Sektorvorhaben Nachhaltigkeit in Textil-Lieferketten, überregional

Zielsetzung

Der deutsche Beitrag zur nachhaltigen Gestaltung von globalen Textil-Lieferketten soll gestärkt und international anerkannt werden.

Wichtiger Bestandteil ist hierbei die Arbeit des Bündnisses für nachhaltige Textilien, einer Multi-Stakeholder-Initiative in der Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam daran arbeiten, soziale, ökologische und ökonomische Verbesserungen entlang der gesamten Textil-Lieferkette zu erzielen. Diese Arbeit basiert auf drei Säulen: individuelle Verantwortung, gemeinsames Engagement und gegenseitige Unterstützung. Jedes Mitglied übernimmt somit durch die Abgabe eines eigenen Maßnahmenplans (Roadmap) individuell Verantwortung, hat die Möglichkeit in Zusammenarbeit mit anderen Mitgliedern und lokalen Partnern Initiativen in Zielländern zu unterstützen und profitiert vom Expertenwissen aller Akteure im Bündnis.

Kurzbeschreibung

Das Sektorvorhaben umfasst zwei Handlungsfelder: Im ersten Handlungsfeld wirkt es auf eine verbesserte nationale und internationale Positionierung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im Bereich Nachhaltigkeit in Textil-Lieferketten hin, indem es das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) direkt berät und unterstützt.

Das zweite Handlungsfeld umfasst die Unterstützung der Arbeit des Bündnisses für nachhaltige Textilien, durch das angegliederte Bündnissekretariat. Dessen Aufgabe ist es, die nötigen Voraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteursgruppen zu schaffen und somit die Umsetzung der ambitionierten Bündnisziele voranzubringen.

Durch die Initiativen des Sektorvorhabens können sowohl direkte Wirkungen auf den Endkonsumenten als auch in den Produktionsländern der globalen Textil- und Bekleidungsindustrie erzielt werden. Dabei gibt es keine regionale Eingrenzung.

Bisherige Ergebnisse

  • Die Mitglieder des Textilbündnisses decken heute rund die Hälfte des deutschen Textilmarktes ab, bis Ende 2018 sollen es 75 Prozent werden.
  • Säule 1 – Individuelle Verantwortung: 129 Mitglieder haben für den Review-Prozess 2017 einen individuellen Maßnahmenplan eingereicht,in denen die Mitglieder anhand eines Fragerasters konkrete Ziele für das kommende Jahr benennen. Dazu kommen sieben beratende Mitglieder, die ihren Beitrag in einem Kurzbericht darlegen. Zwölf Mitglieder, die dem Bündnis nach November 2016 beigetreten sind, müssen ihren ersten Maßnahmenplan 2018 erstellen.
  • Säule 2 – Gemeinsames Engagement: 3 Bündnisinitiativen, in denen sich mehrere Mitglieder zusammenschließen und gemeinsam in den Produktionsländern identifizierte Herausforderungen angehen, konnten etabliert werden: Chemikalien- und Umweltmanagement, Verbesserung von Arbeitsstandards in Tamil Nadu und Wassermanagement in Pakistan.
  • Säule 3 – Gegenseitige Unterstützung: in themenspezifischen Webinaren, Unternehmenscoachings und Workshops fand sowohl ein Fachdialog der Mitglieder untereinander, als auch ein Austausch mit der Wissenschaft statt.

Name:
Sektorvorhaben Nachhaltigkeit in Textil-Lieferketten, überregional

Land:
Global

Projektlaufzeit:
01/2016 – 12/2019

Projektpartner:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Kontakt:
Dr. Jürgen Janssen:
mail@textilbuendnis.com

Websites: 
Textilbündnis
Thema auf BMZ Website

Training in Bangladesch
© GIZ / Ranak Martin

Training in Bangladesch
© GIZ / Ranak Martin

Stand: Februar 2018