agreement die Löhne in der Textilwirtschaft strukturell steigen können. Dies war von Anfang an ein zentrales Ziel unseres Bündnisses.

Bei dem Arbeitstreffens am 11. April in Köln wird es Workshops zu existenzsichernden Löhnen geben. Dort wird unter anderem das Online-Tool zur Analyse und Verbesserung der Einkaufspraktiken vorgestellt. Das Bündnissekretariat freut sich auf eine rege Beteiligung. Weitere Informationen zu den nächsten Schritten im Rahmen der Bündnisinitiative werden spätestens im April über die Mitgliederplattform geteilt.

Kontakt: Kristin Huber (kristin.huber@giz.de)

 

Neuer Projektplan „Review-Prozess ab 2020“

Wie geht es weiter mit dem Review-Prozess ab 2020? Dieser Frage widmet sich die Begleitgruppe Review, die um weitere Experten verstärkt wird. Auf der Grundlage des OECD Alignement Assessments und der Erfahrungen aus den laufenden Prozessen, sollen bis September Vorschläge erarbeitet werden, wie der Review-Prozess in Zukunft gestaltet werden kann. Dabei können unter anderem die weitere Angleichung beziehungsweise Anerkennung anderer Initiativen, Vereinfachungen im Prozedere und Ausnahmeregelungen oder die Berücksichtigung weiterer Bereiche der textilen Lieferketten eine Rolle spielen.

Ziel ist es, die Glaubwürdigkeit des Bündnisses sowie der einzelnen Mitglieder in der Öffentlichkeit weiter zu stärken, die Mitglieder zielgerichteter bei der Umsetzung ihrer unternehmerischen Sorgfaltspflicht im Sinne der OECD Empfehlungen zu unterstützen und gleichzeitig eine gute Balance zwischen notwendiger Nachweispflicht und den damit verbundenen Aufwänden zu finden.

Das Bündnissekretariat wird alle Mitglieder über den weiteren Prozess auf dem Laufenden halten. Abschließende Empfehlungen sollen dem Steuerungskreis im September vorgelegt werden, so dass diese zum Start der Berichterstattung im Januar 2020 umgesetzt werden können.

 

Update zum Thema Beschwerdemechanismen

Wie können die Mitglieder des Textilbündnisses gemeinsam den Zugang zu Beschwerdemechanismen im Textilsektor stärken? Bereits seit letztem Jahr diskutieren 15 Mitglieder diese Frage – das Ergebnis ist ein erstes Konzept für eine gemeinsame Bündnisinitiative. Der derzeitige Planungsstand sieht drei Module vor:

  • Basismodul: Schaffung eines Wissens-pools durch eine gemeinsame Austauschplattform im Bündnis
  • Modul 1: Schaffung eines effizienten und wirksamen Back-up-Netzwerks für Beschwerden, die vor Ort nicht gelöst werden können (in Kooperation mit anderen Initiativen und Multi-Stakeholder-Partnerschaften)
  • Modul 2: Capacity-Building-Maßnahmen zur Stärkung der lokalen Strukturen und Mechanismen geeigneter Abhilfe- und Beschwerdemechanismen in den Produktionsländern sowie Kommunikation des Back-up Netzwerks an potentiell Betroffene

Sollten Sie Interesse haben, sich an den laufenden Diskussionen zu beteiligen, kontaktieren Sie bitte Anneke Bremer (anneke.bremer@giz.de).


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