MITGLIED WERDEN

Wir freuen uns, dass Sie sich für eine Mitgliedschaft im Textilbündnis interessieren. Wir haben hier die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Mitgliedschaft und den Mitgliedsantrag für Sie zusammengestellt.

Wer kann Mitglied im Textilbündnis werden?

Zunächst können als ordentliche Mitglieder Organisationen aus folgenden Gruppen aufgenommen werden:

  • Wirtschaft: Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie und des Handels sowie Verbände, die zum Thema nachhaltige Textilien aktiv sind
  • Nichtregierungsorganisationen, die zum Thema nachhaltige Textilien aktiv sind
  • Gewerkschaften, die zum Thema nachhaltige Textilien aktiv sind
  • Bundesregierung: vertreten durch die Bundesministerien
  • Standardorganisationen: nicht-kommerzielle Standards setzende Organisationen, die zum Thema nachhaltige Textilien aktiv sind

Darüber hinaus können wissenschaftliche Institutionen oder bundesbehördliche Einrichtungen, die sich mit den Themen des Textilbündnisses beschäftigen, sowie in begründeten Ausnahmefällen sonstige Organisationen beratende Mitglieder werden.

Warum Mitglied werden? Welche Verpflichtungen gehen damit einher?

Im „Bündnis für nachhaltige Textilien“ – kurz „Textilbündnis“ – haben sich rund 150 Unternehmen, Organisationen und Ministerien zusammengeschlossen. Sie treten gemeinsam für nachhaltigere Produktionsbedingungen von Textilien ein. Das gemeinsame Ziel: soziale, ökologische und ökonomische Verbesserungen entlang der Textillieferkette. Die Idee dahinter: wo ein einzelnes Unternehmen oder eine einzelne Organisation nichts erreicht, können viele Mitglieder zusammen etwas bewegen. Im Textilbündnis bündeln die Mitglieder ihre Einzelaktivitäten, tauschen ihre Erfahrungen aus und erarbeiten gemeinsame Lösungen. Dadurch lässt sich nicht nur mehr auf dem Weg zu einer nachhaltigen Textilbranche erreichen – es ist auch effizienter und kostengünstiger als im Alleingang. Die unterzeichnende Organisation verpflichtet sich, aktiv und umsetzungsorientiert die Ziele des Bündnisses für nachhaltige Textilien zu verfolgen. Dies geschieht zum Beispiel durch die Teilnahme an Arbeitsgruppen oder sog. Bündnisinitiativen. Mitglieder müssen am „Review-Prozess“ teilnehmen. Im Rahmen des Reviews werden der Fortschritt der Bündnismitglieder und des Bündnisses sowie Probleme bei der Umsetzung ermittelt und Maßnahmen entwickelt. Mitglieder legen jährlich eine „Roadmap“ vor, in der sie sich zur Erreichung bestimmter Zielen verpflichten.. Bei einer ausbleibenden oder unzureichenden Zielverfolgung können Sanktionen bis hin zum Ausschluss ausgesprochen werden.

Wie werde ich Mitglied?

Sollten Sie Interesse an einem Beitritt zum Bündnis für nachhaltige Textilien haben, bitten wir Sie den Mitgliedsantrag auszufüllen und an die im Formular angegebene Adresse an das Bündnissekretariat zu senden. Über die Aufnahme entscheidet der Steuerungskreis.

Mit dem Mitgliedsantrag unterzeichnen Sie die folgende Beitrittserklärung:

Die unterzeichnende Organisation verpflichtet sich, aktiv und umsetzungsorientiert die im Aktionsplan des Bündnisses für nachhaltige Textilien dargestellten Ziele zu verfolgen. Die Bündnismitglieder sind sich bewusst, dass der Aktionsplan des Bündnisses für nachhaltige Textilien ambitionierte Ziele formuliert, die den Bündnispartnern als Handlungsrahmen dienen. Der Aktionsplan berücksichtigt deshalb die faktischen Bedingungen der textilen Wertschöpfungskette und wird im Umsetzungsprozess kontinuierlich an den Stand der Entwicklung angepasst.

Fortschritte und Herausforderungen für die Zielverfolgung und Zielerreichung werden in einem Fortschrittsbericht nach Maßgabe des Aktionsplans dargestellt. Die Bündnismitglieder unternehmen ihre bestmöglichen Anstrengungen, den größten Teil der Unternehmen* in das Bündnis zu integrieren und auf europäischer und internationaler Ebene für einheitliche Standards zu sorgen, unter anderem damit es zu keinen Wettbewerbsverzerrungen kommt.

Für Rückfragen steht Ihnen das Team des Bündnissekretariats gerne zur Verfügung.

*Dabei wird ein Wert von 75 % des Marktvolumens bis 2018 angestrebt. Als Richtwert werden die nationalen Einzelhandelsumsätze der Textilwirtschaft (TW-Liste) in Deutschland herangezogen.

Dr. Johannes Merck, Otto GmbH & Co. KG, (C) Otto Pressebild

Dr. Johannes Merck, Otto GmbH & Co. KG

„Die größte Chance des Textilbündnisses besteht darin, dass wir gemeinsam Dinge voranbringen, die jeder für sich alleine nicht voranbringen kann.“

 

Claudia Kersten, GOTS, (C) Otto Kersten

Claudia Kersten, GOTS

“Jedes Unternehmen, das hier nachhaltige Produkte ordert, übt einen Pull-Effekt auf seine gesamte Lieferkette aus. Aber das gibt es nicht zum Nulltarif. Im Textilbündnis haben wir gemeinsam die Chance den wirklich großen Hebel anzusetzen.“

Frank Zach, DGB-Bundesvorstand, Abteilung Internationale und Europäische Gewerkschaftspolitik, (C) Ralf Steinle

Frank Zach, DGB-Bundesvorstand, Abteilung Internationale und Europäische Gewerkschaftspolitik

„Mit dem Bündnis soll ernsthaft Transparenz in die textile Kette kommen und Themen wie existenzsichernde Löhne oder Mitbestimmung können endlich auf breiter Basis angepackt werden.“

Daniel Hopp, Hopp KG, (C) Daniel Hopp

Daniel Hopp, Hopp KG

„Ich bin davon überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Auf sich allein gestellt kann niemand die Produktionsbedingungen in den Lieferländern nachhaltig verbessern. Aber gemeinsam werden wir in der Lage sein, kontinuierliche Verbesserungen zu erreichen und auch immer ambitioniertere Zielsetzungen anzugehen.“


Mark Bezner, OLYMP Bezner KG

„Am Textilbündnis überzeugt uns vor allem die Bündelung von Sachverstand und Tatkraft der unterschiedlichen Teilnehmergruppen zur branchenweiten Optimierung in den globalen Lieferketten. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, uns proaktiv am Bündnis zu beteiligen und dieses konstruktiv mitzugestalten.“