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Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen

Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen
Neckarsteige 6
72622 Nürtingen

www.hfwu.de

 

Beratende Mitglieder übernehmen im Textilbündnis eine unterstützende Funktion. Sie gehören primär den Bereichen Forschung und Lehre (wissenschaftliche Institutionen und bundesbehördliche Einrichtungen) an und teilen ihre fachliche Expertise und Beratungsleistung mit der Mitgliedschaft.

Die Akteursgruppe ist vom jährlichen Review-Prozess und der Berichtspflicht befreit. Stattdessen beantworten sie einen Kurzbericht mit drei Leitfragen, der folgend einzusehen ist.

 

Bericht für Beratende Mitglieder 2018


Welchen Beitrag (finanziell, personell oder in Form von Wissen) haben Sie im vergangenen Jahr zum Bündnis für nachhaltige Textilen geleistet?

HfWU: «Als Professor für nachhaltiges Produktmanagement an der staatlichen Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen stehe ich für unabhängige Zuarbeit, Begutachtung, Auditierung sowie Beratung zur Verfügung.»

 

Inwiefern konnten Sie dadurch zu nachweislichen Verbesserungen der sozialen, ökologischen und ökonomischen Bedingungen entlang der gesamten Lieferkette des Textil- und Bekleidungssektors beitragen?

HfWU: «Wichtig ist, dass unabhängige Auditoren Maßnahmen überprüfen, um deren Qualität und Nachhaltigkeit zu gewährleisten.»

 

Welche Maßnahmen für die Erreichung der Bündnisziele werden Sie in diesem Kalenderjahr leisten und in welcher Form können andere Bündnismitglieder von diesen Beiträgen profitieren?

HfWU: «Allen Bündnismitgliedern stehen die Zuarbeit, Begutachtung und Auditierung zur Verfügung.»

 

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Product DNA SA (Respect Code)

Product DNA SA
Avenue du Léman 9
1005 Lausanne Switzerland

www.respect-code.org

 

Beratende Mitglieder übernehmen im Textilbündnis eine unterstützende Funktion. Sie gehören primär den Bereichen Forschung und Lehre (wissenschaftliche Institutionen und bundesbehördliche Einrichtungen) an und teilen ihre fachliche Expertise und Beratungsleistung mit der Mitgliedschaft.

Die Akteursgruppe ist vom jährlichen Review-Prozess und der Berichtspflicht befreit. Stattdessen beantworten sie einen Kurzbericht mit drei Leitfragen, der folgend einzusehen ist.

Bericht für Beratende Mitglieder 2018


Welchen Beitrag (finanziell, personell oder in Form von Wissen) haben Sie im vergangenen Jahr zum Bündnis für nachhaltige Textilen geleistet?

Product DNA SA:
>>Im vergangenen Jahr haben wir mit verschiedenen Akteure des Textilssektors auf die Rückverfolgbarkeit und Transparenz ihrer Lieferkette zusammengearbeitet. Wir haben die Produktionen von anderen Bündnismitgliedern rückverfolgt, nämlich Dibella b.v. und Lamme Groep BV, aber auch von mehreren anderen Textil-Firmen in Europa.

Wir bieten seit 2005 durch den online Dienst www.respect-code.org eine volle Transparenz der Lieferketten für den Konsumenten an. Wir unterstützen ihn, indem er sämtliche notwendigen Informationen zur Verfügung gestellt bekommt, die ihm seinen Entscheidungsprozess bei jedem Einkauf erleichtert und eine bewusste Wahl ermöglicht. Beispiele dieser Informationen sind: Wasserverbrauch in der Produktion, CO2-Ausstoss, Sitz der Produktion, Kontrollen, Zertifikate, usw.

Textilien ist nicht der einzige Sektor, mit dem wir arbeiten. Mit unserer Firma Product DNA AG stellen wir auch die Rückverfolgbarkeit in verschiedenen Sektoren wie u. a. Kosmetik, Bausektor oder Verpackung fest. Dies gibt uns eine interdisziplinäre Vision der Industrien und kann Brücken zwischen den Sektoren bauen. Das Holz haben wir in 2017 für Kunden in 2 verschiedenen Industrien (Bausektor und Textilien mit den LenzingTM Fasern) bis zu den Wäldern rückverfolgt.<<

 

Inwiefern konnten Sie dadurch zu nachweislichen Verbesserungen der sozialen, ökologischen und ökonomischen Bedingungen entlang der gesamten Lieferkette des Textil- und Bekleidungssektors beitragen?

Product DNA SA:
>>Die Rückverfolgbarkeit durch www.respect-code.org erlaubt eine volle Sicht auf aller Etappen der gesamten Lieferkette, vom Rohstoff bis zum Vertrieb. Damit überwachen wir die Beschaffungskette unserer Kunden permanent und spüren Risiken oder Schwachstellen auf. Dank einer Erfahrung in der Textilindustrie und die zehnjährige enge Zusammenarbeit mit NGOs, Regierungen, Marken, Zertifizierungsstellen und Agenten, empfehlen und beraten wir bei Zertifizierungen, Audits sowie Kennzeichnungen von Fabriken und Produkten durch Dritte. Es hilft unserer Kunden, zuerst ihre eigene Produktion besser zu kennen und dann sie sozial und ökologisch andauernd zu verbessern.<<

 

Welche Maßnahmen für die Erreichung der Bündnisziele werden Sie in diesem Kalenderjahr leisten und in welcher Form können andere Bündnismitglieder von diesen Beiträgen profitieren?

Product DNA SA:
>>Dieses Jahr werden wir mit unseren Bemühungen für mehr Transparenz in den Textilien Lieferketten fortsetzen. Zuerst werden wir die Konsumenten, aber auch die Marken, auf die Wichtigkeit der Rückverfolgbarkeit und der Transparenz in den Lieferketten aufmerksam machen. Dafür werden wir immer mehr auf Social Networks anwesend sein und an Foren oder Besprechungen teilnehmen: Kingpins Show (Internationale Denim Messe) in Amsterdam und New York, MaxTex Forum in Berlin, usw. Das Buch Sustainable Fashion: Governance and New Management Approaches von Prof. Dr. Sarah Margaretha Jastram und Dr. Anna-Maria Schneider wird auch dieses Jahr veröffentlicht.; in einem Kapitel teilen wir unsere Erfahrung der Rückverfolgbarkeit in der Textilindustrie.

Wir arbeiten auch auf eine neue Version unserer Rückverfolgbarkeitsplattform www.respect-code.org, die bis Ende des Jahres online sein soll. Damit kommt auch natürlich eine neue App, die zu den Konsumenten bestimmt wird. Mit dem Gebrauch von neuen Technologien wie Blockchain, künstliche Intelligenz oder erweiterte Realität, werden wir ihn eine neue Erfahrung in der Entdeckung der Produktion seiner Bekleidung anbieten. Die anderen Bündnismitgliedern können durch diesem neuen Tool, ihre nachhaltigen und transparenten Lieferketten aufwerten.<<

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Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik der Ruhr-Universität Bochum (IEE)

www.development-research.org

 

Beratende Mitglieder übernehmen im Textilbündnis eine unterstützende Funktion. Sie gehören primär den Bereichen Forschung und Lehre (wissenschaftliche Institutionen und bundesbehördliche Einrichtungen) an und teilen ihre fachliche Expertise und Beratungsleistung mit der Mitgliedschaft.

Die Akteursgruppe ist vom jährlichen Review-Prozess und der Berichtspflicht befreit. Stattdessen beantworten sie einen Kurzbericht mit drei Leitfragen, der folgend einzusehen ist.

Bericht für Beratende Mitglieder 2018


Welchen Beitrag (finanziell, personell oder in Form von Wissen) haben Sie im vergangenen Jahr zum Bündnis für nachhaltige Textilen geleistet?

IEE: «Der Beitrag des Instituts für Entwicklungsforschung und –politik (IEE) der Ruhr‐Universität Bochum bestand auch im Berichtsjahr 2017 im Wesentlichen in der regelmäßigen Teilnahme an den Treffen der AG Umsetzung und Internationalisierung. Hierbei ist das IEE mit mindestens einer Mitarbeiterin/einem Mitarbeiter vertreten gewesen. Der dadurch entstandene finanzielle Aufwand bezieht sich auf Fahrt‐ und Hotelkosten. Im Rahmen der AG‐Treffen hat sich das IEE aktiv an den Diskussionen insbesondere zu dem Thema Internationalisierung beteiligt. Darüber hinaus hat das IEE an der Vorbereitung der Bündnisinitiative Existenzsichernde Löhne mitgewirkt. Nachdem die im Vorjahr von Seiten des BSI angestoßene Initiative zu diesem Thema, an der sich das IEE in Form einer wissenschaftlichen Begleitforschung beteiligen wollte, zunächst nicht umgesetzt worden ist, hat sich das IEE nunmehr (erfolgreich) um eine Mitgliedschaft in der Expertengruppe Existenzsichernde Löhne beworben. Die Arbeit dieser Expertengruppe wird im Mai 2018 beginnen.»

 

Inwiefern konnten Sie dadurch zu nachweislichen Verbesserungen der sozialen, ökologischen und ökonomischen Bedingungen entlang der gesamten Lieferkette des Textil- und Bekleidungssektors beitragen?

IEE: «Als wissenschaftliche Institution, die sich in dem von der Stiftung Mercator (MERCUR Programm) geförderten Forschungsprojekt „Politische Autorität und transnationale Governance‐Arrangements: Regulierung durch Arbeits‐, Sozial‐, und Umweltstandards in der Asiatischen Textil und Bekleidungsindustrie“ mit der Verbesserung von Arbeits‐ und Sozialstandards in der textilen Lieferkette befasst, sieht das IEE seine Rolle vorwiegend darin, wissenschaftliche und politische Debatten durch neu gewonnene Forschungsergebnisse und Publikationen zu bereichern und voranzubringen. Die Forschung konzentriert sich auf das Zusammenspiel von staatlicher und privater Regulierung in transnationalen Initiativen, mit Fokus auf die Länder Bangladesch und Kambodscha. Ziel dabei ist es, Erkenntnisse über die Funktionsweise, aber auch Problematiken bestehender Initiativen zu gewinnen, um so einen wesentlichen Beitrag für die Ausgestaltung zukünftiger Arrangements zu leisten und mögliche Lerneffekte aufzuzeigen. Als wissenschaftliche Institution leistet das IEE somit einen indirekten Beitrag zur Verbesserung der sozialen, ökologischen und ökonomischen Bedingungen entlang der Lieferkette.»

Welche Maßnahmen für die Erreichung der Bündnisziele werden Sie in diesem Kalenderjahr leisten und in welcher Form können andere Bündnismitglieder von diesen Beiträgen profitieren?

IEE: «Das IEE wird in diesem Jahr in der Expertengruppe Existenzsichernde Löhne mitwirken. Nach dem hierzu vom Steuerungskreis beschlossenen Projektplan wird erwartet, dass im Laufe des Jahres von der Expertengruppe u.a. ein Mapping bestehender Ansätze im Bereich Existenzsichernde Löhne und ein Konzept für eine Bündnisinitiative erstellt werden. Hieran und an den anderen Aufgaben, die im Rahmen der Expertengruppe anfallen, wird sich das IEE beteiligen.»

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MUVEO GmbH

Stresemannallee 35 – 37
60596 Frankfurt am Main

www.muveo.de

 

Beratende Mitglieder übernehmen im Textilbündnis eine unterstützende Funktion. Sie gehören primär den Bereichen Forschung und Lehre (wissenschaftliche Institutionen und bundesbehördliche Einrichtungen) an und teilen ihre fachliche Expertise und Beratungsleistung mit der Mitgliedschaft.

Die Akteursgruppe ist vom jährlichen Review-Prozess und der Berichtspflicht befreit. Stattdessen beantworten sie einen Kurzbericht mit drei Leitfragen, der folgend einzusehen ist.

 

Bericht für Beratende Mitglieder 2018


Welchen Beitrag (finanziell, personell oder in Form von Wissen) haben Sie im vergangenen Jahr zum Bündnis für nachhaltige Textilen geleistet?

Muevo: «Als Veranstalter der INNATEX – Europas führender Messe für nachhaltige Textilen – bieten wir unter der Schirmherrschaft des IVN (Internationaler Verband für Naturtextilien e.V.) der Branche / den Mitgliedern eine Kommunikations- und Branchenplattform und fördern den fachlichen Austausch mit unseren brancheninternen Netzwerkveranstaltungen. Darüber hinaus sind wir in Kooperation mit der PANORAMA BERLIN Initiator und Ausrichter der XOOM Berlin und bieten mit diesem Format nachhaltiger Mode auch im Rahmen der Fashion Week eine relevante Plattform. Auch wesentliche NGO (u.a. Textilbündnis, GOTS, Ökotex) vertrauen als Partner auf die INNATEX.»

 

Inwiefern konnten Sie dadurch zu nachweislichen Verbesserungen der sozialen, ökologischen und ökonomischen Bedingungen entlang der gesamten Lieferkette des Textil- und Bekleidungssektors beitragen?

Muevo: «Die INNATEX ist seit über 20 Jahren „DIE“ Branchenplattform am Markt und hat vor diesem Hintergrund auch die gesamte Entwicklung der Branche von Beginn an begleitet und gefördert. Neben einer engen Partnerschaft mit dem IVN (Schirmherr der INNATEX) haben wir auch die GOTS Gründung von Beginn an begleitet. Mittlerweile haben wir über 350 Labels aus mehr als 20 Ländern, und mit den Showrooms in Bern und Salzburg sowie der XOOM Berlin weitere Plattformen für unsere Aussteller. Wir sind daher ein Partner der Branche und fördern die Entwicklung wo immer möglich und nötig

 

Welche Maßnahmen für die Erreichung der Bündnisziele werden Sie in diesem Kalenderjahr leisten und in welcher Form können andere Bündnismitglieder von diesen Beiträgen profitieren?

Muevo: «Das Textilbündnis sowie alle relevanten NGO werden auch im Sommer wieder als Aussteller auf unseren Formaten eine Präsentationsmöglichkeit erhalten. Darüber hinaus stehen wir weiteren Ideen / Formaten / Kooperationen sehr offen gegenüber. Wir möchten unsere Plattform(en) als Branchenpartner und Bündnismitglied zukünftig gerne verstärkt dazu anbieten, die Bündnisziele sowie das Bündnis selbst einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. In diesem Zusammenhang könnten auch gezielt weitere potentielle Bündnismitglieder angesprochen werden. Auch können unsere Formate gerne für bündnisinterne Treffen – z.B. Meetings von Steuerkreisen, Netzwerkevents – genutzt werden.»

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Umweltbundesamt (UBA)

Umweltbundesamt
Wörlitzer Platz 1
06844 Dessau-Roßlau

www.umweltbundesamt.de

Beratende Mitglieder übernehmen im Textilbündnis eine unterstützende Funktion. Sie gehören primär den Bereichen Forschung und Lehre (wissenschaftliche Institutionen und bundesbehördliche Einrichtungen) an und teilen ihre fachliche Expertise und Beratungsleistung mit der Mitgliedschaft.

Die Akteursgruppe ist vom jährlichen Review-Prozess und der Berichtspflicht befreit. Stattdessen beantworten sie einen Kurzbericht mit drei Leitfragen, der folgend einzusehen ist.

 

Bericht für Beratende Mitglieder 2018


Welchen Beitrag (finanziell, personell oder in Form von Wissen) haben Sie im vergangenen Jahr zum Bündnis für nachhaltige Textilen geleistet?

UBA:
« – Unterstützung der AG Chemikalien und AG Umsetzung und Internationalisierung bei der Entwicklung anspruchsvoller Anforderungen/Indikatoren.

– Beratung von Behörden im indischen Bundesstaat Gujarat und in Pakistan zu Umweltstandards in der Textilindustrie.

– Eröffnung eines internationalen Kompetenzzentrums für nachhaltige Chemie (International Sustainable Chemistry Collaborative Centre, ISC3). Das ISC3 ist eine global agierende Institution, eine Multi-Stakeholder-Plattform und ein Think Tank, mit dem Ziel nachhaltige Chemie global zur Anwendung zur bringen. Dies beinhaltet u.a. die Substitution von giftigen Chemikalien.

– Erarbeitung des Leitfadens für eine nachhaltige Textilbeschaffung der Bundesverwaltung als Teil des Stufenplans zur nachhaltigen Textilbeschaffung der Bundesverwaltung.

– Veröffentlichung eines Praxisleitfadens zum Einstieg in das nachhaltige Lieferkettenmanagement. Der Leitfaden enthält wesentliche Umsetzungsschritte, bewährte Methoden und Instrumente sowie Best-Practice Beispiele und liegt auf Deutsch und Englisch vor.

– Bewertung besorgniserregender Stoffe und Förderung der Substitution.»

Inwiefern konnten Sie dadurch zu nachweislichen Verbesserungen der sozialen, ökologischen und ökonomischen Bedingungen entlang der gesamten Lieferkette des Textil- und Bekleidungssektors beitragen?

UBA:
«Durch die Festlegung anspruchsvoller Indikatoren verbessern sich mittel- bis langfristig die Umweltbedingungen entlang der Lieferketten. Auch die Bewertung von Chemikalien und Förderung der Substitution besorgniserregender Stoffe führt zu nachweislichen Verbesserungen in den Lieferketten der Textilindustrie.Durch die Beratung von Behörden in Indien zu Umweltstandards konnten bereits kurzfristig Verbesserungen in einzelnen Textilveredlungsbetrieben erzielt werden.»

Welche Maßnahmen für die Erreichung der Bündnisziele werden Sie in diesem Kalenderjahr leisten und in welcher Form können andere Bündnismitglieder von diesen Beiträgen profitieren?

UBA:
« – Mitarbeit in den Projektgruppen Abwasserstandards und Chemiefasern.

– Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Gujarat und Ausweitung der Zusammenarbeit auf gesamt Indien. Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Pakistan. Dadurch können Zulieferfirmen die Anforderungen des Textilbündnisses im Bereich Umwelt/Chemikalien erreichen.

– Öffentlichkeitsarbeit zu Umweltauswirkungen der Textilproduktion mit dem Ziel Bewusstsein bei Konsumenten für nachhaltigen Textilkonsum zu schaffen.

– Etablierung und Verbreitung von Bewertungssystemen zur nachhaltigen Chemie für Anwender von Stoffen und Gemischen, wie den Leitfaden nachhaltige Chemikalien oder den Instrumenten SubSelect und SMART 5.

– Das ISC3 (s.o.) wird über seine Funktion als Treiber in den Bereichen nachhaltige Innovationen sowie Wissensbasis und Netzwerkknoten für Akteure die Substitution von gefährlichen Chemikalien fördern.

– Fachliche Unterstützung bei Marktdialogen zu Umweltstandards auf Basis des Leitfadens für nachhaltige Textilbeschaffung.

– Mitarbeit im Fachbeirat für die Fortschreibung der ZDHC-MRSL mit Auswirkungen auf die MRSL des Textilbündnisses.»

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Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG)

DEG
Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH
Kämmergasse 22
50676 Köln

www.deginvest.de

Seit mehr als 55 Jahren ist die DEG verlässlicher Partner privater Unternehmen, die in Entwicklungs- und Schwellenländern aktiv sind. Unsere Kunden erhalten von uns auf ihren Bedarf zugeschnittene Lösungen aus Finanzierungen, Förderprogrammen und individueller Beratung. So können sie sich dauerhaft erfolgreich entwickeln, für lokale Wertschöpfung sorgen und qualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Mit einem Portfolio von rund 8,3 Milliarden Euro in über 80 Ländern sind wir einer der größten Entwicklungsfinanzierer für den Privatsektor.
Die DEG investiert in Vorhaben, die zur nachhaltigen Entwicklung vor Ort beitragen: Wir finanzieren Investitionen von Unternehmen, die wie wir nicht auf den kurzfristigen Gewinn, sondern auf den dauerhaften Erfolg setzen und entsprechend handeln. Umweltschutz und die Einhaltung sozialer Standards sind dabei entscheidende Kriterien für ein Engagement der DEG. Eine gute Unternehmensführung ist uns wichtig.

 

Beratende Mitglieder übernehmen im Textilbündnis eine unterstützende Funktion. Sie gehören primär den Bereichen Forschung und Lehre (wissenschaftliche Institutionen und bundesbehördliche Einrichtungen) an und teilen ihre fachliche Expertise und Beratungsleistung mit der Mitgliedschaft.

Die Akteursgruppe ist vom jährlichen Review-Prozess und der Berichtspflicht befreit. Stattdessen beantworten sie einen Kurzbericht mit drei Leitfragen, der folgend einzusehen ist.

 

Bericht für Beratende Mitglieder 2018


Welchen Beitrag (finanziell, personell oder in Form von Wissen) haben Sie im vergangenen Jahr zum Bündnis für nachhaltige Textilen geleistet?

DEG:
«Die DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH, ein Tochterunternehmen der KfW Bankengruppe, hat den Auftrag, unternehmerische Initiative in Entwicklungs- und Schwellenländern zu fördern, um zu nachhaltigem Wachstum und besseren Lebensbedingungen der Menschen vor Ort beizutragen. Dazu stellen wir privaten Unternehmen für ihre Investitionen langfristige Finanzierungen bereit und beraten sie bei der Umsetzung ihrer Vorhaben.
Als beratendes Mitglied im Textilbündnis unterstützt die DEG die Mitglieder bei der Umsetzung nachhaltiger Investitionsvorhaben in Entwicklungs- und Schwellenländern; 2017 auch in der AG Umsetzung und Internationalisierung.
Mit den Business Support Services (BSS) begleitet die DEG Bündnismitglieder bei der Umsetzung ihrer Bündnisziele. Schwerpunkte sind Qualifizierungs- und Beratungsmaßnahmen entlang der Lieferkette.
Die DEG setzt zudem Förderprogramme des Bundes um. Das develoPPP.de-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt europäische Unternehmen auch der Textilwirtschaft z.B. bei der Umsetzung von Sozial- und Umweltstandards.

Zusätzlich beteiligt sich die DEG an der vom BMZ finanzierten Agentur für Wirtschaft und Entwicklung (AWE). Im Rahmen des DEG-Mandats wurde 2017 der Helpdesk zum Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP Helpdesk) für Unternehmen aufgebaut. Hier beraten entsandte DEG-Mitarbeiter Unternehmen, u.a. der Textilwirtschaft, zu Menschenrechten, Umwelt- und Sozialstandards. Die DEG ist Mitbegründer der GITI – Garment Industries Transparency Initiative und setzte sich auch 2017 für ihre Einbindung in das Textilbündnis ein.»

 

Inwiefern konnten Sie dadurch zu nachweislichen Verbesserungen der sozialen, ökologischen und ökonomischen Bedingungen entlang der gesamten Lieferkette des Textil- und Bekleidungssektors beitragen?

DEG:
« – 2017 wurden 11 develoPPP-Projekte im Textilsektor beendet, z.B.: Aufbau einer Lehrwerkstatt bei einem Zulieferer und Qualifizierung nach GOTS, Fear Trade, Fair Wear, Greenpaece Detox (Bangladesch); Maßnahmen im Bereich Wasser und Sanitär für Baumwollbauern (Mosambik); Aufbau eines nachhaltigen Lieferkettenmanagements (China, Indien)

 – 2017 wurden 4 BSS-Maßnahmen im Textilsektor beendet, z.B. zur Verbesserung von Umwelt- und Sozialmanagementsystemen, Arbeitssicherheit und Qualifizierung in Asien und Afrika

 – 2017 haben 7 DEG-Finanzierungskunden im Textilsektor über 38.000 MitarbeiterInnen beschäftigt. Alle DEG-Kunden verpflichten sich vertraglich neben den IFC Performance Standards zu ILO-Kernarbeitsnormen und ILO-Arbeits- und Sozialstandards. Knapp 50% der Textilkunden haben die volle Einhaltung der Kernarbeitsnormen nachgewiesen, die übrigen unterstützt die DEG bei der Behebung identifizierter Abweichungen

 – Das DEG Programm „People Management“ hilft Unternehmen bei der Schließung von Qualifizierungslücken u.a. im Textilsektor und trägt so zur Steigerung von Arbeitsproduktivität, Produktqualität und Arbeitsplatzsicherheit bei

 – DEG Kunden, wie DBL und JMS, sind Mitglieder im Textilbündnis

 – Der NAP Helpdesk hat 76 Beratungen und 2 Veranstaltungen zu Menschenrechten durchgeführt, u.a. für Textilunternehmen »

 

Welche Maßnahmen für die Erreichung der Bündnisziele werden Sie in diesem Kalenderjahr leisten und in welcher Form können andere Bündnismitglieder von diesen Beiträgen profitieren?

DEG:
« – 32 develoPPP.de-Projekte und BSS-Maßnahmen für die Textil-, Leder- und Schuhsektoren werden derzeit umgesetzt, z.B.: Qualifizierung eines Konfektionärs und Stoffproduzenten zur Umsetzung der Anforderungen von Textilbündnis und Fair Wear Foundation; Implementierung eines integrierten Nachhaltigkeitsmanagements für Beschaffungsprozesse mit Lieferanten in Bangladesch; Einführung von Ausbildungsstrukturen im Textilsektor in Myanmar und von Sozial- und Umweltstandards in der äthiopischen Textilindustrie. Auch 2018 sind mit dem develoPPP.de-Programm Partnerschaften der DEG mit Mitgliedern zur Erreichung ihrer Bündnisziele möglich

 – 2018 startet die Global Business Initiative for Sustainable Value Chains in Mexiko und China erste Trainings für Zulieferer. Das Angebot richtet sich auch an Zulieferbetriebe im Textilsektor

 – Der NAP Helpdesk wird 2018 weiter ausgebaut. Deutschen Unternehmen wird individuelle Beratung, Projektunterstützung, Online- Angebote und weitere Veranstaltungsformate geboten »

 

 

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Hochschule für Wirtschaft und Recht (Global Labor University e.V.)

ICDD – University of Kassel
Department of Social Sciences
(Fachbereich 5)
Kleine Rosenstraße 1-3
34109 Kassel

www.global-labour-university.org

 

Beratende Mitglieder übernehmen im Textilbündnis eine unterstützende Funktion. Sie gehören primär den Bereichen Forschung und Lehre (wissenschaftliche Institutionen und bundesbehördliche Einrichtungen) an und teilen ihre fachliche Expertise und Beratungsleistung mit der Mitgliedschaft.

Die Akteursgruppe ist vom jährlichen Review-Prozess und der Berichtspflicht befreit. Stattdessen beantworten sie einen Kurzbericht mit drei Leitfragen, der folgend einzusehen ist.

Bericht für Beratende Mitglieder 2018


Welchen Beitrag (finanziell, personell oder in Form von Wissen) haben Sie im vergangenen Jahr zum Bündnis für nachhaltige Textilen geleistet?

Global Labor University e.V.: «Ich beschäftige mich wissenschaftlich mit globalen Wertschöpfungsketten. In diesem Zusammenhang habe ich folgende Publikationen geliefert:

 – Hansjörg Herr, Underdevelopment and unregulated markets – seven reasons why unregulated markets reproduce underdevelopment, IPE Working Paper 103/2018, http://www.ipe-berlin.org/fileadmin/downloads/working_paper/IPE_WP_103.pdf

 – Herr, Hansjörg and Zeynep Nettekoven (2018): The Role of Small and Medium-Sized Enterprises in Development: What Can be Learned from the German Experience? Friedrich-Ebert-Stiftung, Department for Asia and the Pacific, Berlin, http://library.fes.de/pdf-files/iez/14056.pdf

 – Herr, Hansjorg and Bea Ruoff (2018). Insufficient economic convergence in the world economy: How do economists explain why too many countries do not catch-up?, Agrarian South, Journal of Political Economy, Vol. 7, 1-27 

 – Mitarbeit in der Global Labour University und bei der Friedrich-Ebert Stiftung»

Inwiefern konnten Sie dadurch zu nachweislichen Verbesserungen der sozialen, ökologischen und ökonomischen Bedingungen entlang der gesamten Lieferkette des Textil- und Bekleidungssektors beitragen?

Global Labor University e.V.: «Die Hoffnung theoretischer Arbeit besteht darin, dass politische Entscheidungsträger, Institutionen wie Gewerkschaften oder Arbeitgeberverbände, Stiftungen, etc. aus der theoretischen Debatte positive Strategien entwickeln.»

Welche Maßnahmen für die Erreichung der Bündnisziele werden Sie in diesem Kalenderjahr leisten und in welcher Form können andere Bündnismitglieder von diesen Beiträgen profitieren?

Global Labor University e.V.: «Ich leite zusammen mit Prof. Christina Teipen ein von der Hans-Böckler unterstützten Forschungsprojekt im Rahmen der Global Labour University an der Hochschule für Wirtschaft und Rechte. Der Textilbereich ist einer der Schwerpunkte im Projekt.»