MITGLIEDERBEREICH

Neue Struktur des Mitgliederbereichs

In der horizontalen Menüleiste finden Sie jetzt die A-Z Suche. Die wichtigsten Informationen sind hier für Sie nach Stichworten. Dies erleichtert Ihnen die Orientierung und Sie finden schneller den richtigen Ordner und gesuchte Dokumente. Für unsere Englisch sprachigen Nutzer/-innen steht ab sofort eine Übersicht über die Menüführung zur Verfügung.

Auch die vertikale Menüleiste ist neustrukturiert.

Unter der Sektion Infos für Bündnismitglieder finden Sie aktuelle Informationen über die Arbeit in den Bündnisgremien (Neues aus den Gremien), wie die Protokolle des Steuerungskreises und der Arbeitsgruppen, sowie zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, mit Hinweisen zur Berichterstattung und Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit.

Unter der Sektion Säulen des Bündnisses finden sich die drei Kernelemente des Bündnisses wieder:

  • In der Gruppe Bündnisinitiativen dreht sich alles um die geplanten sowie bereits gestarteten Bündnisinitiativen;
  • in der Gruppe Review-Prozess gibt es Hilfestellungen und Anleitungen rund um den Roadmap-Prozess sowie die Fortberichtserstattung;
  • und in der Gruppe Werkzeuge & Hilfestellungen finden Sie thematisch aufbereitet Infomaterialien rund um das neu strukturierte Frageraster.

Die Arbeit der einzelnen Gremien des Bündnisses (z.B. Facharbeitsgruppen, Steuerungskreis, etc.) haben wir ab sofort unter der Sektion Gremien gebündelt. Zu diesen Gruppen haben ausschließlich die Mitglieder des jeweiligen Gremiums Zugang.

MITGLIEDERVERSAMMLUNG 2017

Am 11. Oktober 2017 kamen in Berlin rund 150 Teilnehmer/-innen zusammen.

Die Mitgliederversammlung begann mit der Begrüßung durch Herrn Dr. Felmberg. In seinem Grußwort betonte er die Erfolge des Bündnisses und welche Meilensteine bereits, trotz der bestehenden Herausforderungen, erreicht wurden konnten. Im Anschluss gab das Bündnissekretariat anhand des Jahresbericht 2016 / 2017 einen ausführlichen Einblick in Arbeitsergebnisse und Lernerfahrungen. Anschließend stellten sich Steuerungskreis und Bündnissekretariat den Fragen der Bündnismitglieder. Mit Hilfe eines Web-Tools wurde eine Vielzahl von Fragen formuliert, die nicht alle beantwortet werden konnten – eine Übersicht aller Fragen & Antworten finden Sie in Kürze im Mitgliederbereich. Am Nachmittag begrüßte Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die anwesenden Mitglieder. In seiner Rede zeigte er auf, warum sich Ihr Engagement im Textilbündnis lohnt. In vier parallele Workshops hatten die Teilnehmer/-innen dann Gelegenheit zu verschiedenen zu diskutieren und gemeinsame Handlungsoptionen zu erarbeiten:

Workshop 1: Sorgfaltspflichten verstehen und umsetzen – Eine Einführung in den Due-Diligence-Prozess

Neben einer kurzen Einführung in das neu strukturierte Frageraster für 2018 stand im Workshop 1 die praktische Umsetzung der unternehmerischen Sorgfaltspflicht im Vordergrund: anhand von vier Fallbeispielen zur Lieferkette und Beschaffung diskutierten und erarbeiteten die Teilnehmer/-innen Lösungsansätze und tauschten sich über eigene Erfahrungen und Instrumente aus.

Workshop 2: Getting to know your chain – Implementing supply chain transparency in practice

Die eigene Lieferkette zu kennen, ist eine wichtige Voraussetzung für effektives Nachhaltigkeitsmanagement. Nach einem theoretischen Überblick durch Prof. Freise von der Hochschule Reutlingen hörten wir von unseren beiden Mitgliedern 3Freunde und H&M, wie sie das Thema Lieferkettentransparenz in der Praxis angehen. Am Beispiel der niederländischen Initiative „Dutch Agreement on a Sustainable Garment and Textile Sector“ wurde zudem diskutiert, ob und in welcher Form das Textilbündnis Transparenz in der Lieferkette zukünftig weiter behandeln sollte. Ein Großteil der Teilnehmer sprach sich dafür aus, einen ähnlichen Weg zu gehen wie der „Dutch Covenant“, dabei aber auf existierende Systeme aufzubauen. Zudem betonten die Teilnehmer/-innen vielfach, dass Lieferkettentransparenz kein Selbstzweck ist, sondern ausschlaggebend ist, wie die erhobenen Daten weiter genutzt werden.

Workshop 3: Fördern und fordern: Berufliche Qualifizierung in der Textilindustrie

Der Workshop startete mit der Vorstellung Ansätze zur beruflichen Aus- und Weiterbildung im Textilsektor in Bangladesch und Äthiopien. In Anlehnung an die verschiedenen Ansätze wurden vier Eckpfeiler für eine Bündnisinitiative „Berufliche Aus- und Weiterbildung im Textilsektor“ erarbeitet: (1) Sensibilisierung für interkulturelle Herausforderungen und Einbeziehung vulnerabler Gruppen, (2) Entwicklung eines einheitlichen Trainingsprogramms mit standardisierten Ausbildungskursen unter Berücksichtigung schulischer Grundbildung, (3) Förderung des Business Case durch bedarfsorientierte Ausbildung sowie (4) Orientierung am dualen Bildungssystem durch theoretische und praktische Lerneinheiten, Praktika- und Austauschprogramme.

Workshop 4: Fairplay im Textilsektor: Möglichkeiten zur Korruptionsprävention

Der Workshop „Fairplay im Textilsektor“ befasste sich mit den Möglichkeiten zur Korruptionsprävention entlang textiler Lieferketten. Anhand spezifischer Herausforderungen – unter anderem der Korruption bei staatlichen Arbeitsinspektionen in Kambodscha – wurden gemeinsam mit den Experten Florian Lair (Allianz für Integrität – AfIn) und Thorben Glaser (Kreditanstalt für Wiederaufbau) mögliche Lösungsansätze diskutiert. Es wurde deutlich, dass Korruption als „Problem kollektiven Handelns“ (Lair) entsprechende „kollektive Lösungen“ erfordert, weshalb der Fokus der Diskussion auf einem möglichen gemeinsamen Engagement der Bündnismitglieder, beispielsweise im Rahmen einer Bündnisinitiative, lag. Im Zuge der für Dezember geplanten Veröffentlichung des Leitfadens „Korruption in der Lieferkette“, der zurzeit von einer Expertengruppe aus Bündnismitgliedern und Unternehmen der AfIn entwickelt wird, sollen die Impulse der Diskussion aufgegriffen und vertieft werden.

 

Mit einem Impulsvortrag zu Herausforderungen und existierenden Ansätze für die Zahlung höherer Löhne wurde das Panel mit dem Titel „Existenzsichernde Löhne – Einfach mehr zahlen?“ eingeleitet. Gemeinsam mit den Mitgliedern diskutierten die Teilnehmer/-innen des Panels anschließend Stellschrauben und Möglichkeiten für das Textilbündnis, sich zukünftig verstärkt für die Zahlung existenzsichernder Löhne einzusetzen. Dabei wurde die individuelle Verantwortung eines jeden Bündnismitglieds als auch die Bedeutung kollektiver Ansätze mit Flächenwirkung hervorgehoben.

Am Abend stand Barbara Meier, die Textilbotschafterin des BMZ, für ein Kurzinterview und eine anschließende Fotoaktion mit den Mitgliedern zur Verfügung. Zu den Bildern der Mitgliederversammlung gelangen Sie hier. Die Dokumentation der Mitgliederversammlung finden Sie hier.

Umsetzung und Internationalisierung: Entscheidungen des Steuerungskreises

Saatgutvermehrung für nachhaltigen Bauwollanbau – Zentralasien

Die Verfügbarkeit von Baumwollsaatgut und die Gefahr von Verunreinigung sind große Herausforderungen des nachhaltigen Baumwollanbaus. Nicht-genetisch verändertes (GMO-freies) Saatgut für Bio- und Faitrade-zertifizierte Landwirte ist knapp und oftmals deutlich teurer. Zudem muss gekauftes Saatgut regelmäßig getestet werden, um zu überprüfen, dass es nicht verunreinigt wurde. Eine individuelle Saatgutproduktion durch die Landwirte ist aufgrund des Verunreinigungsrisikos ebenfalls erschwert. Daher entwickelte die AG Naturfasern mit der AG Umsetzung und Internationalisierung die Bündnisinitiative “Empowering small holding farmers and improving quality and supply of non-genetically modified cotton from Central Asia“, die der Steuerungskreis als vierte Bündnisinitiative verabschiedete.

Ziel ist es, aufbauend auf dem vorhandenen Fachwissen und den Strukturen in Bauernkooperativen, Kapazitäten aufzubauen, um GMO-freies Baumwollsaatgut zu multiplizieren. Kleinbauern sollen gestärkt und nachhaltige Lieferbeziehungen aufgebaut werden. Weitere Maßnahmen umfassen den Aufbau und das Training einer „Saatgut Task Force“ und von Kompetenzzentren, Finanzierung von technischem Equipment und GMO-Test sowie Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung zur Vermeidung von Saatgutverunreinigung. Die Initiative fokussiert sich zunächst auf Zentralasien, zudem ist es angedacht die Initiative auf ein weiteres Land auszuweiten.

 

Stand der anderen Bündnisinitiativen

Umwelt- und Chemikalienmanagement in Bangladesch und China: Bislang wurden Trainingsmaterialien zusammengestellt, in die entsprechenden Sprachen übersetzt und im ersten Pilottraining in Myanmar in Zusammenarbeit mit der sequa gGmbH im August getestet. Im September fand ein erstes Stakeholder Treffen in Bangladesch, ein Gespräch mit der Chemieindustrie bei Tchibo in Hamburg und ein Kolloquium zum wissenschaftlichen Austausch an der Stuttgarter Universität statt.

Wassermanagement Lieferkette Baumwolle – Pakistan: Gemeinsam mit den Partnern wurde der Arbeitsplan in Lahore fertiggestellt. Aktuell finden die Vertragsverhandlungen statt. Es werden dringend noch weitere Unternehmen gesucht, die die Initiative unterstützen.

Bei den drei Bündnisinitiativen werden gerade die Umsetzungsvereinbarungen zwischen den Beteiligten abgestimmt. Damit wird die gemeinsame Konzeptentwicklung abgeschlossen, und für alle Beteiligten wird klar festgehalten, welchen Beitrag sie finanziell oder in-kind zu leisten haben. Das Textilbündnis ist darauf angewiesen, dass sich genügend Mitglieder an dieser Stelle freiwillig einbringen.

 

Internationalisierung des Textilbündnisses

Zur besseren Verankerung der Bündnisziele in der Lieferkette, Stärkung der Bekanntheit des Textilbündnisses in den Produktionsländern und Unterstützung der Umsetzung der Bündnisinitiativen verabschiedete der Steuerungskreis eine Vorlage zur Einbindung nationaler Akteure in den Produktionsländern. Die aktiv an den Bündnisinitiativen beteiligten nationalen Akteure in den Produktionsländern werden künftig als „Textilpartner“ bezeichnet. Zur internationalen Vernetzung des Textilbündnisses im Bereich Chemikalienmanagement beschloss der Steuerungskreis den Beitritt des Textilbündnisses zum „Chemicals in Products Programme“ (CiP) des „Strategic Approach to International Chemicals Management“ (SAICM). SAICM ist eine akteur- und sektor-übergreifende, freiwillige Strategie unter dem Dach des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Sie zielt darauf ab, bis 2020 negative Wirkungen von Chemikalien auf die menschliche Gesundheit und Umwelt zu mindern.

Neuste Entscheidungen des Steuerungskreises

Frageraster

Die Erfahrungen der Roadmap-Erstellung sind in einen umfangreichen Überarbeitungsprozess eingegangen. Gemeinsam haben die AG Review-Prozess, die Facharbeitsgruppen und das Bündnissekretariat das Frageraster überarbeitet. Nach einer zusätzlichen Lektoratsschleife im Steuerungskreis beschloss das Gremium im September das Frageraster für den Review-Prozess 2018. Es bildet die Grundlage der jährlichen Berichterstattung im Bündnis, die vom 1. Dezember 2017 bis 31. Januar 2018 stattfindet, und wird derzeit in den TexPerT eingearbeitet.

Ihre Zugänge zum TexPerT aus dem letzten Jahr bleiben erhalten. Sollten sich Änderungen ergeben haben, senden Sie bitte eine E-Mail an review@textilbuendnis.com.

 

Zeit- und Mengenziele

Der Steuerungskreis verständigte sich zudem auf neue Vorgaben für Roadmap-Ziele im Review-Prozess 2018. Zukünftig wird es im Bündnis individuelle, verbindliche sowie empfohlene Ziele geben. Die Vorgabe von verbindlichen und empfohlenen Zielen stärken die Glaubwürdigkeit des Textilbündnisses und bieten Ihnen für Ihre Aktivitäten und Ihr Engagement einen greifbareren Orientierungsrahmen. Das Bündnissekretariat wird Unterstützungsangebote prioritär zu den Themen entwickeln, die von den verbindlichen Zielen adressiert werden.

Die Inhalte der verbindlichen Ziele werden derzeit noch vom Steuerungskreis abschließend diskutiert und Anfang November beschlossen. Wir werden Sie zeitnah über das Ergebnis informieren.

 

Fortschrittsberichte

Neben der Erstellung der zweiten Roadmap berichten alle Mitglieder im nächsten Jahr das erste Mal über ihren Fortschritt bei der Umsetzung der Roadmap-Ziele. Der Steuerungskreis legte nun fest, in welchem Umfang und mit welchen Arbeitsauftrag die Fortschrittsberichte überprüft werden. Ebenfalls verabschiedet wurden Vorgaben, welche Nachweise in den Fortschrittsberichten erbracht werden müssen. Auch steht nun fest, in welchem Umfang die Daten der Fortschrittsberichterstattung veröffentlicht werden. Für mögliche Fälle, in denen Prüfer und Mitglied zu keiner Einigung über das Prüfurteil kommen, wurde ein Schlichtungsverfahren vereinbart. Wir informieren Sie sobald dieses Schlichtungsgremium besetzt ist und seine Arbeit aufnehmen kann.

 

Wirkungsmessung

Intensiv diskutierte der Steuerungskreis das Konzept zur Wirkungsmessung im Bündnis. Ein externer Dienstleister wird nun beauftragt, ein Konzept zur Wirkungsmessung im Bündnis entsprechend der Maßgabe des Steuerungskreises auszuarbeiten. Die Ergebnisse sollen dem Steuerungskreis im Frühjahr 2018 vorgelegt werden.

 

Anerkennungsmechanismus

Das Bündnissekretariat führt weiterhin die Datenerhebung im Rahmen der geplanten Anerkennung und des Abgleichs zu bestehenden Standards durch. Derzeit werden für acht Standards die Systemkriterien erhoben und ein inhaltlicher Abgleich mit 16 Standards durchgeführt. Der Steuerungskreis verabschiedete die Empfehlung der AG Naturfasern über die Mindestanforderungen für den Bereich Schurwolle. Damit sind inhaltlich für den Bereich Schurwolle folgende Standardsysteme und Initiativen anerkannt: Responsible Wool Standard Implementation Manual, The IFOAM Norms for Organic Production and Processing, EU-Öko-Verordnung, ZQ Merino Accreditation Programme. Die IWTO Specifications for Wool Sheep Welfare decken die inhaltlichen Mindestanforderungen des Bündnisses ebenfalls ab, für australische Wolle muss jedoch zusätzlich ein non-mulesing oder ceased-mulesing certificate vorliegen.

Diese inhaltlich anerkannten Standardsysteme und Initiativen müssen zusätzlich noch die systemischen Mindestanforderungen erfüllen und werden nun dahingehend geprüft.

 

Bündnisziele

Der Steuerungskreis verabschiedete das Konsolidierungspapier Umweltziele und -standards, welches die Bündnisziele in diesem Themenfeld zusammenfasst, sowie die Bündnisziele Schafhaltung, die die bestehenden Bündnisziele im Bereich Naturfasern ergänzen.

 

Korruptionsprävention

Die Expertengruppe Korruptionsprävention und Compliance erarbeitet derzeit einen Leitfaden mit besonderem Blick auf das Thema Textilien. Dieser wird Anfang Dezember zum Welt-Anti-Korruptionstag vorgestellt und Ihnen zur Verfügung gestellt. Es ist zudem geplant, die Inhalte des Leitfadens im kommenden Jahr als Schulungsangebot für Sie mit Hilfe von Webinaren aufzubereiten.

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