Bündnis für nachhaltige Textilien
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Klimaschutz

Viele Faktoren beeinflussen den Klimawandel. Doch nicht nur die häufig genannten Bereiche wie Verkehr, Fleischproduktion und Energieerzeugung verursachen viele Treibhausgase wie klimaschädliches CO₂ oder Methan. Auch die Textilindustrie wirkt sich negativ auf das Klima aus. Sie folgt der Ölindustrie auf Rang zwei der weltweit umweltschädlichsten Industrien. Mit 1,2 Billionen Tonnen CO₂-Ausstoß pro Jahr verursacht die Produktion von Textilien mehr Treibhausgase als alle internationalen Flüge und der gesamte Schiffsverkehr zusammen (vgl. Ellen MacArthur Foundation).

Die stetig wachsenden Produktionsmengen von günstig hergestellter Kleidung  ist ebenso für die negativen Auswirkungen auf die Umwelt verantwortlich wie die vermehrte Verwendung künstlich hergestellter Fasern. Vor allem der Anbau und die Gewinnung der Ressourcen, ihre Verarbeitung und der Transport verursachen große Emissionen.

Vor diesem Hintergrund schloss sich das Bündnis für nachhaltige Textilien 2018 als Supporting Organisation der Fashion Industry Charter for Climate Action an. Die Charta ist Teil der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC). Ziel ist es, den CO₂-Ausstoß entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette schrittweise zu reduzieren und bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Unternehmen, Lieferanten und weitere Akteure der Textil- und Modeindustrie sollen Maßnahmen umsetzen, um dieses Ziel zu erreichen.

Das Bündnis ist als Supporting Organisation dazu verpflichtet, die Initiative im Rahmen seines Mandats zu unterstützen und seine Mitglieder über Beteiligungsmöglichkeiten und Aktivitäten zu informieren. Gleichzeitig sind einige Bündnismitglieder unter den Signatories und haben sich der Umsetzung der Maßnahmen verpflichtet.

Expert*innen-Gruppe Klimaschutz

Am 1. Oktober ist die neue Expert*innen-Gruppe Klimaschutz gestartet. Sie möchte Best Practices zur Minimierung von Klimarisiken in allen Teilen der Lieferkette weiterentwickeln und bereitstellen. Die rund 20 Mitglieder der EG diskutieren auch Lösungen, um Umweltauswirkungen besser messen und bilanzieren zu können.

Die Expert*innen planen, individuell angepasste Ziele zur Klimarisiko-Minimierung für das Bündnis zu formulieren und individuelle und gemeinsame Maßnahmen zu initiieren. Zudem möchten sie Informationen und Unterstützung dazu erstellen, wie sich Treibhausgas-Emissionen reduzieren oder kompensieren lassen und wie der Umstieg auf erneuerbare Energien gelingen kann. Außerdem möchte die EG die Handreichung zu Chemikalien- und Umweltmanagement um Informationen zur Emissionsreduktion ergänzen.

Mehr Informationen finden Sie in diesem Aktuelles-Beitrag.

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