Aus den Projekten

Gemeinsam mehr erreichen – Bündnisinitiative Existenzsichernde Löhne startet!

In der Sitzung vom 30. November hat der Steuerungskreis den Start der Bündnisinitiative (BI) Existenzsichernde Löhne beschlossen. Die geplante Bündnisinitiative Existenzsichernde Löhne sieht vor, dass Unternehmen zu einer kontinuierlichen Lohnsteigerung in der Industrie beitragen indem sie sowohl intern ihre Einkaufspraktiken verbessern als auch extern in Produktionsländern Vereinigungsfreiheit und Kollektivabkommen stärken. Die Bündnisinitiative wird modular aufgebaut: Bei einer Teilnahme an der BI verpflichten sich Unternehmen in einem Basismodul ihre Einkaufspraktiken, mit Hilfe des von Action Collaboration Transformation (ACT) entwickelten „Purchasing Practices Self-Assessment“, zu analysieren und ausgehend davon zu verbessern. In weiteren Modulen sollen Unternehmen auch in Produktionsländern existenzsichernde Löhne fördern. Als erstes Pilotland ist dabei aktuell Kambodscha vorgesehen. In Kambodscha plant die BI zur Umsetzung des von ACT gestützten Kollektivabkommen in der Industrie durch weitere Bündnisunternehmen beizutragen. Am 17. Januar informiert die Expertengruppe in einem Webinar über die Initiative. Über einen Link im Mitgliederportal können Sie an dem Webinar teilnehmen. Unternehmen, die sich an der Initiative beteiligen möchten, können sich ab sofort beim Sekretariat melden.

Kontakt: Kristin Huber (kristin.huber@giz.de)

 

10 Projekte unserer Mitglieder

Unter dem Motto „voneinander lernen, gemeinsam Ziele erreichen“ stellt das Bündnis hier 10 ausgewählte Projekte vor, mit denen sich Bündnismitglieder für die Verbesserung sozialer, ökologischer und ökonomischer Bedingungen entlang der gesamten Textillieferkette engagieren.

Während ALDI SÜD und ALDI Nord sich für frühkindliche Bildung einsetzten und Brands Fashion existenzsichernde Löhne in den Fokus stellt, entwickelte C&A die weltweit erste Jeans, die im Mode-Kreislauf bleibt. Wie Transparenz für nachhaltige Baumwolle geschaffen werden kann und Konsument*innen sich dank eines Transparenzcodes über den Ursprung und die Herstellung ihrer Textilien informieren können, erfahren Sie bei Dibella und GREIFF. Die Bedeutung einer regionalen Wollwertschöpfungskette bei Lebenskleidung im Mittelpunkt, unterdessen informiert ZDHC über die Substitution schädlicher Chemikalien in der Kunstlederproduktion. Terre des hommes kämpft für das Ende von Kinder- und Zwangsarbeit in Südindiens Textilindustrie. VAUDE engagiert sich auch bei Unterlieferanten für verbesserte Umwelt- und Sozialstandards und KiK stärkt die Gebäudesicherheit in Pakistan durch Übertragung der Bangladesh Accord Standards.

Thematisch vielfältig verfolgen die Projekte das Ziel, Produkte und Prozesse nachhaltiger zu gestalten. Sie alle teilen Umsetzungserfahrungen, vermitteln Wissensgrundlagen für das Initiieren ähnlicher Projekte und setzten Impulse für eine Zusammenarbeit.

 

Umwelt- und Chemikalienmanagement: Pilotierung des Basic Trainings

Im pakistanischen Lahore fand das erste Basic Training der Bündnisinitiative statt, in dem dort ansässige Textilproduzenten mit Nassprozessen einen Überblick über praktische Ansätze zum nachhaltigeren Umwelt- und Chemikalienmanagement erhielten.

Das Training am 1.12. bot ein gutes Austauschformat im Anschluss an das Environmental Forum vom 28.-29. November in Lahore.

Textilbündnismitglieder hatten ihre Zulieferer eingeladen und stießen auf enorme Resonanz. Mehr als 80 Personen zeigten Interesse für die vorhandenen 40 Plätze. Darunter waren Lieferanten von Aldi, Brands Fashion, Primark, Rewe, S.Oliver, Takko und Tchibo. Das Interesse an weiterführenden Trainings in Pakistan war sehr groß.

 

Unterstützungsangebot: Handreichung Schurwolle

Als neues Unterstützungsangebot im Bereich Fasern steht Ihnen nun die Handreichung „Eine eigene Policy entwickeln und implementieren – Verantwortungsvolle Beschaffung von Schurwolle“ zur Verfügung. Die Handreichung zeigt verschiedene Aspekte, die bei der Erstellung einer Policy berücksichtigt werden sollten auf und gibt Beispiele zur inhaltlichen Ausgestaltung.

Die Handreichung finden Sie im Mitgliederbereich unter Werkzeuge & Hilfestellung oder direkt hier.


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