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Neue Expert*innen-Gruppe Kreislaufwirtschaft

Aktuelles
25.10.2020

Neue Expert*innen-Gruppe Kreislaufwirtschaft

Am 07. Oktober startete die neue Expert*innen-Gruppe (EG) Kreislaufwirtschaft mit einem virtuellen Auftaktgespräch. Rund 35 Bündnismitglieder beteiligen sich an der neuen EG. Sie möchten Best Practices und Leitfäden zu kreislauffähigen Verfahren und Produkten entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette ermitteln und weiterentwickeln. Dabei orientieren sie sich in erster Linie am Sorgfaltspflichten-Ansatzes der OECD.

Die Förderung kreislauffähiger Textilien verspricht großes Potenzial, um die negativen Umweltauswirkungen der Textilproduktion zu minimieren. Im Kern geht es darum, Herausforderungen zu identifizieren sowie Lösungsansätze zu erarbeiten, um den Wert von Fasern und Textilien möglichst lange zu erhalten. Abfälle und Ressourcenverbrauch sollen auf ein Mindestmaß beschränkt und – im besten Fall – alle Ressourcen wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden.

Die Mitglieder der Expert*innen-Gruppe planen Aktivitäten zu fünf Themenschwerpunkten:

  1. Nachhaltiges Design: Das nachhaltige Design spielt eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung von Kreislaufwirtschaft. Voraussetzung für kreislauffähige Produkte sind hochwertige Rohstoffe und Materialien, die bereits im Designprozess festgelegt werden. Zudem wird bestimmt, welche technischen Material- und Verarbeitungsaufwände für die Entstehung eines Produktes nötig sind. Die EG will Übersichtsmaterialien und Unterstützungsangeboten zu kreislauffähigen Fasern erarbeiten, um die Optimierung von Designkonzepten und dem Fasereinsatz sowie eine bessere Faserbewertung voranzutreiben.
  2. Reparatur, Sharing, Sammlung, Re-Use und Recycling: Dabei geht um die Weiterverwertung der Textilien und um die Herausforderungen, die mit den Themen geknüpft sind. Zu diesen Themen bilden die Expert*innen Unterarbeitsgruppen. Hier stellen sie Best Practices zusammen und tauschen sich über die Problematiken und mögliche Lösungsansätze aus.
  3. Alternative Geschäftsmodelle: Hierbei geht insbesondere um Leasing, Sharing und Reparatur,  – allesamt Modelle mit großem Potential.
  4. Verpackung: Verpackungen gehen mit einem hohen Ressourceneinsatz einher. Es gilt hier den Umfang und Materialeinsatz zu optimieren, um nachhaltige Ressourcen einzusetzen und eine bestmögliche Recyclingfähigkeit zu gewährleisten. Zu diesem Zweck soll eine Peer-Learning-Gruppe ins Leben gerufen werden mit zwei Zielen: Zum einen wollen die Mitglieder Tools zur Materialbewertung besser zugänglich zu machen. Zum anderen geht es bei der Optimierung der Verpackungslogik darum, wie sich Verpackungen einsparen lassen und welche nachhaltigen Alternativen es gibt.
  5. Branchenübergreifender Stakeholder-Dialog: Stakeholder der Textilsammlung, Verwertung, Recycler, Designer und Produzenten stehen bislang kaum im Austausch. Die EG möchte daher einen Dialog mit relevanten Partnern wie Industrieverbände, Forschungsinstituten und Organisationen fördern, die ebenfalls am Thema Kreislaufwirtschaft arbeiten.

In der Expert*innen-Gruppe Kreislaufwirtschaft engagieren sich diese Bündnismitglieder:
ALDI NORD, ALDI SÜD, artus group, bluesign, BMZ, Brands Fashion, Bremer Baumwollbörse, Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels, CharLe, Closed Loop Fashion, Deuter Sports, Dibella, Dieckhoff Textilsysteme, FairWertung, Gemeinschaft für textile Zukunft, Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie, GOTS, GREIFF Mode, HAKRO, Hof University, Hopp, HUMANA Kleidersammlung, IVY & OAK, KiK, Lidl, MISEREOR, NABU, NKD Services, OEKO-TEX, ORTOVOX Sportartikel, Primark, Sympatex Technologies, Takko, Tchibo, Triaz (Waschbär Umweltversand), Umweltbundesamt, VAUDE Sport, WWF und ZDHC

Melden Sie sich bei Fragen oder wenn Sie sich an der EG beteiligen möchten, bei der Koordinatorin der EG Creta Gambillara.

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