Sumangali: Eradication of extremely exploitative work conditions in southern India’s textile industry

Zielsetzung

Beendigung des Sumangali-Prinzips als Form extrem ausbeuterischer Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie Indiens, Rehabilitation von Opfern der Sumangali-Praxis sowie Verhinderung weiterer Rekrutierung unter dem Sumangali-Prinzip an den wichtigsten Produktionsstandorten der Textilproduktion in Tamil Nadu.

Kurzbeschreibung

Auf der Grundlage der bisherigen Arbeit soll Sumangali auf drei Zielebenen bekämpft werden.

24 000 Mädchen an 12 Projektstandorten erhalten als Opfer des Sumangali Zugang zu qualifizierter Behandlung und psycho-sozialer/medizinischer Betreuung, Bildung/Ausbildung und Vertretung von Rechtsansprüchen. Die ausbeuterische Rekrutierung unter Sumangali soll in 12 Blocks des direkten und 48 Blocks des erweiterten Projektgebiets (Mikroebene) reduziert werden. Außerdem werden existierende Richtlinien zu Rekrutierungs- und Arbeitsbedingungen durch einen vom deutschen Textilbündnis gestützten Multi-Stakeholder-Dialog (Mesoebene) durchgesetzt und erweitert. Konkret gehört hierzu die Durchsetzung eines Gesetzesentwurfs zur Debatte der Beendigung des Sumangali-Prinzips in der gesetzgebenden Versammlung in Tamil Nadu.

Bereits seit 2007 arbeitet die Partnerorganisation CARE-T intensiv zum Sumangali-Prinzip. Das von 2011 bis 2015 von CARE-T durchgeführte Projekt zur Rehabilitation von Sumangali-Opfern wurde mit sehr guten Ergebnissen implementiert.

Bisherige Ergebnisse

Das Pilotprojekt, das sich der Rehabilitation und Prävention widmete, wurde hinsichtlich Relevanz, Effizienz und Effektivität durch die externe Evaluierung in vollem Umfang bestätigt. Maßnahmen wie die Reintegration in die formale Schulbildung, Berufsausbildungen und Kapazitätenaufbau zur Stärkung des Selbstbewusstseins tragen nachweislich und effektiv zu einer Verminderung der Rekrutierung von Mädchen unter dem Sumangali-Prinzip bei.

Auch der immense Bedarf zur Betreuung und Rehabilitation von Sumangali-Opfern wurde durch die externe Evaluierung unterstrichen. Es wurde darauf hingewiesen, dass in der Pilotphase eine fast zehnfach höhere Zahl an Sumangali-Opfern betreut wurde, als ursprünglich kalkuliert.

Erfolgsbeispiele aus der ersten Phase:
• Befreiung von rund 10.100 Mädchen und jungen Frauen aus Sumangali-Verträgen und Integration in Schulen und Ausbildungsstätten;
• Verbesserung der Gesundheitssituation in 100% der betreuten Fälle;
• Umfassende psychologische Betreuung der Sumangali-Opfer.

Name:
Sumangali: Eradication of extremely exploitative work conditions in southern India’s textile industry

Land / Stadt:
Indien / Tirupur & Tamil Nadu

Projektlaufzeit:
2016 – 2019

Projektpartner:
terre des hommes, CARE-T

Kontakt:
Barbara Küppers:
b.kueppers@tdh.de

Websites:
terre des hommes: Sklaverei in Mode
www.sklaverei-in-mode.de
www.caret.info

© Heinz Wüppen

© Heinz Wüppen

Stand: Februar 2018