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Mitglieder

FEMNET e.V.

Webseite:
www.femnet.de

Mitglied seit
2014/10

Akteursgruppe:
Zivilgesellschaft

Unternehmenssitz:
Kaiser-Friedrich-Strasse 11, 53113 Bonn

Anzahl Mitarbeiter*innen:
15

Selbstdarstellung

FEMNET e.V. ist ein 2007 gegründeter gemeinnütziger Frauenrechtsverein. Ein besonderer Schwerpunkt von FEMNET liegt in dem Einsatz gegen Ausbeutung von Frauen in der Bekleidungsindustrie des globalen Südens, wo ein Großteil der westlichen Kleidung genäht wird. FEMNET setzt sich mit politischem Engagement dafür ein, dass Unternehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung für ihre Lieferkette übernehmen, ihren Sorgfaltspflichten gemäß den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte nachkommen und die Politik hierfür in Deutschland und auf europäischer Ebene verbindliche Regeln schafft.

FEMNET unterstützt mit Projekten und einem Solidaritätsfonds die Rechte von Frauen im globalen Süden und betreibt in Deutschland Bildungsarbeit an Hochschulen und Schulen. FEMNET berät auch Städte und Kommunen beim Einkauf fairer Dienstkleidung und informiert über Siegel und "faire" Kleidung.

Weitere Informationen:
https://femnet.de/ueber-femnet/mission-ziele/unsere-schwerpunkte.html
https://femnet.de/informationen/materialien-medien/broschueren-flyer.html
 

CSR-Profil

Das Leitbild von FEMNET drückt unser Nachhaltigkeitsverständnis aus.

Weitere Informationen:
https://femnet.de/ueber-femnet/mission-ziele/der-verein.html
 

Mitgliedschaften

Mitglied der Clean Clothes Campaign, Mitglied beim CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung

 

 

Berichte

Review-Prozess 2021

Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften, Standardorganisationen und Verbände kommen im Review-Prozess einer angepassten Berichtspflicht nach und beantworten diese drei Leitfragen:

Wie hat sich Ihre Organisation im Berichtszeitraum in das Textilbündnis eingebracht (finanziell, personell oder in Form von Wissen)?

FEMNET hatte sich für 2019 folgende verbindliche Ziele gesetzt:

  1. Förderung existenzsichernder Löhne: FEMNET hat zum Firmenscheck 2019 der Clean Clothes Campaign aktiv beigetragen. (Nachweis: https://femnet.de/fuer-frauenrechte/kampagnen/existenzlohnjetzt-faire-loehne-fuer-textilarbeiter-innen/nachrichten/1237-wie-fair-zahlt-deine-marke.html)
    Im Jahr 2020 kam mit aktiver Mitarbeit von FEMNET der „Fashion Checker“ heraus. Hierzu wurden über 100 Unternehmen, darunter 20 deutsche , angeschrieben und zur Lohnhöhe und Transparenz befragt (Nachweis: https://femnet.de/fuer-frauenrechte/kampagnen/existenzlohnjetzt-faire-loehne-fuer-textilarbeiter-innen/aktiv-in-deutschland.html) FEMNET hat zudem einen Workshop für Textilbündnismitglieder organisiert, um die Ergebnisse und Forderungen aus dem Fashion Checker zu erläutern.  
  2. Zugang zu effektiven Beschwerdemechanismen: FEMNET beteiligt sich an der BI Beschwerde-mechanismus. Gisela Burckhardt hat am 23.2.2019 in Dhaka, Bangladesch in einem von unseren Partnern organisierten Workshop mit zahlreichen NGOs und Gewerkschaften über Vor-und Nachteile von Beschwerdesystemen diskutiert. Außerdem hat Gisela Burckhardt an einem von unserem Partner Cividep in Indien organisierten Workshop gegen GBV im Januar 2021 teilgenommen, in dem ebenfalls Beschwerdemöglichkeiten diskutiert wurden. Die Ergebnisse wurden in die beiden Bündnisiniativen des Textilbündnisses eingebracht.
  3. Beteiligung an der BI Tamil Nadu: FEMNET hat sich aktiv in der BI Tamil Nadu eingebracht. Die 1. Phase wurde erfolgreich beendet, FEMNET nahm an der Konferenz im Februar 2020 teil, an der auch zahlreiche Unternehmen, Regierungsvertreter*innen sowie NGOs und Gewerkschaften teilnahmen. Die 2. Phase ist derzeit in Planung, auch unter aktiver Mitwirkung von FEMNET.
  4. Bewusstseinsbildung zu nachhaltigen Textilien: FEMNET hat im Jahr 2019 insgesamt 69 Hochschul- und Schulveranstaltungen durchgeführt, 16 Bildungsmodule als Toolkit zur freien Nutzung online gestellt und rund 1500 Studierende und über 700 Schüler*innen erreicht. Mit 37 Veranstaltungen haben wir rund 1260 Personen erreicht. Insgesamt wurden 2019 über alle unsere Veranstaltungen ca. 4920 Personen erreicht. Im Jahr 2020 haben wir die Mehrheit der Veranstaltungen wegen Corona virtuell durchführen müssen. Dabei konnten wir insgesamt mit 42 Veranstaltungen über 2000 Personen erreichen.
  5. Unterstützung bei der Umsetzung: Beratung von Städten und Kommunen beim Einkauf fairer Dienstkleidung: Im Jahr 2019 hat FEMNET 48 Veranstaltungen mit 1370 Verwaltungsmitarbeiter*innen von Kommunen und Städten durchgeführt. Pilotprojekte gab es mit Karlsruhe, Mannheim, Merkkleeberg, Stuttgart und Veitsbronn. Im Jahr 2020 wurde die Beratung der Stadt Karlsruhe fortgesetzt und ein Indikatrorenraster für ein nachhaltiges Lieferkettenmanagement unter Zugrundelegung der UN-Leitpinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte entwickelt. Zudem gab es 9 Impulsberatungen mit 168 Teilnehmer*innen, 19 Kurzberatungen von Kommunen, 7 Workshops an Verwaltungshochschulen sowie 15 Vorträge und Veranstaltungen mit 618 Teilnehmer*innen zum Thema öffentliche Beschaffung.
  6. Förderung des politischen Dialogs: FEMNET hat zusammen mit ECCHR eine kritische Stellungnhame zu Audits im Jahr 2019 erstellt (Nachweis: https://www.business-humanrights.org/de/blog/sozialaudits-in-der-textilbranche-wie-kann-man-kontrolleure-kontrollieren/)
    Im Jahr 2020 wurde zusammen mit Public Eye eine kritische Bewertung der Unternehmensberichte zum Grünen Knopf erstellt, die im Januar 2021 online gestellt wurde: https://femnet.de/download/send/25-csr/274-recherchebericht-haelt-der-gruene-knopf-was-er-verspricht.html
  7. Ausweitung des Informationsangebots: FEMNET hat 16 Bildungsmodule als Toolkit zur freien Nutzung für Hochschulen online gestellt. Im Jahr 2020 hat FEMNET intensiv zum Thema Gender based Violence gearbeitet, sich in der Expertengruppe zu GBV  eingebracht und auch Videoclips zum Thema erstellt. FEMNET hat ein Projekt zum Thema mit Partnern in Bangladesch und Indien durchgeführt und sich in Deutschland für die Ratifizierung der ILO Convention 190 eingesetzt (https://femnet.de/fuer-frauenrechte/kampagnen/gegen-gewalt-bekleidungsindustrie/nachrichten-gegengewalt.html) Im Januar 2020 führte FEMNET einen Workshop zum Thema GBV in Indien mit unserem Partner Cividep durch und machte auf das Querschnittsthema im Textilbündnis aufmerksam.
  8. Evaluierungen: a) Analyse der roadmaps: im Jahr 2019 beauftragte FEMNET die Analyse der von Unternehmen erstellten roadmaps aus dem Jahr 2018. Der Bericht wurde vom Öko-Institut erstellt, das uns auch im Jahr 2019 beratend beim Review Prozess zur Seite stand. B) Im November 2020 hat FEMNET zusammen mit anderen NGOs der Zivilgesellschaft im Textilbündnis den Synthesebericht: „Auswirkungen von COVID-19 auf die Textilindustrie“ beim Institut für Entwicklung und Frieden in Auftrag gegeben.
  9. FEMNET hat als eine Vertreterin der Zivilgesellschaft an den Sitzungen des Steuerungskreises teilgenommen. Außerdem war FEMNET aktiv in der BI Tamil Nadu, in der Expertengruppe GBV, 2019 in der EG Review, seit 2020 in der Expertengruppe zu Beschwerdemechanismen.
Mit welchen Maßnahmen hat Ihre Organisation im Berichtszeitraum zur Erreichung der Bündnisziele beigetragen?

Mit allen oben aufgeführten Maßnahmen hat FEMNET zu den Bündniszielen beigetragen, im Jahr 2020 besonders zu den Themen Gender based Violence und Beschwerdemechanismen sowie Förderung des politischen Dialogs.

Welche Maßnahmen zur Erreichung der Bündnisziele nehmen Sie sich im kommenden Berichtszeitraum vor?

FEMNET nimmt sich für die kommenden zwei Jahre (2021+2022) folgende Maßnahmen vor:

  1. Aktive Beteiligung und administrative Betreuung der BI Tamil Nadu. Weiterentwicklung des Konzepts für die 2. Phase der BI TN: Absprache mit anderen Stakeholdern und mit SAVE als durchführender NGO, direkte Beratung und Begleitung von SAVE bei der Umsetzung der Initiative. Eine Personalstelle sowie ehrenamtliche Arbeit werden dafür eingebracht.
  2. Beteiligung an der BI Beschwerdemechanismen, insbesondere Unterstützung der NGOs in Indien (evtl. auch Vietnam) bei der Weiterentwicklung des back-up Mechanismus. Regelmäßige Teilnahme an den Sitzungen der BI, begleitende Unterstützung von unseren Partnern in Indien, wenn Beschwerdefälle vorgebracht werden, Einbringen der Sichtweise unserer Partner in die BI, Begleitung des Moduls zu Beschwerdemechanismen in Pakistan.
  3. Mitarbeit in der Strategiegruppe zu Beschwerden: Entwicklung eines Beschwerdeverfahrens oder einer Strategie wie zukünftig mit Beschwerden umgegangen wird, die direkt an das BS gerichtet werden.
  4. Beteiligung an der Expertengruppe zu GBV. Möglicherweise entwickelt sich eine BI für Bangladesch zusammen mit GOTS. FEMNET kann hier ihre Expertise aus einem Projekt gegen GBV in Bangladesch einbringen, evtl. auch lokale NGO Partner.
  5. Mitarbeit im Steuerungskreis als Vertreterin der Zivilgesellschaft. Teilnahme an den regelmäßigen Sitzungen, intensive Vorbereitung mit den anderen zivilgesellschaftlichen Vertreter*innen und dem Koordinator, dafür Durchführung von zweiwöchigen Beratungen im kleinen Kreis und Updates der restlichen Zivilgesellschaft alle 2-3 Monate. Hierfür werden Stunden einer Honorarkraft eingebracht.
  6. FEMNET wird sich in den kommenden zwei Jahren verstärkt mit dem Thema Gesundheit von Frauen in der Bekleidungsindustrie befassen und dieses Thema auch ins Textilbündnis einbringen.
  7. Bewusstseinsbildung zu nachhaltigen Textilien an Hochschulen und Schulen. In den Jahren 2021 und 2022 sind mindestens 56 Veranstaltungen an Schulen und Hochschulen mit mindestens 840 Teilnehmenden geplant.
  8. Beratung von Kommunen und Städten beim Einkauf „fairer“ Dienstkleidung. 2021 werden mehrere Bezirke der Stadt Berlin beraten. Zudem werden 10 Impulsworkshops mit Kommunen sowie 5 Workshops an Verwaltungshochschulen durchgeführt, an denen insgesamt mindestens 300 Beschaffer*innen teilnehmen.
  9. Kritische Begleitung des Grünen Knopfs 2.0 im Jahr 2021: Kommentierung des Vorschlags des BMZ.