Förderung von Sozial- und Umweltstandards in der Industrie III in Bangladesch

Zielsetzung

Staatliche, privatwirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Akteure nutzen verstärkt Kapazitäten, die Grundlage für die Gestaltung nachhaltigen Wirtschaftswachstums in der Textil-, Bekleidungs- sowie lederverarbeitenden Industrien Bangladeschs sind.

Kurzbeschreibung

In Bangladesch ist die Textil-, Bekleidungs- und Lederindustrie für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes von entscheidender Bedeutung. Sie beschäftigt zusammengefasst fast fünf Millionen Menschen, davon sind schätzungsweise bis zu 80 % Frauen. Kernproblem ist, dass Fabriken, insbesondere in der Textil-, Bekleidungs- und Lederindustrie nationale Umwelt- und Arbeitsgesetze sowie internationale Standards nur unzureichend einhalten. Das Vorhaben verfolgt einen Mehr-Ebenen- und Multi-Stakeholder-Ansatz, der eine Zusammenarbeit mit Ministerien und Behörden, Wirtschaftsverbänden und Unternehmen sowie mit Nichtregierungsorganisationen einschließt. Die Strategie des Vorhabens ist es die Kapazitäten, die zur Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards notwendig sind durch Modelle geteilter Verantwortung zu stärken. Das Vorhaben wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert.

Bisherige Ergebnisse

Die Folgemaßnahme knüpft mit ihrer Arbeit an das vorausgegangene Vorhaben an. Seit 2010 hat das Vorhaben mehr als 780 Fabriken bei der Verbesserung von Sozial- und Umweltstandards beraten. In 20 Frauencafés wurden rund 200.000 Fabrikarbeiterinnen für ihre Arbeitsrechte sensibilisiert und ca. 10.000 Arbeitsstreitigkeiten geklärt. Durch ein „Inklusives Job Center“ werden Menschen mit Behinderungen dabei unterstützt einen angemessenen Beruf zu finden, seit 2015 wurden so 193 Menschen eine Ausbildung in der Textilindustrie und rund 150 Personen eine Beschäftigung vermittelt. Zusammen mit der ILO bildete das Vorhaben 300 Arbeitsinspektoren aus. Ein Trainingsprogramm für Fabrikarbeiter/-innen zum Betrieb von Kläranlagen wurde entwickelt sowie Lösungen zur Entsorgung von mit Schwermetallen angereichertem Klärschlamm eingeführt. In der dritten Phase des Projekts wird durch sogenannte Modelle geteilter Verantwortung die Kooperation zwischen verschiedenen staatlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Akteuren gefördert.

Name:
Förderung von Sozial- und Umweltstandards in der Industrie III in Bangladesch

Land:
Bangladesch

Projektlaufzeit:
07/2017 – 06/2020

Projektpartner:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Kontakt:
Daniel Schreiber
daniel.schreiber@giz.de

Website

Aufgrund der rasanten Entwicklung der Lederindustrie
ist diese in das Programm mit aufgenommen worden. 
© GIZ / Sabrina Asche

Aufgrund der rasanten Entwicklung der Lederindustrie
ist diese in das Programm mit aufgenommen worden. 
© GIZ / Sabrina Asche

Stand: Februar 2018