Auf Kurs
Mitgliederversammlung 2020
24. & 25. November
   
Dienstag, 24. November
PLENUM
MITGLIEDER
15:00-16:15
Begrüßung und Aktuelles

Bericht aus dem Bündnissekretariat, Q&A mit dem Steuerungskreis

16:30-17:30
Session 1
Unternehmerische Sorgfaltspflichten im Lichte der aktuellen Diskussionen um eine gesetzliche Regelung

Ziel: Sie erhalten Hintergrundinformationen zum geplanten deutschen Sorgfaltspflichtengesetz und die Bedeutung für Ihr Unternehmen

Beschreibung: In diesem Workshop werden Ziele, Regelungsgehalt und Rechtsfolgen des geplanten nationalen Sorgfaltspflichtengesetzes vorgestellt. Das Gesetz bildet einen weiteren wichtigen Baustein der Bundesregierung bei der Umsetzung einer intelligenten Mischung aus freiwilligen wie verbindlichen Maßnahmen auf nationaler wie auch internationaler Ebene für mehr Nachhaltigkeit in globalen Wertschöpfungsketten.

Die Mitglieder des Textilbündnisses erhalten Einblicke in den aktuellen Stand der Debatte auf nationaler und EU-Ebene und eine Einschätzung dazu, was das Gesetz für Ihr Unternehmen konkret in der praktischen Umsetzung bedeutet. Zudem wird das Engagement in Multi-Stakeholder-Initiativen wie dem Textilbündnis gesondert beleuchtet.

Der Workshop bietet eine gute Gelegenheit und Raum, im direkten und vertrauensvollen Austausch mit dem BMZ die Kernanliegen des Gesetzes im Kreis der Mitglieder des Textilbündnisses zu diskutieren und damit zu einer sachlichen Auseinandersetzung über das Thema verbindliche unternehmerische Sorgfaltspflichten beizutragen.

Anosha Wahidi (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) vertritt das BMZ als Teil der Anspruchsgruppe Bundesregierung im Steuerungskreis des Textilbündnisses und leitet den Stab Nachhaltige Lieferketten im BMZ.

MITGLIEDER
Sprechblase DE
16:30-18:00

Besuchen Sie unsere Marktstände, kommen Sie mit uns ins Gespräch und tauschen Sie sich untereinander aus. Mit dabei sind die Bündnisinitiativen Tamil Nadu, Abwasser und Beschwerdemechanismen, das Team Review-Prozess, die neuen Projekte Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft, der KMU Kompass und der Grüne Knopf.

Mittwoch, 25. November
PLENUM
EXTERN
LIVESTREAM
9:00-9:15
Start in den Tag

Jürgen Janssen, Leiter des Bündnissekretariats

9:15-10:30
Session 2
A: Wie das Sektorrisiko geschlechtsspezifische Gewalt auf Fabrikebene adressiert werden kann: Perspektiven aus Bangladesch

Mit: Kalpona Akter (BCWS), Sina Marx (FEMNET)

Ziel: Einführung der Mitglieder in Best Practices, die sich mit dem Sektorrisiko Geschlechtsspezifische Gewalt und Belästigung sowie Diskriminierung auf Fabrikebene in Bangladeschbefassen und Diskussion über präventive und Abhilfemaßnahmen.

Beschreibung: Wie können Unternehmen dem Branchenrisiko am besten begegenen? Wie können geschlechtsspezifische Gewalt und Diskriminierung wirksam auf Betriebsebene bekämpft werden? Kalpona Akter vom Bangladesch Centre for Worker Solidarity (BCWS) wird Einsichten und Best Practices aus ihrer Arbeit in Bekleidungsfabriken in Bangladesch teilen. BCWS ist eine Arbeitsrechtsorganisation mit Sitz in Dhaka, die sich auf Rechte von Arbeitnehmerinnen, Geschlechtergleichstellung und Partizipation von Arbeitnehmerinnen bei Verhandlungen spezialisiert. BCWS bietet Programme zur Rechtserziehung, Rechtshilfe und Beratung von Arbeitnehmer*innen sowie Führungskräfteausbildung an.

Zu den Fragen, die wir gemeinsam diskutieren werden, gehört, wie das Risiko von GBVH auf Betriebsebene adressiert werden kann, was wirksame Vorbeugungs- und Abhilfemaßnahmen sein können und welche Rolle Gewerkschaften und Organisationen auf Fabrikebene dabei spielen. Schließlich wird diskutiert, wie Mitglieder des Textilbündnisses sich engagieren können.

Bei Fragen zu diesem Workshop oder zur Arbeit zu geschlechtsspezifischer Gewalt und Diskriminierung im Textilbündnis, wenden Sie sich bitte an Judith Kunert (judith.kunert@giz.de).

EXTERN
Sprechblase EN
B: Should I stay or should I go? Verantwortungsvoller Rückzug aus Geschäftsbeziehungen

Mit: Markus Seluga (Hugo Boss), Center for Alliance of Labour and Human Rights (CENTRAL) Cambodia (tbc)

Ziel: Vorstellung des neuen Bündnis-Leitfadens zur Entwicklung einer Responsible Exit Strategie und Diskussion zu der Frage, wann der Abbruch einer Geschäftsbeziehung angemessen ist.

Beschreibung: Dieser Workshop richtet sich an Mitglieder, die
• bisher im eigenen Unternehmen keinen Prozess zur verantwortungsvollen Beendigung von Geschäftsbeziehungen festgelegt haben bzw. planen einen solchen Prozess zu definieren.
• über Ansätze diskutieren möchten, wie gemeinsam mit Lieferanten menschenrechtliche Verstöße adressiert und dadurch ein Abbruch vermieden werden kann.
• sich zu der Frage austauschen wollen, wann und wie ein Rückzug aus einer Geschäftsbeziehung oder auch einem Produktionsland insgesamt angemessen ist.

In dem Workshop wird die neue Leitlinie des Bündnisses zu Responsible Exit vorgestellt, das heißt dem verantwortungsvollen Rückzug aus Geschäftsbeziehungen. Markus Seluga (Hugo Boss) wird einen Einblick geben, welche Aspekte bei der Entwicklungund Umsetzung einer Responsible-Exit-Strategie im Unternehmen zu berücksichtigen sind. Ein Vertreter der kambodschanischen Gewerkschaft CENTRAL wird zur aktuellen Situation in der Textilindustrie in Kambodscha einen kurzen Input geben. Schließlich sollen gemeinsam mit den Teilnehmer*innen des Workshops Ansätze diskutiert werden,welche Handlungsspielräume Unternehmen haben um einen Rückzug zu vermeiden bzw. im Falle eines Rückzugs ihre Sorgfaltspflichten zu wahren.

Fragen an Kristin Apffelstaedt

MITGLIEDER
Sprechblase EN
10:00 - 13:00

Besuchen Sie unsere Marktstände, kommen Sie mit uns ins Gespräch und tauschen Sie sich untereinander aus. Mit dabei sind die Bündnisinitiativen Tamil Nadu, Abwasser und Beschwerdemechanismen, das Team Review-Prozess, die neuen Projekte Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft, der KMU Kompass und der Grüne Knopf.

PLENUM
EXTERN
LIVESTREAM
11:00-11:30
Impuls durch McKinsey & Company
“Time for change: How to use the crisis to make fashion sourcing more agile and sustainable”

Überblick über Forschungsergebnisse dazu, wie Marken und Einzelhändler die Krise bewältigen. Außerdem werden Strategien und Ansätze dargestellt, die über das unmittelbare Krisenmanagement hinausgehen.

Saskia Hedrich, Senior Expert, Apparel, Fashion & Luxury at McKinsey

11:30-13:00
Podiumsdiskussion
Zukünftige Lieferkettenbeziehungen: Perspektiven und Erwartungen

Mit: Rubana Huq (BGMEA), Herman Leung (Dakota Garment Group), Saskia Hedrich (McKinsey), Mathijs Crietee (IAF), Cristina Hajagos-Clausen (IndustriALL), Nazma Akter (Awaj Foundation)

Kontext: COVID-19 hat die Bekleidungsindustrie in einem unvorhergesehenen Ausmaß destabilisiert und Schwachstellen bei allen Akteuren in der Lieferkette ans Licht gebracht. Neben der Bewältigung der unmittelbaren Auswirkungen der Pandemie steht die Branche vor schwierigen Entscheidungen über die Gestaltung der künftigen Beziehungen in der Lieferkette. Eine starke Zusammenarbeit aller Beteiligten ist unerlässlich, wenn die Branche die gegenwärtige Krise als Katalysator für Veränderungen nutzen will, um widerstandsfähiger zu werden und sich in eine digitalere und nachhaltigere Zukunft zu verwandeln. In dieser Podiumsdiskussion wollen wir verschiedenen Akteuren aus  Produktionsländern eine Plattform bieten, auf der sie ihre Perspektiven und Erwartungen dazu äußern können, wie ein „Neues Normal“ aussehen kann und sollte.

Beschreibung: Während des Panels werden wir zunächst versuchen, einen breiten Überblick über die aktuelle Situation innerhalb der Branche zu geben. Im Anschluss daran diskutieren die Panelist*innen ihre Perspektiven und Erwartungen in Bezug auf künftige Beziehungen in der Lieferkette. Im Mittelpunkt stehen Strategien und Vorschläge aus Produzenten- und Arbeitnehmerperspektive zu Themen wie verantwortungsbewussten Einkaufspraktiken, digitalen Fähigkeiten zur Erholung von der Krise, Transparenz in der Lieferkette und der Verbesserung von Sozial- und Umweltstandards . Eine Frage- und Antwortsitzung wird den Teilnehmenden die Möglichkeit bieten, Fragen direkt an die Panelist*innenn zu richten. Abschließend geht Dr. Maria Flachsbarth, Staatssekretären im Bundesentwicklungsministerium, auf die Haltung der Bundesregierung zu zentralen Aspekten der Podiumsdiskussion ein.

13:30-14:45
Session 3
A: Existenzsichernde Löhne 2021+

Mit: Paula de Beer (Fair Wear), Julia Thimm (Tchibo/ACT), Hendrik Heuermann (H&M/ACT), Christina Hajagos-Clausen (IndustriALL/ACT), Sandra Körger (ALDI Süd)

Ziel: Bündnismitglieder über Angebote, Anforderungen und Beteiligungsmöglichkeiten im Bereich Existenzsichernde Löhne informieren.

Beschreibung: Dieser Workshop richtet sich an Mitglieder, die

– einen Überblick erhalten wollen über Anforderungen und Beteiligungsmöglichkeiten im Bündnis in Bezug auf Existenzsichernde Löhne.

– sich über Ansätze und Tools informieren wollen, die Unternehmen bei der Erfüllung der Sorgfaltspflicht in Bezug auf Löhne unterstützen.

Im Zuge des anstehenden Review-Prozesses sind alle Bündnisunternehmen angehalten zu ermitteln, in welchen Beschaffungsländern in der Lieferkette ein besonderes Risiko besteht, dass Löhne die Grundbedürfnisse von Arbeitskräften und ihren Familien nicht decken. Zudem sind Maßnahmen zu ergreifen, die auf die Zahlung existenzsichernder Löhne für Beschäftigte in Produktionsländern abzielen. Das Bündnissekretariat wird die Angebote vorstellen, die Unternehmen in der Erfüllung ihrer Sorgfaltspflicht in Bezug auf Löhne unterstützen. Bündnisunternehmen, die sich an der Peer-Learning-Gruppe Einkaufspraktiken beteiligt haben, werden einen Einblick geben, wie Veränderungsprozesse im Unternehmen angestoßen und umgesetzt werden können. Die strategischen Partner des Bündnisses ACT und Fair Wear werden ebenfalls einen Einblick in aktuelle Entwicklungen geben.

Bei Fragen melden Sie sich gerne bei Kristin Apffelstaedt

MITGLIEDER
Sprechblase DE
B: Lieferkettentransparenz im Bündnis für nachhaltige Textilien – Veröffentlichung der aggregierten Lieferantenliste

Mit: Katie Shaw (Open Apparel Registry)

Ziel: Aktuelle Informationen zu der aggregierten Lieferantenliste weitergeben und Feedback zum Einreichungsprozess diskutieren.

Beschreibung: Der Workshop richtet sich an alle Mitglieder, die

– an einem Update zur aggregierten Lieferantenliste des Bündnisses interessiert sind.

– Feedback zum Prozess geben möchten.

– offene Fragen klären wollen.

Das Bündnissekretariat wird ein kurzes Update zur Veröffentlichung der aggregierten Lieferantenliste und der Beteiligung der Mitglieder geben. Katie Shaw von der Open Apparel Registry (OAR) wird anschließend einen kurzen Überblick über neue Entwicklungen der OAR geben. Anschließend möchten wir gern mit Ihnen ins Gespräch kommen und von Ihnen erfahren, wie Sie den Zulieferungsprozess empfunden haben, wie man diesen ggf. noch verbessern könnte und welche Art von Unterstützung Sie sich noch wünschen würden.

Die Frist für die Zulieferung zu der aggregierten Liste ist der 2. November. Alle Information sowie das Excel-Template fin den Sie auf der Mitgliederplattform.

Bei Fragen zum Workshop oder zur Lieferantenliste können Sie sich gern an Franzisca Markschläger wenden.

MITGLIEDER
Sprechblase EN
15:00-16:15
Session 4
A: Das Risiko informeller Beschäftigung identifizieren und angehen

Mit: Marlese von Broembsen (WIEGO), Dr. Sabine Ferenschild (Suedwind), Maren Barthel (Elevate), Lucy Brill (HWW), Scott Welker (GoodWeave)

Ziel: Unternehmen für das Sektorrisiko Menschenrechte im Zusammenhang mit informeller Beschäftigung sensibilisieren sowie Möglichkeiten zur Identifizierung dieser vorstellen und Ansätze des Textilbündnisses zur Erleichterung des Prozesses diskutieren.

Beschreibung: Dieser Workshop richtet sich insbesondere an Mitgliedsunternehmen, die mehr über die Risiken der informellen Beschäftigung in ihrer Lieferkette erfahren möchten. Sie erhalten einen Überblick zu dem Thema, seiner Relevanz und lernen Mittel und Wege zur Identifizierung kennen, Menschenrechtsrisiken zu verhindern, insbesondere bei der Beschäftigung von Heim- und Wanderarbeiter*innen. Darüber hinaus bietet der Workshop Raum für eine Diskussion aktueller Ansätze zum Umgang mit dem Risiko informellen Arbeit. Gemeinsam wollen wir untersuchen, wie Mitglieder des Textilbündnisses in der Auseinandersetzung mit Menschenrechtsrisiken von informellen Arbeiter*innen unterstützt werden können und wie Mitglieder gemeinsam Veränderungen in diesem Bereich vorantreiben können.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zum Inhalt des Workshops haben, wenden Sie sich bitte an Sophie Giulini.

EXTERN
Sprechblase EN
B: Fashion on Climate

Mit: Saskia Hedrich (McKinsey), Hilke Patzwall (Vaude), Stefan Seidel (PUMA), Thomas Ahlmann (FairWertung) (tbc)

Ziel: Die Teilnehmenden erhalten einen Einblick in den „Fashion On Climate“ Bericht von McKinsey und GFA und können anhand der aus dem Bericht vorgestellten Inhalte ableiten, welche Maßnahmen ihr Unternehmen zugunsten eines verbesserten Klimaschutzes treffen kann.

Beschreibung: Der Workshop „Fashion On Climate” richtet sich an alle Bündnismitglieder, die Hintergründe zum Einfluss der Textilindustrie auf das Klima kennenlernen und potentielle Lösungsoptionen diskutieren möchten. Zum Start der neuen Expert*innen-Gruppe „Klimaschutz“ möchten wir Sie gerne informieren und auf Grundlage der Veröffentlichungen des Fashion on Climate Reports von McKinsey und der GFA Hintergründe und zukünftige Entwicklungen vorstellen. Unterstützt durch Mitglieder werden wir Lösungsoptionen mit Ihnen diskutieren, unter anderem die Orientierung am Climate Action Playbook von UNFCCC.

Die Teilnehmer*innen sollen anhand der aus dem Bericht vorgestellten Inhalte eruieren, welche Maßnahmen in den folgenden Bereichen zugunsten eines verbesserten Klimaschutzes getroffen werden können: a) Vorgelagerte Produktion, b) Einzelhandel und c) Nachhaltiges Konsumentenverhalten. Dabei sollen die Bündnisunternehmen, die sich bereits intensiv mit der Umsetzung ökologischer Sorgfaltspflichten beschäftigen, aufzeigen, wie Veränderungsprozesse im Unternehmen angestoßen und umgesetzt werden können.

Fragen oder Anregungen zum Workshop können Sie gerne an Anna Timofeeva richten.

MITGLIEDER
Sprechblase DE
16:30-17:45
Session 5
A: Umgang mit Auswirkungen von COVID-19 auf die textile Lieferkette - Synthese von Handlungsempfehlungen

Mit: Dr. Christian Scheper (Institut für Entwicklung und Frieden), Berndt Hinzmann (INKOTA-netzwerk)

Ziel: Unternehmensmitglieder werden sensibilisiert zu Lehren aus der COVID-19-Krise für den Umgang mit menschenrechtlichen Risiken, insbesondere durch Handlungsempfehlungen für verantwortungsvolle Einkaufspraktiken.

Beschreibung: Dieser Workshop richtet sich an Unternehmensmitglieder, die Lehren aus der COVID-19-Krise für ihren Umgang mit menschenrechtlichen Risiken in der Lieferkette ziehen wollen und zu Handlungsempfehlungen zur Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten in einem „Neuen Normal“ nach der Corona-Krise mit Akteuren aus der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft in den Austausch treten wollen. Als Impuls hierzu dient die Vorstellung einer von den zivilgesellschaftlichen Mitgliedsorganisationen FEMNET, Südwind Institut und INKOTA-netzwerk in Auftrag gegebene Synthese-Studie des Instituts für Entwicklung und Frieden (INEF) der Universität Duisburg-Essen zu Auswirkungen von COVID-19 auf die textile Lieferkette und darauf bezogene Handlungsempfehlungen zur Erfüllung der menschenrechtlichen Sorgfalt. Die Studie fasst zusammen, welche menschenrichtlichen Risiken sich um Kontext der COVID-19 Krise gezeigt haben, und welche Handlungsempfehlungen zur Erfüllung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht in der Krise sowie als generelle Lehre für eine Zeit nach der Krise gegeben werden können. Berndt Hinzmann nimmt begleitend eine Einordnung vor, wo sich daraus aus der Sicht zivilgesellschaftlicher Mitglieder Betätigungsfelder im Bündnis ergeben. Teilnehmende Unternehmen sind eingeladen, von ihren Herausforderungen und eigenen Erfahrungen mit der Umsetzung verantwortungsvoller Einkaufspraktiken im Kontext der COVID-19-Krise zu berichten.

MITGLIEDER
Sprechblase DE
B: Best Practices zur Identifikation von Kinderarbeit über die Fabrikmauern hinaus

Mit: Silvia Mera, Madison Mellish, Elisabeth Bystrom, Vinti Singal (GoodWeave)

Ziel:

• Förderung eines ganzheitlichen Ansatzes bei der Behandlung von Kinderarbeit in den Lieferketten.
• Diskussionen über Anforderungen an Verhalten und Standards, um sicherzustellen, dass keine Kinderarbeit über Tier-1-Fabriken hinaus stattfindet.
• Austausch über Ansätze zur Kontrolle der Lieferkette, um auch die ausgelagerte Produktion zu erreichen.
• Beratung zur Beseitigung von Kinderarbeit im informellen Sektor.

Beschreibung: In diesem Workshop erfahren Sie, wie Sie das Risiko von Kinderarbeit in Ihren Produktionsländern besser erkennen und bekämpfen können, auch in der tieferen Lieferkette. Kinderarbeit ist eines der Risiken, die Unternehmen im Review-Prozess einbeziehen müssen. Allerdings gehen traditionelle Risikobewertungsprozesse von Unternehmen selten über die Fabrikmauern hinaus. Die COVID-19-Pandemie hat zu weitverbreiteten Arbeitsplatzverlusten, gesenkten Löhnen und Schulschließungen geführt, wodurch die Gefährdung von Arbeiter*innen und Kindern zunimmt. Mit der Umsetzung umfassender Sorgfaltspflichten in der Lieferkette wird gewährleistet, dass informelle Arbeiter*innen vor Missbrauch geschützt sind. Dies sollte ein kritischer Punkt für jeglichen „build back better“-Plan sein.

Der Workshop wird von GoodWeave International veranstaltet. GoodWeave ist eine Standardorganisation, die sich für die Beendigung der Kinderarbeit in globalen Lieferketten einsetzt und ist Mitglied im Bündnis für nachhaltige Textilien.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Silvia Mera, Direktorin Bekleidungsprogramm (Silvia@GoodWeave.org).

EXTERN
Sprechblase EN
PLENUM
EXTERN
17:45-18:00
Abschluss-Plenum

Wir laden Sie zum gemeinsamen Ausklang der Veranstaltung ein und freuen uns, die Mitgliederversammlung gemeinsam mit Ihnen Revue passieren zu lassen.