Internationalisierung: Überblick über die strategischen Kooperationen des Textilbündnisses

Um systematische Verbesserung bei den weltweiten Herausforderungen in Textil-Lieferketten zu erreichen, ist die Zusammenarbeit mit anderen relevanten Brancheninitiativen und Akteuren für das Textilbündnis zentral. Nachdem der Steuerungskreis im August 2017 die Leitplanken für strategische Kooperationen verabschiedete, ist die Internationalisierung des Bündnisses in den vergangenen Monaten weiter vorangeschritten. Folgende strategischen Kooperationen ist der Steuerungskreis bisher im Namen des Bündnisses eingegangen:

 

30. Januar 2018 – Forum on Due Diligence in the Garment and Footwear Sector
Photo: HervŽ Cortinat/OECD

Um Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Sorgfaltspflichten noch besser zu unterstützen und den Ansatz der OECD auf europäischer Ebene zu verankern, vereinbarten das Textilbündnis und das Dutch Agreement on Sustainable Garments and Textiles (AGT) eine Kooperation, die beim OECD Forum on Due Diligence in the Garment and Footwear Sector am 30. Januar 2018 unterzeichnet wurde. Kern der Zusammenarbeit ist die Angleichung von Nachhaltigkeitsanforderungen an die OECD Due Diligence Guidance für den Bekleidungs- und Schuhsektor, die im Textilbündnis bereits durch die Überarbeitung des Fragerasters für 2018 angestoßen wurde. Im Rahmen des Angebots einer assoziierten Mitgliedschaft können Mitgliedsunternehmen künftig an gemeinsamen Projekten in Produktionsländern arbeiten sowie vom Wissensaustausch untereinander und von der Unterstützung beider Initiativen profitieren. Die vom Steuerungskreis verabschiedeten Absichtserklärung (Letter of Intent) zwischen dem AGT und dem Textilbündnis finden Sie hier.

 

Auf dem Weg zu europaweitem und internationalem gemeinsamen Vorgehen ist die Angleichung der Nachhaltigkeitsanforderungen und der entsprechenden Umsetzungsinstrumente, ebenfalls mit OECD-Bezug, ein zentraler Meilenstein. Mit diesem Ziel wurde im November 2017 eine strategische Kooperation mit der Sustainable Apparel Coalition (SAC), der größten internationalen Initiative im Textilsektor, geschlossen. Erster Schritt der Kooperation ist der Abgleich des Fragerasters des Textilbündnisses mit dem überabeiteten Modul für Markenunternehmen von SAC.

 

Die Förderung existenzsichernder Löhne ist ein zentrales Anliegen des Bündnisses und soll im Jahr 2018 intensiv bearbeitet werden. Dazu wurde im Dezember 2017 eine strategische Kooperation mit der Initiative Action, Collaboration, Transformation (ACT) geschlossen. In den kommenden Monaten werden sich das Textilbündnis und ACT intensiv zum Thema Einkaufspraktiken austauschen sowie einen gemeinsamen Vorschlag für eine Bündnisinitiative erarbeiten.

 

Um den Ansatz und die Erfahrungen des Textilbündnisses in den Prozess der Entwicklung der post-2020-Strategie einzubringen und die internationale Harmonisierung im Bereich Chemikalienmanagement zu fördern, ist das Textilbündnis im Dezember 2017 dem Chemicals in Products Programme (CiP) beigetreten. Das CiP wird vom Strategic Approach to International Chemicals Management (SAICM) des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) koordiniert.

 

Ein international abgestimmtes Vorgehen im Bereich Chemikalienmanagement wird durch die strategische Kooperation mit Zero Discharge of Hazardous Chemicals (ZDHC) seit März 2017 gefördert. Die Manufacturing Restricted Substances List (MRLS) von ZDHC wird vom Textilbündnis als Basisliste für gefährliche Chemikalien genutzt. ZDHC ist darüber hinaus Mitglied im Textilbündnis und beteiligt sich an der Umsetzung der Bündnisinitiative Chemikalienmanagement in Asien.

 

Lesen Sie auch die weiteren Artikel:

Neue Strukturen und Themen im Bündnis

Unterstützung in der Berichterstattung 2018

Hilfestellungen im Mitgliederbereich