Förderung von Sozial- und Umweltstandards in der Industrie III in Bangladesch

Zielsetzung

Staatliche, privatwirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Akteure nutzen verstärkt Kapazitäten, die Grundlage für die Gestaltung nachhaltigen Wirtschaftswachstums in der Textil-, Bekleidungs- sowie lederverarbeitenden Industrien Bangladeschs sind.

Kurzbeschreibung

Das Vorhaben umfasst drei Handlungsfelder:

  1. Nachhaltigkeitsmanagement einschließlich der Förderung von Modellen geteilter Verantwortung
  2. Stärkung zivilgesellschaftlicher Akteure
  3. Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt

Die Kapazitätsentwicklung ist auf der Ebenen der Veränderungen des Partnersystems ausgerichtet: Rahmenbedingungen, Organisation und Personen. Das Partnersystem umfasst sowohl Strukturen der Regierung, der Industrien des Textil- und Ledersektors als auch der Zivilgesellschaft. Das Vorhaben trägt dazu bei, dass die wirtschaftlichen und sozialen Menschenrechte besser verwirklicht sind. Strategien und Managementkonzepte für nachhaltiges Wirtschaftswachstum werden von Industrieverbänden, Regierungsinstitutionen und der Zivilgesellschaft gemeinsam entwickelt und umgesetzt.

Bisherige Ergebnisse

  • Zwei Industrieverbände (BGMEA & LFMBEA) wurden beraten, eine Nachhaltigkeitsstrategie für den Bekleidungs- bzw. Ledersektor zu erarbeiten. Hierfür wurden konkrete Ziele und Meilensteine entlang festgelegter Zeitschienen definiert (Road Map), z. B in Bezug auf abzusenkende Zahlen beim Wasserverbrauch in der Produktion.
  • Die staatliche Feuerwehr kooperiert mit der Textilwirtschaft, um Brände und Gebäudeeinstürze vorzubeugen.
  • In Kooperation mit der Privatwirtschaft werden innovative Konzepte zur kommerziellen Verwendung von Klärschlamm pilotiert.
  • Modelle für Mitbestimmung und Beteiligung von Arbeiter/-innen am innerbetrieblichen Nachhaltigkeitsmanagement (u.a. Arbeitnehmerrechte) werden pilotiert.
  • Mehr als 515 Menschen mit Behinderung wurden wieder in den Arbeitsmarkt integriert, auch Betroffene der Rana-Plaza-Katastrophe.

Name:
Förderung von Sozial- und Umweltstandards in der Industrie III in Bangladesch

Land:
Bangladesch

Projektlaufzeit:
07/2017 – 06/2020

Projektpartner:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Kontakt:
Werner Lange:
werner.lange@giz.de

Website

Rasante Entwicklung der Lederindustrie 
© GIZ / Sabrina Asche

Rasante Entwicklung der Lederindustrie 
© GIZ / Sabrina Asche

Stand: Februar 2018