Arbeits- und Sozialstandards im Textil- und Bekleidungssektor in Asien

Zielsetzung

Staatliche und private Akteure in der asiatischen Textil- und Bekleidungsindustrie verbessern Sozial- und Arbeitsstandards. Beschäftigte, Arbeitgeber und staatliche Organisationen wenden in Pilotversuchen Mechanismen und Prozesse an, die zur Verbesserung von Nachhaltigkeitsstandards beitragen.

Kurzbeschreibung

Das Programm beteiligt sich aktiv an der Entwicklung des asiatischen Textilsektors, indem es Austausch, Wissensvermittlung und Kooperation initiiert und moderiert – zwischen Beschäftigten und dem Management in Fabriken, innerhalb von Ländern und über Landesgrenzen hinweg.

In Bangladesch, Kambodscha, Myanmar und Pakistan gibt es Programmvereinbarungen mit den jeweiligen Regierungen. Die Branche selbst wird hauptsächlich über die Wirtschaftsverbände angesprochen.

In China hat das Programm eine Absichtserklärung mit dem Nationalen Chinesischen Textil- und Bekleidungsrat (CNTAC) geschlossen. Um die Belange der Beschäftigten angemessen zu berücksichtigen, werden sie oder die Arbeitnehmervertretungen sowie die Friedrich-Ebert-Stiftung in die Planung und Durchführung von Maßnahmen einbezogen. Auf regionaler Ebene arbeitet das Programm eng mit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zusammen.

Das Programm baut auf den Erfahrungen der GIZ zu Arbeits- und Sozialstandards in der Textilindustrie auf.

Bisherige Ergebnisse

  • Dialogtrainings zwischen Management und Arbeitervertretern in über 40 Fabriken zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen. Durch die Trainings werden über 25.000 Arbeiter/innen erreicht.
  • Einführung einer Infotainment-App für die Arbeiterinnen in Myanmar. Die App informiert über Arbeitsrecht und Gesundheit am Arbeitsplatz. Die App wurde im ersten halben Jahr seit ihrer Einführung von knapp 5000 Nutzer/innen geöffnet.
  • Überarbeiterer Code of Conduct für kambodschanische Arbeitsinspektoren plus Medienkampagne (TV-Spots, Booklet) der Kambodschanischen Regierung.
  • Teilnahme von rund 1000 Entscheidern in zehn regionalen Konferenzen und Netzwerkveranstaltungen, unter anderem zu den Themen existenzsichernde Löhne, Chemikalienmanagement (ZDHC), sozialer Dialog und Feuer- und Gebäudesicherheit.
  • Wissenstransfer durch die Aufarbeitung und Veröffentlichung von bewährten Arbeitsbeispielen aus fünf Ländern zu den Themen Feuersicherheit, Gesundheit am Arbeitsplatz, Förderung von Frauen, Umweltschutz und Sozialer Dialog.

Name:
Arbeits- und Sozialstandards im Textil- und Bekleidungssektor in Asien

Land / Region:
Asien (vor allem Bangladesch, China, Kambodscha, Myanmar, Pakistan)

Projektlaufzeit:
02/2015 – 01/2018

Projektpartner:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Kontakt:
Marc Beckmann:
marc.beckmann@giz.de

Website

Verbesserte Arbeits- und Sozialstandards
© GIZ / Sabrina Asche

Verbesserte Arbeits- und Sozialstandards
© GIZ / Sabrina Asche

Stand: Februar 2018