Dr. Jürgen Janssen im Interview mit dem EU-Parlamentsmitglied Arne Lietz

Am Rande einer Veranstaltung von HDE und Institut der Deutschen Wirtschaft in Brüssel zum Thema „How can sustainable Supply Chain Management succeed?“ sprechen Jürgen Janssen (Leiter des Sekretariats des Textilbündnisses) und Arne Lietz (Mitglied des Europäischen Parlaments) über das Textilbündnis und seine Kooperationen, u.a. mit dem niederländische Agreement on Sustainable Garments and Textile (AGT) und ACT sowie über die Umsetzung unternehmerischer Sorgfaltspflichten anhand der OECD Leitsätze.

 

Bericht von den strategischen Kooperationen

Veranstaltung: Stärkere Koordinierung auf EU-Ebene notwendig

Das Sekretariat des Textilbündnisses hat gemeinsam mit dem Sekretariat des Dutch Agreement on Sustainable Garments and Textile (AGT) am 4. Juni in Brüssel eine Veranstaltung mit dem Titel „Promoting responsible business conduct and due diligence in the EU textile and garment sector“ organisiert. Ziel der Veranstaltung war es, eine Debatte über eine stärkere Koordinierung nationaler Ansätze zur Förderung unternehmerischer Sorgfaltspflichten im Textilsektor auf EU-Ebene anzustoßen.

An der Veranstaltung nahmen ca. 80 VertreterInnen des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission, Regierungen der EU-Mitgliedstaaten, internationaler Unternehmen, europäischer Wirtschaftsverbände, Nichtregierungsorganisationen und Standardorganisationen teil. Nach der Vorstellung des Textilbündnisses und AGT diskutierten VertreterInnen der Europäische Kommission (DG GROW), des Europäischen Parlaments, der Sustainable Apparel Coalition, C&A und IndustriALL Europe über Chancen und Herausforderungen einer stärkeren Koordinierung auf der EU-Ebene.

Es bestand Einigkeit darüber, dass eine stärkere Koordinierung notwendig sei, um kontinuierliche und systemische Verbesserungen in den Produktionsländern zu erreichen und Wettbewerbsverzerrungen auf dem EU-Markt zu vermeiden. Die Teilnehmer waren sich auch einig, dass die OECD Due Diligence Guidance for Responsible Supply Chains in the Garment and Footwear Sector Grundlage für die Koordinierung auf EU-Ebene sein soll. Sie vertraten allerdings unterschiedliche Ansichten, wie dies erreicht werden solle. Während einige Podiumsteilnehmer eine gesetzliche Regelung zu unternehmerischen Sorgfaltspflichten im Textilsektor auf EU-Ebene forderten, plädierten andere für eine schrittweise Harmonisierung der Ansätze existierender nationaler Initiative unter Führung der EU-Kommission.

Für weitere Informationen zur Veranstaltung wenden Sie sich an Andreas Edele (andreas.edele@giz.de).

 

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Berichte aus Initiativen und Projekten

 

Berichte aus Initiativen und Projekten

Wirkungsmessung: Fortschritt nachweisen

Am 28. Mai 2018 hat sich die Expertengruppe Wirkungsmessung bereits zum zweiten Mal getroffen, um gemeinsam ein Wirkungsmodell für das Bündnis zu entwickeln. Die Idee hinter einem solchen Modell ist es zu analysieren, wie und warum Wirkung durch bestimmte Maßnahmen und Aktivitäten entsteht. Dieser Frage ist die Expertengruppe zunächst im Bereich Existenzsichernde Löhne nachgegangen.

In einem weiteren Treffen im Juli will die Expertengruppe ein Wirkungsmodell für den Bereich Chemikalien- & Umweltmanagement entwerfen. Auf Grundlage der Modelle wird die Gruppe anschließend Indikatoren zur Wirkungsmessung entwickeln.

Existenzsichernde Löhne: Analyse der Review-Daten.

Das Bündnissekretariat wird die wichtigsten Beschaffungsländer der Bündnismitglieder über eine Analyse der Review-Daten identifizieren und auf die Mitglieder zugehen, um das Interesse für eine Bündnisinitiative abzufragen.

Die Vertreter/-innen der Zivilgesellschaft in der Expertengruppe Existenzsichernde Löhne haben hier die Gründe zusammengefasst, die aus ihrer Sicht für ein Engagement zum Thema existenzsichernde Löhne in Indonesien sprechen. Unternehmen, die ein grundsätzliches Interesse an einem Engagement in Indonesien haben, können dies dem Bündnissekretariat kommunizieren: mail@textilbuendnis.com

 

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Coaching: Ganzheitliches Wassermanagement entlang der Wertschöpfung

In Kooperation mit dem DGCN bieten wir Ihnen ein Coaching zum Thema ganzheitliches Wassermanagement an. Das Coaching unterstützt Unternehmen dabei, ein ganzheitlich und kontextbasiertes Wassermanagement aufzubauen und richtet sich hauptsächlich an den Textil- und Lebensmittelsektor. Der Fokus des Coachings liegt auf der Entwicklung einer ganzheitlichen Wasserstrategie mit Wasserzielen und Maßnahmen innerhalb der Wertschöpfungskette. Das Coaching ist für Personen mit Vorkenntnissen in der Wasserrisikoanalyse konzipiert.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Webinare: Unternehmerische Sorgfaltspflichten verstehen und umsetzen

Im Juli bietet das Bündnissekretariat drei Webinare rund um das Thema Sorgfaltspflichten verstehen und umsetzen an. Neben einer allgemeinen Einführung in die Thematik, behandeln die Webinare vor allem die verbindlichen Ziele und Hintergründe sowie Hilfestellungen für die Umsetzung.

  1. Produzenten bei der Umsetzung der sozialen Bündnisziele unterstützen Donnerstag, 05. Juli 2018, 10 – 11.00h
  2. Zugang zu Abhilfe- und Beschwerdemechanismen fördern Mittwoch, 18. Juli 2018, 10 – 10.45h
  3. Vorgaben an die Lieferkette kommunizieren Montag, 30. Juli 2018, 10 – 10.45h

Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Wenn Sie dem Link zu den einzelnen Kalenderterminen im Mitgliederbereich folgen, können Sie den Termin herunterladen und in Ihrem eigenen Kalenderspeichern. Klicken Sie hierfür auf den Kalender-Button oben rechts im Termin.

Zu der jeweils angegebenen Zeit können Sie sich über den im Termin angegebenen Link in das Webinar einwählen. Eine Anleitung für das Webinar (SABA)-Tool finden Sie ebenfalls dem jeweiligen Termin beigefügt. Die Webinare werden aufgezeichnet.

Webinare: Baumwoll- und Schurwollstandards

Haben Sie bereits einen guten Überblick über die im Bündnis anerkannten Standardsysteme? Oder wollen Sie Ihr Wissen darüber ein wenig auffrischen?

Unsere Webinar-Reihe zu den im Bündnis anerkannten Baumwoll- und Schurwollstandards fasst die wichtigsten Informationen zusammen. Nach jeder Präsentation besteht die Möglichkeit, weiterführende Fragen an die Kontaktpersonen des Standards zu stellen. Die Webinare finden im Juli statt, die Termine werden zeitnah über die Bündnisplattform kommuniziert.

Sehr willkommen sind auch weitere Ideen und Anregungen für Unterstützungsangebote im Bereich Naturfasern. Bitte zögern Sie nicht, uns diese mitzuteilen.

Kontakt:
Mandy Piepke
Bündnissekretariat
mandy.piepke@giz.de

 

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Arbeitstreffen und Get together in Köln

Das Arbeitstreffen findet im „Bauwerk“ statt: Dillenburger Straße 73, 51005 Köln

Am 11. und 12. Juli 2018 findet in Köln unser Arbeitstreffen statt. Die Agenda für die zwei Tage finden Sie im Mitgliederbereich Die Workshops sind offen für alle Mitglieder und sollen die Möglichkeit geben, sich mit anderen Bündnismitgliedern fachlich auszutauschen und Tipps für die praktische Umsetzung zu erhalten

Mittwoch, 11.07.2018

14.00 – 17.30 Uhr Workshop Chemikalien- und Umweltmanagement
14.00 – 17.30 Uhr Workshop Kommunikationskonzept

Donnerstag, 12.07.2018

09.00 – 11.00 Uhr Workshop Internationalisierung
09.00 – 12.30 Uhr Workshop Existenzsichernde Löhne
11.30 – 17.00 Uhr Workshop Nachhaltige Chemiefasern
13.30 – 17.00 Uhr Workshop Lieferkettentransparenz

Am Mittwoch, den 11.07. wird es ab 17.30 Uhr die Möglichkeit zu einem Austausch mit dem Steuerungskreis und dem Bündnissekretariat geben. Danach wird der Abend mit einem *Get Together* ausklingen.

MSI Emergency Response Initiative. Schnelles gemeinsames Handeln für Menschenrechte

In seiner Sitzung am 11. April 2018 hat der Steuerungskreis der Zusammenarbeit mit der MSI Emergency Response Initiative zugestimmt. Die C&A-Stiftung hat die Initiative ins Leben gerufen, an der sich bereits sieben Multi-Stakeholder-Initiativen (einschließlich dem Textilbündnis) beteiligen. Ziel ist es, gemeinsam und schnell auf akute Entwicklungen in Produktionsländern zu reagieren, die (potenziell) zu einer Verschlechterung der Menschenrechtssituation führen.

Neben dem Textilbündnis beteiligen sich die Ethical Trading Initiative (ETI), die Fair Labor Association (FLA), die Fair Wear Foundation (FWF), die Sustainable Apparel Coalition (SAC), Social Accountability International (SAI) sowie Worldwide Responsible Accredited Production (WRAP) an der Initiative.

Im Fall von schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen wird – unterstützt von einer internationalen Anwaltskanzlei – ein gemeinsamer Brief an die relevanten lokalen Akteure, meist Regierungen, verfasst. Dieser wird dann von allen interessierten Mitgliedern der jeweiligen Initiativen unterzeichnet. Durch ein koordiniertes Vorgehen im Falle von negativen Entwicklungen soll Anliegen mehr Durchschlagkraft verliehen, und die Arbeit für jedes einzelne Mitglied reduziert. Ob sich das Textilbündnis an einer Aktion beteiligt entscheidet der Steuerungskreis von Fall zu Fall.

 

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Der Review-Prozess. Lernkurve ist zu erkennen

Der Review-Prozess ist einen entscheidenden Schritt weitergekommen: Alle eingereichten Daten und Dokumente befinden sich jetzt in der ersten oder bereits zweiten Prüfschleife. Bis zum 6. Juni haben 115 Mitglieder ihre Roadmaps und Fortschrittsberichte abgegeben, 10 haben nicht eingereicht. In der nächsten Steuerungskreissitzung am 11. Juli wird über den Ausschluss der säumigen Mitglieder entschieden.

Bei den Prüfungen zeichnen sich bereits zwei Tendenzen ab: Die Roadmaps für 2018 sind von deutlich besserer Qualität als die des Vorjahres, so dass die PrüferInnen hier nur wenig Einwände aussprechen mussten.

Die erstmalig erstellten Fortschrittsberichte für das Jahr 2017 dagegen erhalten vergleichsweise viele Einwände, die sich häufig auf die Vollständigkeit und Qualität der Nachweise beziehen. Dies zeigt sich insbesondere bei Zielen, die entweder sehr vage oder aber sehr verschachtelt – also mit vielen Teilzielen – formuliert wurden. Auch haben viele Mitglieder mit sogenannten „Altlasten“ aus dem vergangenen Jahr zu kämpfen. Beispielsweise hatte man im letzten Jahr beschlossen, auch „nicht plausible“ Ziele zu akzeptieren, wenn diese eine Übererfüllung der Vorgaben zur Anzahl der Ziele darstellten. Zu diesen Zielen muss nun berichtet werden, was sich häufig als sehr schwierig herausstellt.

Bitte beachten Sie, dass auch in diesem Jahr Ihr Nachhaltigkeitsprofil veröffentlicht wird. Sie haben die Möglichkeit, diese Daten bis zum 06. Juli 2018 in den Stammdaten in TexPerT erneut zu bearbeiten.

Anpassung der Prüfvorgaben zur Bereinigung der „Altlasten“

Angesichts der vielen ausgesprochenen Einwände bat der Steuerungskreis die Begleitgruppe Review-Prozess zu eruieren, wie man die Vorgaben für die Prüfung anpassen könnte, um die Situation für die Mitglieder etwas zu entschärfen. Ziel dieser Überlegungen sollte explizit nicht sein, die Anforderungen aufzuweichen oder nachträglich herabzusetzen. Stattdessen sollte auf Grundlage der Erfahrungen der ersten Prüfschleife geschaut werden, wo die Anwendung der Regeln, die in diesem Jahr erstmals praktisch umgesetzt wurden, an nachvollziehbare Grenzen gestoßen ist.

Gesagt – getan, wurden für die zweite Prüfschleife einige Anpassungen vorgenommen: Altlasten aus dem vergangenen Jahr können nachträglich aus der Roadmap 2017 gelöscht werden. Zudem wurden die Vorgaben an die Prüfer zur Nachweisführung etwas vereinfacht. Mehr Informationen hierzu finden Sie hier. Bitte beachten Sie, dass die Vorgaben zunächst nur in diesem Jahr und auch erst ab der zweiten Prüfschleife gelten.

Veröffentlichung der Berichte

Die ersten Roadmaps werden im August auf der Website des Bündnisses veröffentlicht. Die Daten hierzu werden automatisch aus dem TexPerT gezogen. Fortschrittsberichte sollten ebenfalls veröffentlicht werden, allerdings geschieht dies nur auf Wunsch des Mitglieds. Beachten Sie, dass im Zuge der Veröffentlichung jedes Mitglied ein eigenes Profil auf der Website erhält. Auch hierzu werden die Daten aus den Stammdaten im TexPerT gezogen.

Schlichter benannt

Wenn ein Mitglied des Textilbündnisses und die Prüfung sich im Laufe des Review-Prozesses nicht auf ein Prüfergebnis verständigen können, greift die vom Steuerungskreis beschlossene Schlichtung. Der Steuerungskreis hat nun die externen Personen benannt, die mit der Schlichtung betraut werden können:

  • Prof. Dr. Reingard Zimmer, Hochschule für Wirtschaft und Recht
  • Prof. Dr. Josef Wieland, Zeppelin Universität
  • Herbert Ladwig, Rechtsanwalt im Ruhestand
  • Dr. Andreas Hacke, Sozietät Zwanzig, Hacke, Meilke & Partner

Alternativ kann auch die Begleitgruppe Review Schlichtungsfällen übernehmen. Über die Details zum Schlichtungsverfahren wird im Juli im Mitgliederbereich informiert.

 

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Bericht aus dem Steuerungskreis

Die gelernte Tierärztin Dr. Maria Flachsbarth ist seit März 2018 Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

„Klarheit über den Grünen Knopf“ will Dr. Maria Flachsbarth schaffen. Sie ist seit März Parlamentarische Staatssekretärin im BMZ und unter anderem zuständig für das Textilbündnis. Frau Dr. Flasbarth war zur 19. Sitzung des Steuerungskreises in Berlin gekommen, auch um Stellung zum geplanten staatlichen Metasiegel zu nehmen. Mit dem Grünen Knopf wolle das Ministerium ein erkennbares und plakatives Erkennungszeichen für Verbraucherinnen und Verbraucher schaffen und auf diesem Wege die Nachfrage nach nachhaltig produzierten Textilien steigern. So würden die Anbieter, die keine Nachweise über nachhaltiges Wirtschaften erbringen, unter Veränderungsdruck gesetzt. „Der Grüne Knopf kommt“, erklärte auch Minister Müller im Steuerungskreis, „und ich lade Sie ausdrücklich ein, an der Ausgestaltung mitzuarbeiten.“

 

Damit ein Produkt den Grünen Knopf bekommt, müsse über glaubwürdige Siegel nachgewiesen werden, dass sowohl ökologische als auch soziale Mindestanforderungen der Bundesregierung erfüllt sind. Grundlage für diese Bewertung sei das Portal Siegelklarheit, erklärte Flachsbarth. „Gänzlich nachhaltige Textilien – vom Baumwollfeld bis zum Kleiderbügel – das ist unser eigentliches Ziel. Es ist uns aber auch klar, dass dieser Anspruch momentan noch nicht erfüllbar ist.“ Im ersten Schritt soll deshalb nur die Textilproduktion, genauer die Konfektionierung, fokussiert werden. Die Anforderungen an den Grünen Knopf werden schrittweise steigen und nach und nach weitere Stufen der Lieferkette einbeziehen.

 

Zusatzanforderungen: Nachweise für unternehmerische Sorgfalt

Zusätzlich zu den Anforderungen an das Produkt, fordert das Ministerium von den Unternehmen einen Nachweis zur Einhaltung unternehmerischer Sorgfaltspflichten. Textilbündnismitglieder seien hier im Vorteil, da sie mit Erfüllung der Anforderungen des Review-Prozesses diese Zugangsvoraussetzung bereits erfüllten. Darüber hinaus solle es jedoch auch weitere Nachweismöglichkeiten geben.

Diskutiert wurden auch die unterschiedlichen Ansätze von Textilbündnis und Grünem Knopf. Frau Dr. Flachsbarth stellte klar, dass es sich um zwei komplementäre Herangehensweisen handele, die keine zwingende Verbindung miteinander haben. Während das Textilbündnis systemisch an der Umsetzung der unternehmerischen Sorgfaltspflicht arbeite, sei der Grüne Knopf ein Metasiegel am Produkt, das Verbraucherinnen und Verbrauchern beim Einkauf Orientierung geben soll.

Diese Unterscheidung unterstrich der Steuerungskreis mit seiner verabschiedeten Formulierung für die Kommunikation zum Verhältnis Grüner Knopf und Textilbündnis: „Ungeachtet der identischen Zielsetzung, soziale, ökologische und ökonomische Verbesserungen entlang der gesamten Textil-Lieferkette zu erreichen, gibt es keine direkte und unmittelbare Verbindung zwischen dem Textilbündnis und dem angestrebten Grünen Knopf. Dies liegt vor allen in der unterschiedlichen Verfasstheit und systemischen Ansätzen dieser beiden Initiativen.“

 

Herzlich Willkommen im Bündnis

Als neues Mitglied im Textilbündnis begrüßen wir den Berliner Kinderkleidungshersteller Charle. Dahinter steht ein kleines Team aus Familienangehörigen, jungen Modedesignerinnen und engen Partnern, die sich zeitloser Kindermode aus Naturtextilien verschrieben haben. Charle verarbeitet nur ökologisch und fair produzierte Naturfasern, die dem Global Organic Textil Standard (GOTS) entsprechen.

 

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Digitale Weltkarte – Initiativen und Projekte im Textilsektor

Ihr weltweites Engagement wurde nun auf unserer Website auf einer interaktiven Weltkarte visualisiert. Diese berichtet über alle laufenden Eigen- und Bündnisinitiativen sowie über die jeweiligen Produktionsländer. Derzeit sind ca. 40 Eigeninitiativen im Textil- und Bekleidungssektor unserer Mitglieder und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auf der Weltkarte verortet. Darüber hinaus werden Ihnen die aktuellen und künftigen Bündnisinitiativen präsentiert, die von mehreren Mitgliedern des Textilbündnisses gemeinsam konzipiert und realisiert werden. Die „Initiativen-Factsheets“ gewähren Ihnen Einblicke in die Ziele sowie die bisherigen Ergebnisse der Projekte. 

Hier finden Sie die Weltkarte.

Die interaktive Weltkarte bietet einen umfassenden Überblick über die Spannbreite an Projekten und Themen, in denen die Bündnismitglieder aktiv sind. Diese reicht von Maßnahmen für ein nachhaltiges Umweltmanagement in Baumwollanbaugebieten bis zu Initiativen zur Verbesserung der Sozialstandards in Nähfabriken und Spinnereien.

Möchten Sie eine zusätzliche Initiative ins Leben rufen, eine bestehende Initiative ergänzen oder Informationen aktualisieren, dann melden Sie sich gerne bei Bettina Schulze Vowinkel (bettina.schulzevowinkel@giz.de). Hierfür nutzen Sie bitte dieses Formblatt.

 

 

 

Mitliederbereich von überall erreichbar – Get the App!

Schon gewusst? Das Textilbündnis begleitet Sie auch unterwegs. Mit der kostenlosen tixxt-APP können Sie über Ihr Smartphone (Android oder iOS-Geräte) im Mitgliederbereich kommentieren, Fragen einstellen, Dokumente einsehen oder Umfragen beantworten. Und wenn etwas in einer Ihrer abonnierten Gruppen passiert, benachrichtigt Sie Ihr Smartphone.

Wie Sie die APP einrichten können, haben Ihnen hier in einer Schritt für Schritt-Anleitung aufbereitet. Bitte beachten Sie, dass Sie mit der Nutzung der APP auch den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung von tixxt zustimmen.

Soziales Forum der spanischen Modeindustrie

Am 12. April 2018 wurde im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in Madrid das „Soziale Forum der Modeindustrie Spaniens“ vorgestellt. Es handelt sich um eine Multi-Stakeholder-Initiative unter Beteiligung spanischer Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen, Verbraucherschutzorganisationen, Universitäten, Unternehmen (u.a. Inditex, El Corte Inglés, Mango) sowie Wirtschaftsverbänden.

Zielsetzung der Initiative ist es, zur sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit in der Modeindustrie (Bekleidung, Schuhe, Accessoires) beizutragen. Die Initiative bezieht sich auf die einschlägigen internationalen Normen und Referenzdokumente, die auch Grundlage der Arbeit des Textilbündnisses sind (u.a. ILO-Kernarbeitsnormen, UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, OECD Due Diligence Guidance for Responsible Supply Chains in the Garment and Footwear Sector). Es wird auch explizit auf die Arbeit des Textilbündnisses Bezug genommen.

Die spanische Initiative hat drei prioritäre Themenbereiche identifiziert:

  • Lieferketten: mehr Transparenz und bessere Rückverfolgbarkeit von Produkten
  • Nachhaltiger Konsum: Kampagnen zur Aufklärung aller Beteiligten
  • Steuern: faire Besteuerung von Unternehmen mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen (z.B. Online-Handel)

Die Initiative soll als Forum zum Austausch von Erfahrungen und Best Practices dienen und steht für weitere Akteure der spanischen Modeindustrie aus dem öffentlichen und privaten Sektor offen. Im Rahmen eines konstruktiven Dialogs zwischen den Mitgliedern soll ein Zeitplan zur Verfolgung der gesetzten Ziele entwickelt werden. Als Bündnissekretariat stehen wir bereits im Austausch mit der spanischen Initiative, um Kooperationsmöglichkeiten mit dem Textilbündnis zu sondieren.

Für Rückfragen wenden Sie sich gerne an andreas.edele@giz.de