COVID-19 Update
Auswirkungen auf die Textil-Lieferkette
Informationen zu einzelnen Produktionsländern

In diesem Abschnitt geben wir Ihnen einen Überblick zu den aktuellen Entwicklungen in den Hauptbeschaffungsländern unserer Mitglieder.

Über die Echtzeit-Karte der Johns Hopkins Universität finden Sie eine Übersicht zu den aktuellen Zahlen der Corona-Infizierten pro Land.

Die Fair Wear Foundation bietet eine Übersicht verschiedener Nothilfefonds freier Träger für einzelne Länder.

Äthiopien
Aktuelle Situation

Lockdown: Am 8. April wurde ein Ausnahmezustand für 5 Monate ausgerufen. Größere Veranstaltungen sind künftig verboten sowie Schulen und Restaurants geschlossen.

Produktion: Etwa die Hälfte der Unternehmen im Hawassa Industrial Park, in dem bis zu 35.000 Menschen beschäftigt sind, stellte mittlerweile die Produktion ein. (Link) Im August kam es laut Medienberichten zu einem starken Anstieg von positiven COVID-19 Fällen in einem Industriepark. (Link)

Regierungsmaßnahmen: Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften und die Regierung haben sich auf ein dreigliedriges Protokoll geeinigt, um Entlassungen während der Krise zu verhindern. (Link) Staatliche Subventionen haben es den Exporteuren der verarbeitenden Industrie ermöglicht, vom kostenlosen Schienenverkehr zu profitieren und die Kosten für die Exportlogistik zu senken. Die neue Strategie der Regierung für Industrieparks sieht zudem die Einrichtung von Produktionszentren zur Herstellung von PSA für inländische und ausländische Märkte vor. (Link)

Weitere Informationen: Im Juli veröffentlichte die ILO den Report „COVID-19 and the garment and textile sector in Ethiopia: Workers’ perspective“, basierend auf einer Befragung äthiopischer Bekleidungsproduzenten.

Bangladesch
Aktuelle Situation

Lockdown: Seit dem 31. Mai wurden die Lockdown Regelungen wieder gelockert. Die Regierung nahm die wirtschaftlichen Aktivitäten langsam wieder auf und Handelszentren, Märkte, Büros sowie der öffentliche Nahverkehr wurden wieder geöffnet. (Link) Angesichts des anhaltenden Anstiegs der Corona-positiven Fälle stehen jedoch einige Distrikte mit hoher Infektionsrate erneut unter einem Lockdown (Link). Seit dem 1. Juli gilt eine Ausgangssperre von 22:00 – 05:00 Uhr. (Link) Vom 4. bis 21. Juli wurde außerdem ein Gebiet in der Hauptstadt Dhaka unter Quarantäne gestellt. (Link)

Produktion: Am 4. Mai verkündeten die zuständigen Behörden, dass nach und nach weitere Fabriken geöffnet würden. (Link) Bekleidungsfabriken sollen jedoch geschlossen werden, sobald eine bedeutende Anzahl von Arbeiter*innen mit COVID-19 infiziert ist. (Link) Mehrere Audit-Teams der BGMEA prüfen die Gesundheits- und Sicherheitssysteme der Fabriken durch unangemeldete Fabrikbesuche. (Link) Arbeitnehmervertreter*innen berichten über zwangsweise Entlassungen von Beschäftigten nach dem Eid-Urlaub. (Link) Lokale Fabrikbesitzer berichten, dass die meisten von ihnen zu 80% ausgelastet sind, da die Einkäufer mit Arbeitsaufträgen zurückkehren. (Link) In etwa 600 Fabriken stehen die Lohnauszahlungen für den Monat Juni noch aus, weshalb es vermehrt zu Unruhen kommt. (Link) Am 31. Juli veröffentlichte das Journal of Public Health einen Bericht zu den Auswirkungen von COVID-19 auf Arbeiter*innen der Textilindustrie in Bangladesch. (Link)

Regierungsmaßnahmen: Die Regierung kündigte Ende März ein Hilfspaket in Höhe von 590 Millionen USD (etwa 544 Millionen Euro) für die exportorientierte Industrie zur Bezahlung von Beschäftigten an. Am 15. April kündigte der Premierminister die Bereitstellung von 7,6 Mrd. Tk. (etwa 83 Millionen Euro) für Menschen, die infolge der Pandemie ihren Arbeitsplatz verloren haben, an. Das Finanzministerium wird außerdem Zinszahlungen für bis zu 500 Milliarden Tk. (etwa 5,4 Milliarden Euro) an Betriebsmittelkrediten subventionieren. (Link) Das Katastrophenschutzministerium hat beschlossen, das landesweite Programm zur Verteilung von Hilfsgütern vorerst auszusetzen. Dies wird damit begründet, dass die Menschen ihrer Arbeit langsam wieder nachgingen. (Link) Unternehmen, die ihre Beschäftigten derzeit nicht bezahlen, erhalten laut Arbeitsministerium kein Geld aus dem angekündigten Rettungspaket. (Link) Die COVID-19 Gesundheitsrichtlinie der Regierung empfiehlt, dass Arbeitgeber Mitarbeiter*innen mit Coronavirus-Symptomen bezahlten Kranken- oder Sonderurlaub gewähren sollten. (Link) Laut Arbeitsminister Begum Monnujan Sufian habe das Ministerium Tk84 crore aus seinem zentralen Fonds für das Wohlergehen der Beschäftigten in der Bekleidungsindustrie im ganzen Land gespendet. (Link)

Weitere Entwicklungen: Verschiedene zivil-gesellschaftliche Akteure haben Spendenfonds zur Unterstützung von Arbeiter*innen eingerichtet (Link). Darunter befindet sich auch der Nothilfefonds für Textilarbeiter*innen in Indien und Bangladesch des Textilbündnismitglieds FEMNET e.V. Die Europäische Union stellt 93 Millionen Euro bereit, um die schätzungsweise eine Million Bekleidungsarbeiter*innen in Bangladesch zu unterstützen. Der Beitrag ist Teil des „Team Europe“ Hilfspakets in Höhe von 334 Millionen Euro zur Bekämpfung der Pandemie in Bangladesch. (Link)

Weitere Informationen

​​​​​​​Clean Clothes Campaign: Tägliche Updates zu länderspezifischen Entwicklungen in der textilen Lieferkette (Link)
Fair Labor Association: Kurzübersicht zu aktuellen Entwicklungen in Beschaffungsländern (Link)
Better Work: Kurze Übersicht zur Situation und den politischen Entscheidungen bezüglich Fabriken (Link)

Bulgarien
Aktuelle Situation

Lockdown: Bulgarien hat Mitte Mai mit der Lockerung der Einschränkungen begonnen. Der nationale Notstand, der seit dem 13. März galt, wurde am 13. Mai aufgehoben. (Link) Wegen stark steigender Corona-Zahlen hat die Regierung ab dem 10. Juli bereits aufgehobene Einschränkungen wieder eingeführt. (Link)

Produktion: Die Produktion wird in weiten Teilen und unter Gesundheits- und Sicherheitsvorkehrungen fortgeführt.  (Link)

Regierungsmaßnahmen: Die Regierung stellt 4,5 Milliarden BGN (etwa 2,4 Milliarden Euro) zur Unterstützung von Unternehmen bereit. Darunter fällt beispielsweise die Deckung von 60% des Lohns von Beschäftigten in den betroffenen Sektoren, die andernfalls entlassen worden wären, einschließlich der von den Arbeitgebern fälligen Sozialversicherungsbeiträge sowie der Aufschub von Zahlungen der Unternehmenssteuer bis zum 30. Juni. (Link)

China
Aktuelle Situation

Lockdown: Der landesweite Lockdown ist seit dem 8. April offiziell beendet. Es werden jedoch weiterhin Vorsichtsmaßnahmen getroffen. In einigen Provinzen China’s u.a. Jilin, Liaoning und Heilongjiang gab es Mitte Mai eine zweite Welle an Infektionen, weswegen es vom 19. Mai bis Anfang Juni  zu einem weiteren Lockdown kam. (Link) Aufgrund eines neuen COVID-19 Ausbruchs in China’s Hauptstadt Peking wurden am 15. Juni bis zum 1. Juli erneut Lockdown-Maßnahmen angeordnet. (Link) Jüngst wurde auch in der Provinz Anxin in der Nähe von Peking ein umfassender Lockdown angeordnet. (Link) In der Provinz Anxin in der Nähe von Peking wurde ein umfassender Lockdown angeordnet. (Link) Aufgrund vermehrter Fälle in der Region Xinjiang wurde auch in der Hauptstadt der Region Urumqi ein Lockdown verhängt. (Link)

Produktion: Seit einigen Wochen nehmen Fabriken in China ihre Arbeit allmählich wieder auf. (Link) Nach Angaben des Nationalen Statistikbüros im April 2020 sank die Bekleidungsherstellung im Januar und Februar um 36,61 Prozent auf 2,51 Milliarden Teile gegenüber den gleichen Monaten des Vorjahres. Zudem schrumpfte der Inlandsverkauf von Bekleidung in diesem Zeitraum um 33,2 Prozent auf 110,3 Mrd. Renminbi (15,55 Mrd. USD). (Link) Außerdem gibt ein Medienbericht von Sixth Tone Anfang Juni einen Einblick in die Herausforderungen, mit denen sich die Bekleidungsindustrie seit der Wiedereröffnung der Fabriken in Guangzhou konfrontiert sieht. Dem Artikel zufolge sehen sich Bekleidungsfabriken mit einem starken Auftragsrückgang, Verlust von Arbeitsplätzen und Existenzangst konfrontiert. (Link) Viele Fabriken in China haben ihre Produktion mit einem Schwerpunkt auf Masken und PPE-Produkten umgestellt. Durch die hohe weltweite Nachfrage dieser Produkte sind die Arbeitsbedingungen besonders intensiv,  Arbeiter*innen sind jedoch nicht entsprechend geschult und es kommt zu Unfällen. (Link)

Regierungsmaßnahmen: Die chinesische Regierung hat eine Reihe von Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen beschlossen. So können Mieten, Steuern und Sozialabgaben gesenkt oder gestundet werden. Weiterhin können Unternehmen Kredite zu ermäßigten Zinssätzen beantragen. In Großstädten können Unternehmen, die keine Mitarbeiter entlassen oder die Entlassungen auf ein Minimum reduzieren, eine Rückerstattung der Arbeitslosenversicherungsprämien erhalten.(Link)    

Weitere Informationen:

Clean Clothes Campaign: tägliche Updates zu länderspezifischen Entwicklungen in der textilen Lieferkette. (Link)

Indien
Aktuelle Situation

Lockdown: Indien kündigte Anfang Juni an, die nationalen Lockdown Regelungen weiter zu lockern. In der ersten Stufe eines Drei-Phasen-Plans wurden ab dem 8. Juni Einkaufszentren, Gebetsstätten, Hotels, Restaurants und andere gastgewerbliche Dienstleistungen geöffnet. Diese Maßnahmen gelten jedoch nicht für ausgewiesene „containment zones“, in denen ein höheres Übertragungsrisiko herrscht. (Link) Seit August erlaubt die indische Regierung im Rahmen der dritten Phase wieder Reisen ohne Einschränkungen innerhalb Indiens. Allerdings haben einige Bundesstaaten (z.B. Tamil Nadu) den Lockdown bis 31. August verlängert. Während Bildungseinrichtungen und der öffentliche Nahverkehr bis zum 31. August geschlossen bleiben, öffnen einige Freizeiteinrichtungen wie Fitnessstudios wieder. (Link)

Produktion: Seit der Lockerung des Lockdowns nehmen Fabriken ihre Produktion langsam wieder auf, jedoch mit beschränkter Kapazität. Einige Fabriken stellen derzeit Community-Masken und PSA her, um die Eindämmung des Virus zu unterstützen und sich über Wasser zu halten. (Link) Medien berichten vermehrt von der Schließung vieler Bekleidungsfabriken und Entlassungen von Arbeiter*innen. (Link | Link) Jene Fabriken, die geöffnet sind arbeiten bei maximal halber Auslastung. (Link) Während die Zahl der Infizierten steigt, sind Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer in den wiedereröffneten Fabriken gefährdet. (Link) Beispielsweise wurden in einer Fabrik in Karnatak 135 Arbeiter*innen positiv auf COVID-19 getestet. (Link)

Regierungsmaßnahmen: Die Regierung kündigte Ende März ein 23 Milliarden USD schweres Hilfspaket an, das in den nächsten drei Monaten rund 800 Millionen Menschen mit Nahrungsmitteln versorgen soll. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass viele Wanderarbeiter*innen keinen Zugang dazu haben werden, da sie sich derzeit nicht in ihren registrierten Wohnorten befinden. (Link) Das Arbeitsministerium arbeitet zudem an einem Vorschlag zur Bereitstellung von Mindestmaßnahmen der sozialen Sicherung für Arbeiter*innen des unorganisierten Sektors (bspw. Vertragsarbeiter*innen). (Link) Am 14. Mai wurde die Verteilung kostenloser Lebensmittel für Migrant*innen angekündigt. Finanzministerin Nirmala Sitharaman sagte, Getreidelieferungen im Wert von 463 Millionen USD würden 80 Millionen Migrant*innen zugute kommen. (Link) Angesichts der Notlage von Wanderarbeiter*innen inmitten der COVID-19 Pandemie setzt sich der Ständige Ausschuss für Arbeit für einen Sozialversicherungsschutz mit gesetzlicher Absicherung ein. (Link

In den vergangenen Wochen haben 13 indische Bundesstaaten Änderungen an geltenden Arbeitsgesetzen vorgenommen (bspw. die Erhöhung der Arbeitszeit von 8 auf 12 Stunden pro Tag). Die Bundesstaaten sehen die Änderungen darin begründet, dass die Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben nach dem Lockdown wieder erhöht werden müsse. Besonders graviered sind die Änderungen in den Bundesstaaten Madhya Pradesh, Uttar Pradesh und Gujarat. Während Madhya Pradesh einen Großteil der Bestimmungen des Factories Act anpasste, sehen die Verordnungen in Uttar Pradesh und Gujarat die Aussetzung fast aller Arbeitsgesetze vor. (Link) In den letzten zwei Monaten erließ die Regierung weitere Änderungen an Arbeitsgesetzen ohne die Gewerkschaften zu konsultieren. (Link)

Weitere Entwicklungen: Verschiedene zivil-gesellschaftliche Akteure haben Spendenfonds zur Unterstützung von Arbeiter*innen eingerichtet (Link). Darunter befindet sich auch der Nothilfefonds für Textilarbeiter*innen in Indien und Bangladesch des Textilbündnismitglieds FEMNET e.V.

Weitere Informationen

Clean Clothes Campaign: Tägliche Updates zu länderspezifischen Entwicklungen in der textilen Lieferkette (Link)

Fair Labor Association: Kurzübersicht zu aktuellen Entwicklungen in Beschaffungsländern (Link)

Indonesien
Aktuelle Situation

Lockdown: Die indonesische Regierung stellt sich auf ein „New Normal“ ein. Die Regierung plant eine Rückkehr zur Normalität in fünf Phasen, beginnend mit der Freigabe der Verkehrsdienste am 1. Juni und der Öffnung aller wirtschaftlichen Aktivitäten bis Ende Juli. (Link)

Produktion: Produktion derzeit ausgesetzt oder stark reduziert. Viele Arbeiter*innen wurden nach Hause geschickt. (Link) Indonesische Textilunternehmen stellen auf Produktion von medizinischen Masken und Schutzanzügen um. (Link) In einer Fabrik in Semarang City, Java, wurden 300 Arbeiter*innen positiv auf COVID-19 getestet. (Link) Die Fabriken dürfen unter strengen Sicherheits- und Hygienevorschriften (u.a. die Bereitstellung von Stationen zum Hände waschen, das obligatorische Tragen von Gesichtsmasken, die Überprüfung der Körpertemperatur, das Versprühen von Desinfektionsmitteln und die aktive Sensibilisierung der Arbeitnehmer für COVID-19) weiter operieren. Außerdem müssen Fabriken schließen, sobald Beschäftige an COVID-19 erkranken. Die meisten Produzenten haben die Arbeitszeiten ihrer Beschäftigten auf etwa 15,6 Stunden pro Woche reduziert – womit Einkommensverluste einhergehen. (Link)

Regierungsmaßnahmen: 8,1 Milliarden USD wurden zur Verfügung gestellt, um die Wirtschaft in Form von steuerlichen Anreizen zu fördern. (Link) Ein weiteres Konjunkturpaket von 1,4 Milliarden USD soll u.a. Steueraussetzungen und Lockerung von Kreditauszahlungen ermöglichen. (Link) Indonesien startete am 11. Mai 2020 das National Recovery Program. Das Programm wird auf 43 Milliarden US-Dollar geschätzt und umfasst u.a. Steuererleichterungen für die Industrie, Kapitalspritzen für staatliche Unternehmen und Liquiditätshilfen für den Bankensektor. (Link)

Weitere Informationen

Clean Clothes Campaign: Tägliche Updates zu länderspezifischen Entwicklungen in der textilen Lieferkette (Link)

Kambodscha
Aktuelle Situation

Lockdown: Es herrscht kein landesweiter Lockdown; in Phnom Penh wurden Schulen geschlossen und social distancing Maßnahmen verordnet.

Produktion: Laut dem kambodschanischen Staatssekretär des Arbeitsministeriums haben zurzeit 450 Textil-, Reisebedarf- und Schuhwerkfabriken  ihren Betrieb eingestellt. (Link) Laut dem Arbeitsministerium sind die Exporte im Textilsektor in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent gesunken. Die Gründe des Rückgangs sieht das Arbeitsministerium in dem Auftragsrückgang durch COVID-19. (Link) Die kambodschanische Regierung hat entlassene Arbeiter*innen aus der Textilindustrie sowie Wanderarbeiter*innen, die nach Kambodscha zurückgekehrt sind, ermutigt, in der Landwirtschaft zu arbeiten, da die Regierung in der COVID-19-Pandemie ihren Schwerpunkt auf diesen Sektor verlagert. (Link)

Regierungsmaßnahmen: Entlassene Mitarbeiter*innen der Textilindustrie erhalten 70 USD monatlich – 40 USD von der Regierung und 30 USD vom Arbeitgeber. Dies entspricht etwa einem Drittel des Mindestlohns. (Link) (Link). Zudem müssen Arbeiter*innen in der verarbeitenden Industrie sechs Monate lang keine Einkommenssteuer zahlen. Das Arbeitsministerium hat am 8. Mai mit Soft-Skills Trainings für 400 entlassene Arbeiter*innen  im Distrikt Mean Chey begonnen. (Link) Das von der Regierung finanzierte Bargeld-Programm, das eingeführt wurde, um armen und gefährdeten Haushalten inmitten der Coronavirus-Pandemie zu helfen, wird bis Ende September verlängert. (Link)

Weitere Entwicklungen: Die japanische Regierung unterstützte Kambodscha im Juni 2020 über das United Nations Office for Project Services (UNOPS) mit einer Nothilfe, die medizinischen Hilfsgütern und technische Unterstützung im Wert von mehr als 6,3 Millionen USD umfasst. (Link) (Link) Am 11. Juni veröffentlichte die EU zudem eine Presseerklärung, in der sie erklärte, dass sie Kambodscha mit rund 504 Millionen USD in Form von Zuschüssen und Darlehen im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie unterstützen und bei der Abmilderung der sozioökonomischen Auswirkungen helfen werde. (Link)

Weitere Informationen

Clean Clothes Campaign: Tägliche Updates zu länderspezifischen Entwicklungen in der textilen Lieferkette (Link)

Fair Labor Association: Kurzübersicht zu aktuellen Entwicklungen in Beschaffungsländern (Link)

Better Work: Kurze Übersicht zur Situation und den politischen Entscheidungen bezüglich Fabriken (Link)

Myanmar
Aktuelle Situation

Lockdown: Nach bestandener Inspektion durch das Gesundheitsministerium können Schulen seit dem 21. Juli wieder öffnen. (Link) Große Versammlungen sowie internationale Flüge sind untersagt. (Link) In mehreren Regionen, u.a. Yangon, Mandalay and Nay Pyi Taw hat die Regierung das Tragen von Gesichtsmasken angeordnet. (Link) (Link)

Produktion: Seit Anfang Mai können Fabriken ihre Arbeit wieder aufnehmen, wenn  sie die Inspektion zur Einhaltung der COVID-19-Bestimmungen der Regierung bestanden haben. (Link) Ein kürzlich veröffentlichter Bericht der Myanmar Trade Promotion Organisation (MTPO) gibt bekannt, dass der Tourismussektor sowie die Textilindustrie, die von der COVID-19 Pandemie am stärksten betroffenen Sektoren Myanmars sind. (Link) Laut eines Berichtes der internationalen Wohltätigkeitsorganisation Action Aid haben etwa 60.000 Beschäftigte in der Textilindustrie in Myanmar (davon 90% Frauen) seit Beginn der COVID-19-Pandemie ihre Arbeit verloren. Eine Befragung lokaler Arbeiter*innen der Bekleidungsindustrie Myanmars ergab zudem, dass viele Arbeiter*innen unsicheren Arbeitsbedingungen und unzureichendem Schutz ausgesetzt sind. (Link) Außerdem nutzen einige Bekleidungsfabriken laut der Thomas Reuters Foundation und BHRRC die COVID-19 Pandemie um gegen Gewerkschaften vorzugehen. So entließ die Bekleidungsfabrik Myanmar Myan Mode Ende März bspw. 571 Arbeiter*innen, von denen 521 Gewerkschaftsmitglieder waren. Der offizielle Grund dafür sei, wie die Fabrik angab, ein Auftragsrückgang aufgrund von COVID-19. Die Entlassungen sollen jedoch nur wenige Stunden nach der Forderung mehrer Gewerkschaftsvertreter*innen nach einem verstärkten Schutz für Arbeiter*innen gegen Infektionen mit COVID-19, erfolgt sein. (Link)

Regierungsmaßnahmen: Die Regierung hat einen COVID-19 Fonds in Höhe von 70 Millionen USD eingerichtet, um u.a. die Textilindustrie zu unterstützen. Es wurde außerdem eine Verlängerung der Einkommens- und Gewerbesteuerzahlungsfrist sowie eine Befreiung von der 2-prozentigen Einkommenssteuervorauszahlung auf Exporte bis zum Ende des Finanzjahres beschlossen. (Link). 

Weitere Entwicklungen: Im April hat die EU einen  Nothilfefonds in Höhe von 5 Millionen Euro eingerichtet, um Arbeiter*innen im Bekleidungssektor Myanmars zu unterstützen. Dieser ist Teil eines größeren Beitrags (25 Millionen USD) des Livelihoods and Food Security Fund (LIFT), der EU, der USA sowie Australien.

Weitere Informationen

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Fair Labor Association: Kurzübersicht zu aktuellen Entwicklungen in Beschaffungsländern (Link)

Nordmazedonien
Aktuelle Situation

Lockdown: Nordmazedonien verabschiedete einen Drei-Phasen-Plan zur Lockerung der Coronavirus-Sperre. Die erste Phase umfasst die Wiedereröffnung von Unternehmen und die allmähliche Lockerung der Mobilität im ganzen Land. Die zweite Phase wird die Wiedereröffnung einiger Betriebe unter empfohlenen Maßnahmen und strengen Arbeitsprotokollen im Hinblick auf die Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 ermöglichen. In der dritten Phase wird die Wiedereröffnung aller Arbeitsstätten unter Hygiene- und Social-Distancing-Vorschriften erlaubt. (Link) Die Regierung hat Anfang Juni einen Lockdown für den Städten Skopje, Shtip, Tetovo und Kumanovo angeordnet. (Link)

Produktion: Am 28. Mai gab es zwei Krankheitsfälle unter Textilarbeiter*innen in der Stadt Shtip, woraufhin die Fabrik geschlossen wurde. Am 1. Juni wurde beschlossen fünf weitere Bekleidungsfabriken zu schließen und alle Beschäftigten zu testen. (Link) Der Bekleidungs- und Textilsektor macht den größten Teil der nationalen Exporte Nordmazedoniens aus. Laut der Fair Wear Foundation sind der Textilsektor und die Tourismusindustrie die am stärksten von COVID-19 betroffenen Sektoren in Nordmazedonien. Dies geht aus einer Umfrage der Employers Association of Macedonia zu den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie in Nordmazedonien hervor. 85% Prozent der Befragten gaben an, dass das Verkaufsvolumen aufgrund stornierter Orders von ausländischen Einkäufern stark abnahm. (Link)

Regierungsmaßnahmen:  Die Regierung unterstützt Unternehmen bei Gehältern. Darüber hinaus werden ermäßigte Kredite vergeben sowie die Ratenzahlung reduziert und die staatliche Bürgschaft für kommerzielle Kredite und Zollschulden übernommen. Um der Textilindustrie zu unterstützen hat die Regierung 1 Million EUR zugesagt, um eine digitale Plattform zu schaffen, auf der die Unternehmen ihre Produkte anbieten können. (Link)

Pakistan
Aktuelle Situation

Lockdown: Trotz der rapide zunehmenden Coronavirus-Fälle kündigte der pakistanische Premierminister Anfang Juni an, dass keine neue Sperre verhängt werden würde. (Link)  Seit dem 8. Juli unterliegen Pakistans 30 Städte jedoch einem smart lockdown, um die weitere Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen. (Link)

Produktion: Teile der Textilindustrie konnten bereits vor Ende des Lockdown die Produktion wieder aufnehmen. Auch in Punjab und Sindh, die beiden am schlimmsten betroffenen Provinzen, wurde nun die Wiedereröffnung der Bekleidungsindustrie genehmigt. (Link) Eine große Zahl von Fabrikarbeiter*innen und Tagelöhner*innen verschiedener Industrieeinheiten protestieren gegen die Nichtzahlung von Löhnen und Zwangsentlassungen. (Link) Die Arbeiteraufstände wegen ungezahlter Löhne für bis zu 4-5 Monate dauern an. (Link)

Regierungsmaßnahmen: Die Regierung genehmigt jeweils 3000 Rs (etwa 17 Euro) für sieben Millionen Tagelöhner sowie 200 Milliarden Rs (etwa 1,2 Milliarden Euro) für Exporteure. (Link)

Weitere Informationen

Clean Clothes Campaign: Tägliche Updates zu länderspezifischen Entwicklungen in der textilen Lieferkette (Link)
Fair Labor Association: Kurzübersicht zu aktuellen Entwicklungen in Beschaffungsländern (Link)

Portugal
Aktuelle Situation

Lockdown: Der „state of emergency“ wurde am 3. Mai von Pre­mier­mi­nis­ter Antó­nio Cos­ta beendet. Es folgt nun eine schrittweise Lockerung der Lockdown Maßnahmen. (Link) Aufgrund steigender Infektionen und Todesfälle gelten ab dem 1. Juli in Teilen des Großraums Lissabon erneut Lockdown Regelungen. (Link)

Produktion: Textil- und Bekleidungsfabriken arbeiten derzeit mit reduzierten Kapazitäten und unter strikten Sicherheitsvorkehrungen. Einige Fabriken haben aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr vorübergehend geschlossen. Beschäftigte erhalten weiterhin ihren Lohn, es ist jedoch unklar, wie lange dies garantiert werden kann. (Link)

Regierungsmaßnahmen: Die Regierung kündigt ein 9,2 Milliarden-Euro-Paket an, um Arbeitnehmer*innen zu unterstützen und den von der Epidemie betroffenen Unternehmen Liquidität zu verschaffen. (Link)

Weitere Informationen

Fair Labor Association: Kurzübersicht zu aktuellen Entwicklungen in Beschaffungsländern (Link)

Rumänien
Aktuelle Situation

Lockdown: Ab 15. Mai wird der Ausnahmezustand, der seit dem 23. März galt, durch den weniger restriktiven Alarmzustand ersetzt.  Am 16. Juli wurde der Alarmzustand zum zweiten Mal für einen Zeitraum von 30 Tagen verlängert. Die Restriktionen werden schrittweise alle zwei Wochen entsprechend der epidemiologischen Entwicklung gelockert. (Link)

Produktion: Produktionsbetrieben wurde die Arbeit nicht verboten, sie sind jedoch verpflichtet, erweiterte Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen zu treffen. (Link)

Regierungsmaßnahmen: In einem ersten Maßnahmenpaket hat die rumänische Regierung unter anderem beschlossen, dass Arbeitgeber*innen staatliche Unterstützung für die Bezahlung ihrer Arbeitnehmer*innen erhalten. Beschäftigte erhalten eine Entschädigung von 75 Prozent des Grundgehalts.

Tunesien
Aktuelle Situation

Lockdown: Tunesien hat am 4. Mai mit einer stufenweisen Lockerung der Lockdown-Maßnahmen begonnen. (Link) Seit dem 27. Juni sind die Grenzen in Tunesien wieder geöffnet. (Link)

Produktion: Die Industrie darf ihre Produktion mit der Hälfte der Mitarbeiter*innen wieder starten, wenn der Transport durch das Unternehmen gewährleistet wird. (Link) 

Regierungsmaßnahmen: Die Regierung kündigte ein Hilfspaket in Höhe von 850 Millionen USD an, um die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen zu begrenzen. 450 Millionen USD sollen an besonders einkommensschwache Familien gehen, die aufgrund der Krise ihre Jobs verloren haben. Die Regierung plant zudem, die 1,5 Millionen Beschäftigten im privaten Sektor mit einem Beitrag von jeweils 70 USD zu unterstützen, während der restliche Lohn vom Arbeitgeber aufgebracht wird. (Link) Darüber hinaus hat Finanzministerium den Solidaritätsfund 1818 errichtet, in den schon einige Firmen Spenden eingezahlt haben.

Weitere Entwicklungen: Tunesien erhält zudem finanzielle Unterstützung von externen Akteuren. Der International Monetary Fund (IMF) stimmte einem Kredit in Höhe von 745 Millionen Dollar zur Verteilung an nordafrikanische Länder zu; die EU unterstützt Tunesien mit 250 Millionen Euro; Italien mit 50 Millionen Euro. (Link)

Türkei
Aktuelle Situation

Lockdown: Die Türkei hat die meisten öffentlichen Plätze am 1. Juni wieder geöffnet. Restaurants, Cafés, Fitnessstudios, Schwimmbäder, Strände, Parks, Bibliotheken und Museen sind im ganzen Land wieder geöffnet. (Link)

Produktion: Textil- und Bekleidungsfabriken dürfen weiterhin operieren. Aufgrund der Stornierungen mussten einige Fabriken jedoch vorübergehend schließen. (Link) Die Kapazitätsauslastungsrate der Textilindustrie fiel von 84,9% im Februar auf 47,1% im April. (Quelle: Webinar FLA)  Laut Exporteursverbad (ITKIB) sanken die Exporte im Vergleich zum Vorjahr um 16,5 % im Zeitraum Januar bis Juli. (Link)

Regierungsmaßnahmen: Präsident Erdogan kündigte ein Hilfspaket in Höhe von 15,4 Milliarden USD an, um die wirtschaftlichen Auswirkungen zu begrenzen. Es sieht unter anderem Verzögerungen bei Kreditrückzahlungen sowie Steuersenkungen in verschiedenen Sektoren, darunter auch der Textilsektor, vor. (Link)

Weitere Informationen

Fair Labor Association: Kurzübersicht zu aktuellen Entwicklungen in Beschaffungsländern (Link)

Vietnam
Aktuelle Situation

Lockdown: Anfang Mai begann Vietnam mit der Lockerung der strengen social distancing Regeln. (Link) Nachdem der erste Todesfall im Zusammenhang mit COVID-19 am 31. Juli veröffentlicht wurde (Link), leitet die Regierung in den Epizentren eine strikte Quarantäne ein. (Link)

Produktion: Fabriken können den Betrieb fortsetzen, sofern entsprechende Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden. Die Vietnam National Textile and Garment Group (Vinatex) verzeichnet Rückgänge von 15% und 25% bei den Umsätzen und Profiten, obwohl teilweise auf die Herstellung von Schutzmasken und -kleidung umgestiegen sowie alle Arbeiter*innen weiter beschäftigt wurden. (Link)

Regierungsmaßnahmen: Die Regierung plant eine Reihe von Anreizen, um die Auswirkungen abzuschwächen (Steuervergünstigungen, verzögerten Steuerzahlungen & Landnutzungsgebühren). (Link) Der Ständige Ausschuss der Nationalversammlung verabschiedete darüberhinaus ein Geldtransferpaket in Höhe von 36 Milliarden VND (etwa 1,4 Milliarden Euro), welches über drei Monate  u.a. ärmeren Haushalten, Empfänger*innen von Sozialprogrammen sowie Beschäftigten, die vorübergehend nicht mehr arbeiten oder unbezahlten Urlaub genommen haben, zugutekommt. (Link) Die meisten der betroffenen Unternehmen und Arbeitnehmer*innen berichten jedoch, dass sie keinen Zugang zum Unterstützungspaket der vietnamesischen Regierung erhalten haben. (Link)

Weitere Informationen

Clean Clothes Campaign: Tägliche Updates zu länderspezifischen Entwicklungen in der textilen Lieferkette (Link)

Fair Labor Association: Kurzübersicht zu aktuellen Entwicklungen in Beschaffungsländern (Link)

Better Work: Kurze Übersicht zur Situation und den politischen Entscheidungen bezüglich Fabriken (Link)

Weitere Länderinformationen

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Darüber hinaus organisiert das GIZ-Regionalvorhaben FABRIC derzeit die Online-Workshop-Reihe „Getting through this crisis together“ zu den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die asiatische Textil- und Bekleidungsindustrie.

In zehn Online-Workshops von jeweils 60-90 Minuten diskutieren Branchenexpert*innen über Chancen und Herausforderungen auf dem Weg durch die Krise und tauschen Erfahrungen aus. Das Format hat zum Ziel, Interessensvertreter*innen der Industrie zusammenzubringen, darunter asiatische Produzenten und Zulieferer, Produzentenverbände, Markenunternehmen, zivilgesellschaftliche Akteure sowie internationale Organisationen, um die Lage vor Ort zu analysieren und Synergien sowie Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu identifizieren.   

Ansprechpartnerin: Alexandra Behns (GIZ)

1. Session „The Impact of the Crisis on Producers and Workers: Voices from Asia” (29. April, 10 Uhr CET): Dieses Webinar konzentrierte sich auf die allgemeinen Auswirkungen der Pandemie auf die Textil- und Bekleidungsindustrie, insbesondere in Bangladesch, Kambodscha, Myanmar, Pakistan und China. Drei Vertreter*innen teilten ihre Erfahrungen aus Sicht von Arbeitnehmer, Produzenten und regionalen Vereinigungen. Für die Aufzeichnung des Webinars nutzen Sie bitte das Passwort: Webinar1.

2. Session „The Impact of the Crisis: The Brands‘ Perspective“ (12. Mai, 10 Uhr CET): Im zweiten Webinar werden die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie aus Sicht der Markenunternehmen diskutiert. Neben Maren Barthel, Direktorin des Technologieanbieters ELEVATE, referieren unter anderem Mathias Diestelmann, Geschäftsführer des Bündnisunternehmens Brands Fashion sowie Jürgen Janssen, Leiter des Bündnissekretariats. Zur Aufzeichnung des Webinars.

3. Session “How can factories bounce back from COVID-19?“ (02. Juni, 13 Uhr CET): Das dritte Webinar befasst sich mit der Widerstandsfähigkeit der Unternehmen in der Krise. Dr. Raymond Robertson (Direktor, Mosbacher Institute for Trade, Economics, and Public Policy, Texas A&M University), Nicole Chu (Direktorin Corporate Compliance, Sabrina Fashion Industrial Corporation) und Kim van der Weerd (Autorin und ehemals General Manager in einer Textilfabrik) diskutieren mögliche Schritte zur Bewältigung der Krise, einschließlich Partnerschaften, Produktion, Managementsysteme, Finanzierung und Möglichkeiten der Wiedereröffnung von Fabriken. Sehen Sie sich hier die Aufzeichnung des Webinars an.

4. Session “Sustainability: How to stay on course during COVID-19?“ (Dienstag, 16. Juni, 13 Uhr CET): Das vierte FABRIC-Webinar findet in Kooperation mit der Sustainable Apparel Coalition (SAC) statt, die die Ergebnisse einer Befragung der Mitgliedsunternehmen zu COVID-19 vorstellen wird. Anschließend diskutieren Eranthi Premaratne (Director Facilities, SAC), Matthew Guenter (Senior Environmental Sustainability Manager, TAL Apparel Limited) und Vijay N. Suvarna (Sustainability & Compliance, Asiatan/TecTuff) die Auswirkungen auf Fabriken und insbesondere auf die Sicherheit der Arbeiter*innen. Es geht auch darum, wie Fabriken und andere Stakeholder der Industrie sich auch in Krisenzeiten für Nachhaltigkeit engagieren können und was dies für Instrumente wie den Higg-Index des SAC und die Art und Weise seiner Umsetzung in der gesamten Branche bedeutet. Aufzeichnung des Webinars

5. Session “COVID-19 and Beyond: Making Gender Equality a Reality” (Dienstag, 30. Juni, 13 Uhr CET): Das fünfte Webinar befasst sich mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Beschäftigten im Textil- und Bekleidungssektor in Asien aus der Gender-Perspektive.  Nazma Akter (Awaj Foundation), Scott Deitz (Convene Communication Strategies) und Elly Rosita Silaban (KSBSI) werden Erkenntnisse aus Bangladesch und Indonesien austauschen und Strategien erörtern, mit denen sichergestellt werden kann, dass die Geschlechterfrage bei der Erholung von COVID-19 an vorderster Stelle steht. Sie werden auch über die sozialen und wirtschaftlichen Vorteile einer geschlechtergerechten Geschäftstätigkeit in der Textil- und Bekleidungsindustrie sprechen. Aufzeichnung des Webinars

6. Session “Workers Voices: The Impact of COVID-19 on Garment Workers” (Dienstag, 14. Juli 2020, 12 Uhr CET): Das sechste Webinar befasst sich mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Beschäftigten im Textil- und Bekleidungssektor in Asien. Wie hat sich ihr Leben unter COVID-19 verändert? Wie haben sie den Ausbruch der Pandemie und die Auswirkungen auf ihre Branche in ihrem Privat- und Berufsleben erlebt? Was sind ihre Ängste und Sorgen? Was wollen sie der Außenwelt mitteilen? Unter anderem werden Inhalte veröffentlicht, die von Arbeiterinnen und Arbeitern in der Bekleidungsindustrie in Myanmar und Kambodscha vorbereitet wurden und die ihre Sicht der gegenwärtigen Situation darstellen. Zudem werden Erkenntnisse von lokalen Gewerkschaftsführer*innen und einem internationalen Forscher über globale Arbeitnehmerrechte geteilt und Lösungen vorgestellt, die sowohl für die Arbeiterinnen und Arbeiter als auch für die Fabriken funktionieren können. Aufzeichnung des Webinars.

7. Session „What changes can suppliers expect from their clients in Europe and how can they manage financial risks?” (Donnerstag, 13. August 2020, 10 Uhr CET): Fokus des siebten Seminars ist die Frage, wie Lieferketten liquide bleiben können. Die beiden Bündnisunternehmen H&M und Orsay geben einen Einblick über die sich verändernde Diskussion innerhalb des Modeeinzelhandels in Bezug auf Nachhaltigkeit und Einkauf. Die Diskussion wird sich mit möglichen Veränderungen in der Markenzentrale sowie in den Beziehungen zwischen Einkaufsteams und Herstellern befassen, mit der Frage, was Lieferanten von Marken und Einzelhändlern erwarten können, wenn sie neue Aufträge erteilen, und wie sie sicherstellen können, dass die Partner der Lieferkette finanziell gesund bleiben. Weitere Informationen und Seminar-Registrierung