,

Korruptionsprävention in der Lieferkette

Herausgeber:

Allianz für Integrität,

Bündnis für nachhaltige Textilien,

Deutsches Global Compact Netzwerk,

 

Dezember 2017

 

Download

Save-the-date: Putting OECD guidance into practice

Implementing due diligence in the framework of government-backed multi-stakeholder initiatives in The Netherlands and Germany

 

Joint side event at the OECD Forum on Due Diligence in the Garment and Footwear Sector

Date: Tuesday, January 30th

Location: OECD, Paris
Program: 11.00-13.00

To achieve more sustainable practices in the garment and textile sector and to create real impact, collaboration between all relevant stakeholders is key. In Germany and The Netherlands, companies, government, NGOs, standard-setting organisations and trade unions have joined forces in national multi-stakeholder-initiatives to improve social, environmental and economic conditions all along garment and textile supply chains.

How are these two initiatives set up and how do they support their members in conducting due diligence? How does their work relate to the OECD Due Diligence Guidance for Responsible Supply Chains in the Garment and Footwear Sector? Which direction will the collaboration between the two initiatives take?

Just before the opening of the 2018 OECD Forum on Due Diligence in the Garment and Footwear Sector, the Secretariats of the Partnership for Sustainable Textiles and the Dutch Agreement on Sustainable Garments and Textiles will organise a joint session to address these and other questions. Both initiatives will present highlights from their work and their latest achievements and discuss critical questions. In addition, members from both initiatives will illustrate how the initiatives work in practice.

Register
To take part in the side event, please register here until 19 January 2018.

In addition, kindly note that registration for the OECD Forum is necessary in order to access the OECD building. Kindly register here for the OECD Forum.

 

Vorstellung des Leitfadens zu Korruptionsprävention in der Lieferkette

Im Frühjahr hat die Expertengruppe “Korruptionsprävention in der Lieferkette“ unter dem Dach der Allianz für Integrität (AfIn) ihre Arbeit aufgenommen. Die Gruppe setzt sich zusammen aus Compliance-Manager/-innen und Antikorruptions-Expert/-innen aus Mitgliedsunternehmen und -organisationen des Textilbündnisses, der AfIn, des Deutschen Global Compact Netzwerks (DGCN) und von Transparency International Deutschland e.V.

In den vergangenen Monaten hat die Expertengruppe einen praxisorientierten Leitfaden zur Korruptionsprävention in der Lieferkette entwickelt. Der Fokus der sektorübergreifend gestalteten Handreichung liegt auf Herausforderungen und Dilemmata, denen Unternehmen bei der Umsetzung von Korruptionsmaßnahmen begegnen. Mit praxisnahen Lösungsvorschlägen und good-practice Beispielen zur Stärkung von Integrität, Transparenz und Compliance entlang von Lieferketten leistet der Leitfaden einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung des Lieferkettenmanagements der Bündnismitglieder.

Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung der AfIn und des Textilbündnisses wird der Leitfaden gemeinsam mit den Vertreter/-innen der Expertengruppe offiziell gelauncht:

Korruptionsprävention in der Lieferkette – Wie Unternehmen mit Herausforderungen umgehen
Donnerstag, 07. Dezember 2017 │ 14.00 bis 19.00 Uhr
Repräsentanz der GIZ, Reichpietschufer 20,
10785 Berlin, Germany

Das ausführliche Programm der Veranstaltung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier auf den Seiten der AfIn.

 

Lesen Sie auch die anderen Artikel des aktuellen Newsletters

Bericht von der Strategieklausur:  Mehr Fokus, mehr Effizienz, mehr Internationalisierung

Berichtszeitraum 2018

Beschluss der Zeit- und Mengenziele

Berichtszeitraum 2018

Roadmap-Erstellung vom 2. Januar 2018 bis 30. April 2018

Wie bereits im Mitgliederbereich mitgeteilt, wurde die Öffnung des TexPerT aufgrund der Verzögerung des Beschlusses zu den Zeit- und Mengenzielen  auf den 2. Januar 2018 verschoben. Der TexPert bleibt im kommenden Jahr bis zum 30. April 2018 für die Roadmap-Erstellung geöffnet. In den Folgejahren wird der Berichtszeitraum immer am 2. Januar beginnen und am 31. März jeden Jahres enden.

Wie auch im vergangenen Jahr wird das Bündnissekretariat eine Handreichung und unterstützende Webinare zur Erstellung Ihrer Roadmap anbieten.

Die Handreichung sowie Webinar-Termine werden im Mitgliederbereich angekündigt. Ihre Fragen können Sie zudem an review@textilbuendnis.com richten.

Das Frageraster (auch nach Akteursgruppe) finden Sie hier.

 

Lesen Sie auch die anderen Artikel des aktuellen Newsletters

Bericht von der Strategieklausur:  Mehr Fokus, mehr Effizienz, mehr Internationalisierung

Vorstellung des Leitfadens zu Korruptionsprävention in der Lieferkette

Beschluss der Zeit- und Mengenziele

Beschluss der Zeit- und Mengenziele

Am 28. September 2017 beschloss der Steuerungskreis, dass es künftig drei Arten von Roadmap-Zielen gibt:

  1. Verbindliche Ziele, die von allen Mitgliedern zu einem vorgegebenen Zeitpunkt verfolgt werden müssen.
  2. Empfohlene Ziele, die von allen Mitgliedern verfolgt werden sollten.
  3. Frei zu setzende Ziele, die sich an den Inhalten und der Struktur des Fragerasters orientieren, darüber hinaus aber weitestgehend frei von den Mitgliedern ausgestaltet werden können.

Bei der 16. Steuerungskreissitzung am 22. November 2017 befasste sich das Gremium abschließend mit den Inhalten der Ziele und legte damit die Anforderungen an die Formulierung und die Anzahl der Roadmap-Ziele für den Zeitraum 2018 bis 2020 fest.

Das Gremium beschloss

  • 26 verbindliche individuelle Ziele
  • zwei bündnisübergreifende Baumwollziele
  • acht empfohlene Ziele

Alle Ziele finden Sie hier.

Die Zeitangaben der Ziele beziehen sich auf Bestandsmitglieder. Im angegebenen Jahr muss das Ziel – sofern nicht schon erreicht – als Roadmap-Ziel gesetzt werden. Zukünftige neue Mitglieder müssen sich die Ziele in der gleichen chronologischen Reihenfolge in ihren Roadmaps setzen. D.h. sie müssen in ihrer ersten Roadmap nach Beitritt die Ziele für das Jahr 2018 adressieren, in der zweiten Roadmap, die des Jahres 2019.

Mitglieder, die bereits einen Großteil der verpflichtenden Ziele eines Jahres erfüllt haben, können individuell festlegen, ob Sie sich über die verbindlichen Ziele hinaus weitere Ziele setzen wollen.

Die Frageraster (auch nach Akteursgruppe) finden Sie hier.

Lesen Sie auch die anderen Artikel des aktuellen Newsletters

Bericht von der Strategieklausur:  Mehr Fokus, mehr Effizienz, mehr Internationalisierung

Berichtszeitraum 2018

Vorstellung des Leitfadens zu Korruptionsprävention in der Lieferkette

 

 

Bericht von der Strategieklausur: Mehr Fokus, mehr Effizienz, mehr Internationalisierung

Der Steuerungskreis traf sich am 22. und 23.11.2017 zu einer Klausurtagung. Nach einem kurzen Rückblick auf das Erreichte standen Entscheidungen über die nächste Phase des Bündnisses im Fokus.

Durch die gesammelten Lernerfahrungen der ersten Runde des Roadmap-Prozesses konnte das Verfahren für 2018 entsprechend verbessert und weiterentwickelt werden. Damit steht das Textilbündnis jetzt auf einer soliden Grundstruktur und kann mit großen Schritten in eine neue Phase eintreten: in den kommenden drei Jahren gilt es nun, die Umsetzung zu stärken, bestehende Themen zu vertiefen und ggf. neue Aspekte zu beleuchten sowie die internationalen Partnerschaften weiter auszubauen. Vor allem durch das Zusammenspiel der drei Säulen „individuelle Verantwortung der Mitglieder“, „gemeinsames Engagement in Produktionsländern“ sowie „Lernen und Dialog“ will das Bündnis in Zukunft noch stärkere Wirkung entfalten.

Gleichzeitig beschloss der Steuerungskreis einige Schwerpunkte für das Jahr 2018: neben existenzsichernden Löhnen, stehen hier u.a. die weitere Begleitung des Review-Prozesses, die Wirkungsmessung im Bündnis sowie die Weiterverfolgung der Bündnisinitiativen im Vordergrund.

Zur erfolgreichen Bearbeitung dieser Themen beschloss der Steuerungskreis zukünftig auch die bestehenden Prozesse und Strukturen neu zu organisieren.

Ziel dabei ist es, die Strukturen und Prozesse so anzulegen, dass sich Mitglieder effizienter, flexibler und zielgerichteter in die Erarbeitung von Lösungsansätzen einbringen können.

Dies betrifft letztendlich auch die Struktur der bestehenden Arbeitsgruppen: mit dem Auslauf der Mandate der fünf Arbeitsgruppen Ende dieses Jahres, wird derzeit geprüft wie deren Aufgaben in einer angepassten, effizienteren Struktur weiterbearbeitet werden können. Unter anderem wird erwogen, einzelne Themen in kleinere und zeitlich begrenztere Expertengruppen von Vertretern/-innen von Mitgliedsorganisationen zu überführen, die sich entsprechend fokussierter mit den Fragestellungen und Herausforderungen befassen können.

Über die weitere Ausgestaltung der zukünftigen Prozesse und Strukturen werden wir Sie auf dem Laufenden halten. Zu seiner nächsten Sitzung am 25.01.2018 hat der Steuerungskreis das Bündnissekretariat beauftragt, einen ersten bestehenden Vorschlag zur Reorganisation des Bündnisses weiter auszuarbeiten. Der Steuerungskreis hat zudem erneut Frau Heike Hess vom Internationalen Verband für Naturtextilwirtschaft (IVN) als Gast zu den Steuerungskreissitzungen der laufenden Amtszeit eingeladen.

Zu guter Letzt verlieh der Steuerungskreis auch dem Thema Internationalisierung des Bündnisses Nachdruck: Die in Anbahnung befindlichen strategischen Kooperationen mit dem Dutch Agreement on Garment and Textile (AGT) und Action, Collaboration, Transformation (ACT) wird das Bündnissekretariat in 2018 weiterverfolgen. Darüber hinaus beschloss der Steuerungskreis die Unterzeichnung eines „Letter of Intent“ mit der Sustainable Apparel Coalition, durch den ein wichtiger Grundstein für die weitere Zusammenarbeit gelegt wurde.

 

Lesen Sie auch die anderen Artikel des aktuellen Newsletters

Beschluss der Zeit- und Mengenziele

Berichtszeitraum 2018

Vorstellung des Leitfadens zu Korruptionsprävention in der Lieferkette

Umsetzung und Internationalisierung: Entscheidungen des Steuerungskreises

Interview with Dr. Jürgen Janssen: What is better now than it was 3 years ago? | gemeinfrei

Saatgutvermehrung für nachhaltigen Baumwollanbau – Zentralasien

Die Verfügbarkeit von Baumwollsaatgut und die Gefahr von Verunreinigung sind große Herausforderungen des nachhaltigen Baumwollanbaus. Nicht-genetisch verändertes (GMO-freies) Saatgut für Bio- und Faitrade-zertifizierte Landwirte ist knapp und oftmals deutlich teurer. Zudem muss gekauftes Saatgut regelmäßig getestet werden, um zu überprüfen, dass es nicht verunreinigt wurde. Eine individuelle Saatgutproduktion durch die Landwirte ist aufgrund des Verunreinigungsrisikos ebenfalls erschwert. Daher entwickelte die AG Naturfasern mit der AG Umsetzung und Internationalisierung die Bündnisinitiative “Empowering small holding farmers and improving quality and supply of non-genetically modified cotton from Central Asia“, die der Steuerungskreis als vierte Bündnisinitiative verabschiedete.

Ziel ist es, aufbauend auf dem vorhandenen Fachwissen und den Strukturen in Bauernkooperativen, Kapazitäten aufzubauen, um GMO-freies Baumwollsaatgut zu multiplizieren. Kleinbauern sollen gestärkt und nachhaltige Lieferbeziehungen aufgebaut werden. Weitere Maßnahmen umfassen den Aufbau und das Training einer „Saatgut Task Force“ und von Kompetenzzentren, Finanzierung von technischem Equipment und GMO-Test sowie Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung zur Vermeidung von Saatgutverunreinigung. Die Initiative fokussiert sich zunächst auf Zentralasien, zudem ist es angedacht, die Initiative auf ein weiteres Land auszuweiten.

 

Stand der anderen Bündnisinitiativen

Kick-Off-Workshop 2017 in Tamil Nadu, Indien

Verbesserung Sozialstandards in Spinnereien – Indien: Am 19. September 2017 wurde die Initiative durch einen Workshop in Coimbatore mit Vertreter/-innen der Staatsregierung, der Zivilgesellschaft und lokaler Unternehmen angestoßen. Die Delegation des Textilbündnisses mit Vertreter/-innen des BMZ, von Tchibo, Hugo Boss, Fairtrade, FEMNET und aus dem Bündnissekretariat konnten u.a. mit hochrangigen Regierungsrepräsentanten in Chennai sprechen.

 

Umwelt- und Chemikalienmanagement in Bangladesch und China: Bislang wurden Trainingsmaterialien zusammengestellt, in die entsprechenden Sprachen übersetzt und im ersten Pilottraining in Myanmar in Zusammenarbeit mit der sequa gGmbH im August getestet. Im September fanden ein erstes Stakeholder Treffen in Bangladesch, ein Gespräch mit der Chemieindustrie bei Tchibo in Hamburg und ein Kolloquium zum wissenschaftlichen Austausch an der Stuttgarter Universität statt.

Wassermanagement Lieferkette Baumwolle – Pakistan: Gemeinsam mit den Partnern wurde der Arbeitsplan in Lahore fertiggestellt. Aktuell finden die Vertragsverhandlungen statt. Es werden dringend noch weitere Unternehmen gesucht, die die Initiative unterstützen.

Bei den drei Bündnisinitiativen werden gerade die Umsetzungsvereinbarungen zwischen den Beteiligten abgestimmt. Damit wird die gemeinsame Konzeptentwicklung abgeschlossen und für alle Beteiligten wird klar festgehalten, welchen Beitrag sie finanziell oder in-kind zu leisten haben. Das Textilbündnis ist darauf angewiesen, dass sich genügend Mitglieder an dieser Stelle freiwillig einbringen.

 

Internationalisierung des Textilbündnisses

Zur besseren Verankerung der Bündnisziele in der Lieferkette, Stärkung der Bekanntheit des Textilbündnisses in den Produktionsländern und Unterstützung der Umsetzung der Bündnisinitiativen verabschiedete der Steuerungskreis eine Vorlage zur Einbindung nationaler Akteure in den Produktionsländern. Die aktiv an den Bündnisinitiativen beteiligten nationalen Akteure in den Produktionsländern werden künftig als „Textilpartner“ bezeichnet. Zur internationalen Vernetzung des Textilbündnisses im Bereich Chemikalienmanagement beschloss der Steuerungskreis den Beitritt des Textilbündnisses zum „Chemicals in Products Programme“ (CiP) des „Strategic Approach to International Chemicals Management“ (SAICM). SAICM ist eine akteur- und sektor-übergreifende, freiwillige Strategie unter dem Dach des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Sie zielt darauf ab, bis 2020 negative Wirkungen von Chemikalien auf die menschliche Gesundheit und Umwelt zu mindern.

 

 

Lesen Sie auch die anderen Artikel des aktuellen Newsletters

Review-Prozess: Entscheidungen des Steuerungskreises

Neue Struktur des Mitgliederbereichs

Mitgliederversammlung 2017

Review-Prozess: Entscheidungen des Steuerungskreises

Frageraster

Die Erfahrungen der Roadmap-Erstellung sind in einen umfangreichen Überarbeitungsprozess eingegangen. Gemeinsam haben die AG Review-Prozess, die Facharbeitsgruppen und das Bündnissekretariat das Frageraster überarbeitet. Nach einer zusätzlichen Lektoratsschleife im Steuerungskreis beschloss das Gremium im September das Frageraster für den Review-Prozess 2018. Es bildet die Grundlage der jährlichen Berichterstattung im Bündnis, die vom 1. Dezember 2017 bis 31. März 2018 stattfindet, und wird derzeit in den TexPerT eingearbeitet.

Ihre Zugänge zum TexPerT aus dem letzten Jahr bleiben erhalten. Sollten sich Änderungen ergeben haben, senden Sie bitte eine E-Mail an review@textilbuendnis.com.

 

Zeit- und Mengenziele

Der Steuerungskreis verständigte sich zudem auf neue Vorgaben für Roadmap-Ziele im Review-Prozess 2018. Zukünftig wird es im Bündnis individuelle, verbindliche sowie empfohlene Ziele geben. Die Vorgabe von verbindlichen und empfohlenen Zielen stärken die Glaubwürdigkeit des Textilbündnisses und bieten Ihnen für Ihre Aktivitäten und Ihr Engagement einen greifbareren Orientierungsrahmen. Das Bündnissekretariat wird Unterstützungsangebote prioritär zu den Themen entwickeln, die von den verbindlichen Zielen adressiert werden.

Die Inhalte der verbindlichen Ziele werden derzeit noch vom Steuerungskreis abschließend diskutiert und Anfang November beschlossen. Wir werden Sie zeitnah über das Ergebnis informieren.

 

Fortschrittsberichte

Neben der Erstellung der zweiten Roadmap berichten alle Mitglieder im nächsten Jahr das erste Mal über ihren Fortschritt bei der Umsetzung der Roadmap-Ziele. Der Steuerungskreis legte nun fest, in welchem Umfang und mit welchen Arbeitsauftrag die Fortschrittsberichte überprüft werden. Ebenfalls verabschiedet wurden Vorgaben, welche Nachweise in den Fortschrittsberichten erbracht werden müssen. Auch steht nun fest, in welchem Umfang die Daten der Fortschrittsberichterstattung veröffentlicht werden. Für mögliche Fälle, in denen Prüfer und Mitglied zu keiner Einigung über das Prüfurteil kommen, wurde ein Schlichtungsverfahren vereinbart. Wir informieren Sie sobald dieses Schlichtungsgremium besetzt ist und seine Arbeit aufnehmen kann.

 

Wirkungsmessung

Intensiv diskutierte der Steuerungskreis das Konzept zur Wirkungsmessung im Bündnis. Ein externer Dienstleister wird nun beauftragt, ein Konzept zur Wirkungsmessung im Bündnis entsprechend der Maßgabe des Steuerungskreises auszuarbeiten. Die Ergebnisse sollen dem Steuerungskreis im Frühjahr 2018 vorgelegt werden.

 

Anerkennungsmechanismus

Das Bündnissekretariat führt weiterhin die Datenerhebung im Rahmen der geplanten Anerkennung und des Abgleichs zu bestehenden Standards durch. Derzeit werden für acht Standards die Systemkriterien erhoben und ein inhaltlicher Abgleich mit 16 Standards durchgeführt. Der Steuerungskreis verabschiedete die Empfehlung der AG Naturfasern über die Mindestanforderungen für den Bereich Schurwolle. Damit sind inhaltlich für den Bereich Schurwolle folgende Standardsysteme und Initiativen anerkannt: Responsible Wool Standard Implementation Manual, The IFOAM Norms for Organic Production and Processing, EU-Öko-Verordnung, ZQ Merino Accreditation Programme. Die IWTO Specifications for Wool Sheep Welfare decken die inhaltlichen Mindestanforderungen des Bündnisses ebenfalls ab, für australische Wolle muss jedoch zusätzlich ein non-mulesing oder ceased-mulesing certificate vorliegen.

Diese inhaltlich anerkannten Standardsysteme und Initiativen müssen zusätzlich noch die systemischen Mindestanforderungen erfüllen und werden nun dahingehend geprüft.

 

Bündnisziele

Der Steuerungskreis verabschiedete das Konsolidierungspapier Umweltziele und -standards, welches die Bündnisziele in diesem Themenfeld zusammenfasst, sowie die Bündnisziele Schafhaltung, die die bestehenden Bündnisziele im Bereich Naturfasern ergänzen.

 

Korruptionsprävention

Die Expertengruppe Korruptionsprävention und Compliance erarbeitet derzeit einen Leitfaden mit besonderem Blick auf das Thema Textilien. Dieser wird Anfang Dezember zum Welt-Anti-Korruptionstag vorgestellt und Ihnen zur Verfügung gestellt. Es ist zudem geplant, die Inhalte des Leitfadens im kommenden Jahr als Schulungsangebot für Sie mit Hilfe von Webinaren aufzubereiten.

 

 

Lesen Sie auch die anderen Artikel des aktuellen Newsletters

Umsetzung und Internationalisierung: Entscheidungen des Steuerungskreises

Neue Struktur des Mitgliederbereichs

Mitgliederversammlung 2017

 

MITGLIEDERBEREICH

Neue Struktur des Mitgliederbereichs

In der horizontalen Menüleiste finden Sie jetzt die A-Z Suche. Die wichtigsten Informationen sind hier für Sie nach Stichworten. Dies erleichtert Ihnen die Orientierung und Sie finden schneller den richtigen Ordner und gesuchte Dokumente. Für unsere englischsprachigen Nutzer/-innen steht ab sofort eine Übersicht über die Menüführung zur Verfügung.

Auch die vertikale Menüleiste ist neustrukturiert.

Unter der Sektion Infos für Bündnismitglieder finden Sie aktuelle Informationen über die Arbeit in den Bündnisgremien (Neues aus den Gremien), wie die Protokolle des Steuerungskreises und der Arbeitsgruppen, sowie zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, mit Hinweisen zur Berichterstattung und Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit.

Unter der Sektion Säulen des Bündnisses finden sich die drei Kernelemente des Bündnisses wieder:

  • In der Gruppe Bündnisinitiativen dreht sich alles um die geplanten sowie bereits gestarteten Bündnisinitiativen;
  • in der Gruppe Review-Prozess gibt es Hilfestellungen und Anleitungen rund um den Roadmap-Prozess sowie die Fortberichtserstattung;
  • und in der Gruppe Werkzeuge & Hilfestellungen finden Sie thematisch aufbereitet Infomaterialien rund um das neu strukturierte Frageraster.

Die Arbeit der einzelnen Gremien des Bündnisses (z.B. Facharbeitsgruppen, Steuerungskreis, etc.) haben wir ab sofort unter der Sektion Gremien gebündelt. Zu diesen Gruppen haben ausschließlich die Mitglieder des jeweiligen Gremiums Zugang.

 

 

 

Lesen Sie auch die anderen Artikel des aktuellen Newsletters

Review-Prozess: Entscheidungen des Steuerungskreises

Umsetzung und Internationalisierung: Entscheidungen des Steuerungskreises

Mitgliederversammlung 2017

MITGLIEDERVERSAMMLUNG 2017

Am 11. Oktober 2017 kamen in Berlin rund 150 Teilnehmer/-innen zusammen.

Die Mitgliederversammlung begann mit der Begrüßung durch Herrn Dr. Felmberg. In seinem Grußwort betonte er die Erfolge des Bündnisses und welche Meilensteine bereits, trotz der bestehenden Herausforderungen, erreicht werden konnten. Im Anschluss gab das Bündnissekretariat anhand des Jahresbericht 2016 / 2017 einen ausführlichen Einblick in Arbeitsergebnisse und Lernerfahrungen. Anschließend stellten sich Steuerungskreis und Bündnissekretariat den Fragen der Bündnismitglieder. Mit Hilfe eines Web-Tools wurde eine Vielzahl von Fragen formuliert, die nicht alle beantwortet werden konnten – eine Übersicht aller Fragen & Antworten finden Sie in Kürze im Mitgliederbereich. Am Nachmittag begrüßte Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die anwesenden Mitglieder. In seiner Rede zeigte er auf, warum sich Ihr Engagement im Textilbündnis lohnt. In vier parallelen Workshops hatten die Teilnehmer/-innen dann Gelegenheit zu verschiedenen Themen zu diskutieren und gemeinsame Handlungsoptionen zu erarbeiten:

Workshop 1: Sorgfaltspflichten verstehen und umsetzen – Eine Einführung in den Due-Diligence-Prozess

Neben einer kurzen Einführung in das neu strukturierte Frageraster für 2018 stand im Workshop 1 die praktische Umsetzung der unternehmerischen Sorgfaltspflicht im Vordergrund: anhand von vier Fallbeispielen zur Lieferkette und Beschaffung diskutierten und erarbeiteten die Teilnehmer/-innen Lösungsansätze und tauschten sich über eigene Erfahrungen und Instrumente aus.

Workshop 2: Getting to know your chain – Implementing supply chain transparency in practice

Die eigene Lieferkette zu kennen, ist eine wichtige Voraussetzung für effektives Nachhaltigkeitsmanagement. Nach einem theoretischen Überblick durch Prof. Freise von der Hochschule Reutlingen hörten wir von unseren beiden Mitgliedern 3Freunde und H&M, wie sie das Thema Lieferkettentransparenz in der Praxis angehen. Am Beispiel der niederländischen Initiative „Dutch Agreement on a Sustainable Garment and Textile Sector“ wurde zudem diskutiert, ob und in welcher Form das Textilbündnis Transparenz in der Lieferkette zukünftig weiter behandeln sollte. Ein Großteil der Teilnehmer sprach sich dafür aus, einen ähnlichen Weg zu gehen wie der „Dutch Covenant“, dabei aber auf existierende Systeme aufzubauen. Zudem betonten die Teilnehmer/-innen vielfach, dass Lieferkettentransparenz kein Selbstzweck ist, sondern dass ausschlaggebend ist, wie die erhobenen Daten weiter genutzt werden.

Workshop 3: Fördern und fordern: Berufliche Qualifizierung in der Textilindustrie

Der Workshop startete mit der Vorstellung von Ansätzen zur beruflichen Aus- und Weiterbildung im Textilsektor in Bangladesch und Äthiopien. In Anlehnung an die verschiedenen Ansätze wurden vier Eckpfeiler für eine Bündnisinitiative „Berufliche Aus- und Weiterbildung im Textilsektor“ erarbeitet: (1) Sensibilisierung für interkulturelle Herausforderungen und Einbeziehung vulnerabler Gruppen, (2) Entwicklung eines einheitlichen Trainingsprogramms mit standardisierten Ausbildungskursen unter Berücksichtigung schulischer Grundbildung, (3) Förderung des Business Case durch bedarfsorientierte Ausbildung sowie (4) Orientierung am dualen Bildungssystem durch theoretische und praktische Lerneinheiten, Praktika- und Austauschprogramme.

Workshop 4: Fairplay im Textilsektor: Möglichkeiten zur Korruptionsprävention

Der Workshop „Fairplay im Textilsektor“ befasste sich mit den Möglichkeiten zur Korruptionsprävention entlang textiler Lieferketten. Anhand spezifischer Herausforderungen – unter anderem der Korruption bei staatlichen Arbeitsinspektionen in Kambodscha – wurden gemeinsam mit den Experten Florian Lair (Allianz für Integrität – AfIn) und Thorben Glaser (Kreditanstalt für Wiederaufbau) mögliche Lösungsansätze diskutiert. Es wurde deutlich, dass Korruption als „Problem kollektiven Handelns“ (Lair) entsprechende „kollektive Lösungen“ erfordert, weshalb der Fokus der Diskussion auf einem möglichen gemeinsamen Engagement der Bündnismitglieder, beispielsweise im Rahmen einer Bündnisinitiative, lag. Im Zuge der für Dezember geplanten Veröffentlichung des Leitfadens „Korruption in der Lieferkette“, der zurzeit von einer Expertengruppe aus Bündnismitgliedern und Unternehmen der AfIn entwickelt wird, sollen die Impulse der Diskussion aufgegriffen und vertieft werden.

 

Mit einem Impulsvortrag zu Herausforderungen und existierenden Ansätzen für die Zahlung höherer Löhne wurde das Panel mit dem Titel „Existenzsichernde Löhne – Einfach mehr zahlen?“ eingeleitet. Gemeinsam mit den Mitgliedern diskutierten die Teilnehmer/-innen des Panels anschließend Stellschrauben und Möglichkeiten für das Textilbündnis, sich zukünftig verstärkt für die Zahlung existenzsichernder Löhne einzusetzen. Dabei wurde die individuelle Verantwortung eines jeden Bündnismitglieds als auch die Bedeutung kollektiver Ansätze mit Flächenwirkung hervorgehoben.

Am Abend stand Barbara Meier, die Textilbotschafterin des BMZ, für ein Kurzinterview und eine anschließende Fotoaktion mit den Mitgliedern zur Verfügung. Zu den Bildern der Mitgliederversammlung gelangen Sie hier. Die Dokumentation der Mitgliederversammlung finden Sie hier.

 

 

 

Lesen Sie auch die anderen Artikel des aktuellen Newsletters

Review-Prozess: Entscheidungen des Steuerungskreises

Umsetzung und Internationalisierung: Entscheidungen des Steuerungskreises

Neue Struktur des Mitgliederbereichs