Das Bündnis für nachhaltige Textilien stellt sich neu auf und schafft mit der Transformation hin zu dem Format ‚Dialogue and Impact for Sustainable Textiles‘ die Grundlage für eine stabile und zukunftsfähige Zusammenarbeit.
Das Bündnis für nachhaltige Textilien vereint als Multi-Stakeholder-Initiative seit seiner Gründung vor elf Jahren relevante Akteure des Sektors aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Gewerkschaften und Politik. In diesem Netzwerk bringen die Mitglieder ihre verschiedenen Perspektiven ein und erarbeiten gemeinsame Lösungen und Initiativen, um einen Beitrag zur Verbesserung der sozialen und ökologischen Bedingungen in globalen Textillieferketten zu leisten.
Das Bündnis hat dazu gemeinsam mit seinen Mitgliedern Ansätze für die Umsetzung der Sorgfaltspflichten für Menschenrechte und Umwelt in den Textillieferketten definiert, unter anderem durch eine systematische Risikobewertung und -berichterstattung. Damit haben die Bündnismitglieder nachgewiesen, was möglich ist, wenn Unternehmen Verantwortung übernehmen und ihren Sorgfaltspflichten für ihre Lieferketten nachkommen. Diese wertvolle Vorarbeit hat dazu beigetragen, den Weg für eine gesetzliche Umsetzung von Sorgfaltspflichten, wie etwa im Lieferkettensorgfalts-pflichtengesetz, zu ebnen.
Dialogue and Impact for Sustainable Textiles (DST)
Die Rahmenbedingungen in der Textilindustrie haben sich in den letzten Jahren erheblich verändert. Die Verankerung von Sorgfaltsplichten in Deutschland ist, auch durch die Arbeit des Textilbündnisses, weiter vorangekommen. Entwicklungen in der Branche sind – unter anderem im Hinblick auf neue Regulierungen – dynamischer denn je. Das Textilbündnis reagiert auf diese Dynamik und hat zusammen mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beschlossen, die erforderliche Transformation hin zu einer neuen, agileren und eigenverantwortlich organisierten Form der Zusammenarbeit einzuleiten: Das Multi-Stakeholder-Netzwerk Dialogue and Impact for Sustainable Textiles. Mit dem neuen Format wird auch das Eigenengagement der Mitglieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Nach elf Jahren werden die Mitglieder mehr finanzielle Verantwortung für gemeinsame Umsetzungsprojekte übernehmen. Der Bund wird weiterhin das Engagement unterstützen.
Ziele des neuen Formats
Im Fokus des neuen Formats steht der Austausch zwischen engagierten Akteuren zu nachhaltigen Textillieferketten, das voneinander Lernen sowie die Entwicklung gemeinsamer Projekte. Aktuelle Mitglieder des Bündnisses und weitere interessierte Stakeholder kommen als Teilnehmende des DST zusammen, um eigenverantwortlich und bedarfsorientiert gemeinsame Initiativen für bessere Umwelt-, Lebens- und Arbeitsbedingungen in Produktionsländern zu entwickeln. Dies erfolgt sowohl durch ein jährliches Präsenztreffen als auch die unterjährige digitale Vernetzung der Akteure.
Das Multi-Stakeholder-Netzwerk richtet sich weiterhin an ein breites Spektrum relevanter Akteure der Textil- und Bekleidungsbranche: deutsche und europäische Unternehmen und Verbände, NGOs, Gewerkschaften, Nachhaltigkeitsstandards sowie die deutsche Bundesregierung, vertreten durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Um sicherzustellen, dass die Maßnahmen nachhaltig wirken und verankert werden, sollen verstärkt lokale Akteure und Rechteinhabende aktiv in den Dialog und die Umsetzung einbezogen werden, zum Beispiel vertreten durch lokale Wirtschaftsverbände, internationale sowie lokale Gewerkschaften und lokale NGOs. Ergänzt wird der Kreis durch wissenschaftliche Einrichtungen und Multi-Stakeholder-Initiativen. Die enge Zusammenarbeit mit Partnern der Branche ermöglicht eine bessere Nutzung von Synergien – so stellt sich das Bündnis zukunftsfähig auf.
Nächste Schritte
Das DST wird mit zukunftsfähiger Struktur und einem offiziellen Kick-Off Event im April 2026 in das neue Format als Dialog- und Umsetzungsplattform für einen nachhaltigen Textilsektor starten.
Das Factsheet zum Dialogue and Impact for Sustainable Textiles gibt einen ersten Überblick über den Aufbau und die Funktionsweisen des neuen Formats: