Cotton made in Africa

Zielsetzung

Cotton made in Africa (CmiA) hat sich zum Ziel gesetzt, durch die Aktivierung von Marktkräften bessere Arbeitsbedingungen für hunderttausende afrikanische Baumwollbauern und -bäuerinnen sowie für Arbeiter/-innen am Anfang der textilen Kette in Afrika zu schaffen und die Umwelt in den Baumwoll-Anbauregionen zu schützen.

Dafür verbindet CmiA Kleinbauern/-bäuerinnen und Fabrikarbeiter/-innen weltweit mit Produzenten entlang der textilen Wertschöpfungskette, Textilunternehmen, Brands sowie Konsumenten und Konsumentinnen. Das „Cotton made in Africa“- Qualitätslabel am Produkt steht für dieses Ziel und gibt der Baumwolle, die von Kleinbauern/-bäuerinnen gemäß der sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeitskriterien von „Cotton made in Africa“ angebaut wird, ein Gesicht im internationalen Handel. Langfristig trägt das Engagement des Unternehmens dazu bei, dass sich die Lebens- und Arbeitsbedingungen von zahlreichen Beschäftigten in Entwicklungsländern in einer der größten und wichtigsten Branchen verbessern.

Kurzbeschreibung

Als einer der größten Standards für nachhaltige Baumwolle setzt sich „Cotton made in Africa“ für nachhaltigen Baumwollanbau ein, um die Umwelt zu schützen und bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Baumwollindustrie Subsahara-Afrikas zu schaffen. Internationale Textilunternehmen und Brands erhalten so Zugang zu einem hochwertigen Rohstoff für ihre Produkte, der weltweit und einfach in die textile Wertschöpfungskette integriert werden kann und schaffen Transparenz in ihrer Kette. Ca. 30 internationale Textilunternehmen und Brands kaufen aktuell die zertifiziert nachhaltige CmiA-Baumwolle ein, verbinden so Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gewinnbringend miteinander. Konsumenten/-innen erkennen an der „Cotton made in Africa“- Aufschrift am Produkt, dass sie beim Kauf etwas besonders Gutes für die Menschen in den Anbauländern und die Umwelt getan haben. Mit Hilfe von Kooperationsprojekten trägt „Cotton made in Africa“ zusammen mit Partnern der öffentlichen und privaten Hand dazu bei, die schulische Infrastruktur in den Projektregionen auszubauen, eine bessere Trinkwasserversorgung zu gewährleisten oder die Rechte von Frauen zu stärken. Diese über den reinen Baumwollanbau hinausgehenden Projekte stärken die lokale Gemeinschaft und tragen unmittelbar zur Verbesserung der Lebensbedingungen der afrikanischen Baumwollanbauenden und ihren Familien bei.

Bisherige Ergebnisse

CmiA schult mehr als 695.000 Kleinbauern und – bäuerinnen in 9 Ländern in nachhaltigen Anbaumethoden, betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und gesellschaftlichen Themen wie Kinderarbeit oder der Gleichstellung zwischen Mann und Frau. Mehr als 280.000 metrische Tonnen entkörnte, CmiA zertifizierte Baumwolle wurden in 2016 geerntet. Damit ist CmiA das größte Label für nachhaltige Baumwolle in Afrika und hat einen Anteil von rund 30% der gesamten Baumwollproduktion in Subsahara Afrika.

Über 5,7 Millionen Menschen aus den CmiA Produktionsländern profitieren von der Initiative.
Pro Kilogramm Baumwollfaser spart CmiA-Baumwolle im Vergleich zum globalen Durchschnitt mehr als 2.100 Liter Wasser und verursacht bis zu 40% weniger Treibhausgasemissionen als konventionelle Baumwolle.

Ca. 30 Unternehmen aus den Bereichen Textil und Fashion setzen auf „Cotton- made-in-Africa“-Baumwolle für ihre Produkte und brachten mehr als 50 Millionen CmiA-Textilien auf den Markt. Die Einnahmen aus Lizenzgebühren pro Textil konnten im Vergleich zum Vorjahr abermals gesteigert werden (+47%).

Durch das weltweite Netzwerk aus 13 Baumwollhändlern und 69 CmiA registrierten Spinnereien und Textilproduzenten ist CmiA global vertreten und verfügbar.

Name:
Cotton made in Africa

Länder:
Äthiopien / Ghana / Elfenbeinküste / Kamerun / Sambia / Simbabwe / Mosambik / Tansania / Uganda (CmiA Baumwollproduktionsländer)

Projektlaufzeit:
2005 – fortlaufend

Projektpartner: Aid by Trade Foundation, WWF, Welthungerhilfe, NABU, Care International, Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ), 69 registrierte CmiA Spinnereien und Textilproduzenten, 13 Baumwollhändler

Kontakt:
Aid by Trade Foundation:
info@abt-foundation.org
+49 (0) 40 2576 755 – 00

Websites:
www.cottonmadeinafrica.org
CmiA bei Facebook
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CmiA bei Instagram
ARD-Doku zu CmiA in der textilen Kette: Mode schlägt Moral
Zeit-Artikel: Wo die Hoffnung wächst

© Cotton made in Africa /
C. Ben Bella

© Cotton made in Africa /
C. Ben Bella

Stand: Februar 2018