Textilbündnis trifft sich zum gemeinsamen Arbeiten und Lernen

Aktuelles
15.04.2019

Textilbündnis trifft sich zum gemeinsamen Arbeiten und Lernen

Post-AT1

Über 100 Mitglieder des Textilbündnisses trafen sich am 11. April in Köln zum Arbeitstreffen des Textilbündnisses. In 14 Break-Out Sessions wurden laufende und neue Projekte im Bündnis diskutiert. Im Zentrum standen die Projekte zu existenzsichernden Löhnen und Beschwerdemechanismen sowie zur Anwendung von Block-Chain Technologien in der Lieferkette. Weitere Themen waren die Förderung von Biobaumwolle, nachhaltige Chemiefasern, Chemikalien- und Umweltmanagement sowie Abwasserstandards, die Bekämpfung von Kinderarbeit und Ansätze zur Reduktion von Klimagasen in der Textilindustrie. Damit wurde beim Arbeitstreffen fast das gesamte Themenspektrum im Bündnis mit dem Ziel bearbeitet, sowohl individuell als auch gemeinsam im Rahmen von Bündnisinitiativen echte Verbesserungen in Textil-Lieferketten zu erreichen.

Das nächste Arbeitstreffen findet am 18. September 2019 in Hamburg statt.

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Pilotierung des Basic Trainings Chemikalienmanagement abgeschlossen

Aktuelles
17.04.2019

Pilotierung des Basic Trainings Chemikalienmanagement abgeschlossen

Die Bündnisinitiative Chemikalien- und Umweltmanagement zielt darauf ab, ein nachhaltiges und innovatives Chemikalien- und Umweltmanagements in den Produktionsstätten einzuführen. Unbedenkliche Chemikalien sollen schädliche Chemikalien in Nassprozessen ersetzen, sodass der Arbeitsschutz verbessert und die Umwelt geschützt wird. Außerdem soll vermittelt werden, wie Chemikalien sicher gelagert und gehandhabt werden, um so das Unfallrisiko in den Produktionsstätten zu verringern.

Um Textilproduzenten für das Thema Chemikalienmanagement zu sensibilisieren und den Einstieg zu erleichtern, hat die Bündnisinitiative Chemikalien- und Umweltmanagement ein Basic Training entwickelt. Dieses setzt sich aus sieben Modulen zusammen und richtet sich primär an Geschäftsführer*innen und das mittlere Management von Fabriken, die Nassprozesse umsetzen und keine oder nur geringe Vorerfahrungen in dem Bereich haben. Ziel ist es, grundlegendes Wissen zum Chemikalienmanagement bei Nassprozessen in der Textilproduktion zu vermitteln. Das Basic Training dauert einen Tag und besteht sowohl aus Vorträgen als auch aus praktischen Beispielen und Aufgaben.

Nach der ersten Pilotierung in Lahore, Pakistan, im Dezember 2018 hat nun die zweite Pilotierung des Basic Trainings in Guangzhou, China, stattgefunden. In Kooperation mit dem TÜV Rheinland konnten Ende März 33 Teilnehmer*innen geschult werden, darunter Zulieferer von Aldi Nord, Aldi Süd, Brands Fashion, Deuter, KiK, Orsay, S.oliver und Takko. Sie setzten sich mit den folgenden Themen auseinander:

  1. Chemicals in Textiles – Why you should be aware
  2. Chemical Management
  3. Good Housekeeping
  4. Wastewater and Sludge Treatment
  5. Health Protection and Occupational Safety
  6. Risk Analysis and Action Planning
  7. Evaluation and Possible Next Steps

Um das Basic Training auch auf lange Sicht für interessierte Brands anbieten zu können, erarbeitet die Bündnisinitiative Chemikalien- und Umweltmanagement momentan eine langfristige Verankerungsstruktur für alle Bündnistrainings.

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Niederländisches Textilbündnis veröffentlicht Jahresbericht 2018

Aktuelles
18.04.2019

Niederländisches Textilbündnis veröffentlicht Jahresbericht 2018

AGT Report 2018

Unser niederländischer Kooperationspartner Agreement on Sustainable Garments and Textiles (AGT) blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück. So wuchs die Mitgliederzahl von 70 auf 92 und eine ganze Reihe neuer Projekte und Aktivitäten wurden angestoßen, häufig auch in Kooperation mit dem Textilbündnis.

AGT und das Textilbündnis setzen sich seit Januar 2018 gemeinsam für die Umsetzung unternehmerischer Sorgfaltspflichten in Textil-Lieferketten ein; auf der Grundlage der OECD Due Diligence Guidance for Responsible Supply Chains in the Garment and Footwear Sector. Für Mitglieder beider Bündnisse besteht die Möglichkeit einer assoziierten Mitgliedschaft in der jeweils anderen Initiative.

Hier geht es zum Jahresbericht des AGT.

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Nachhaltige Chemiefasern: Aufruf an Viskoseproduzenten

Aktuelles
30.04.2019

Nachhaltige Chemiefasern: Aufruf an Viskoseproduzenten

Viskose

Auch im Bereich der Man-Made-Cellulosic-Fibers (MMCF) setzt sich das Textilbündnis für nachhaltige und transparente Lieferketten ein. MMCF sind Chemiefasern wie zum Beispiel die Viskosefaser.

In einem Brief ruft das Textilbündnis Viskoseproduzenten weltweit dazu auf, die Nachhaltigkeit ihrer Herstellungspraktiken zu überprüfen und sie an die besten verfügbaren Techniken in der Produktion von Viskose anzupassen. Zwei wichtige Faktoren sind dabei eine verantwortungsvolle Beschaffung des Rohstoffes, der meistens durch Holzeinschlag gewonnen wird, sowie der kontrollierte Einsatz von Chemikalien in der Faserherstellung.

In der Zusammenarbeit mit Initiativen und Standards sieht das Textilbündnis großes Potenzial, den Anteil nachhaltig produzierter MMCF zu steigern und lädt die Produzenten ein, die Herausforderungen gemeinsam anzugehen.

Den Brief finden Sie hier in deutscher, englischer, chinesischer und türkischer Sprache.

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„Frauen müssen respektiert werden“

Aktuelles
28.01.2019

„Frauen müssen respektiert werden“

Mary Viyakula von der indischen Nichtregierungsorganisation SAVE spricht in einem Interview mit uns über die Bündnisinitiative in Tamil Nadu, die Rechte von Arbeiter*innen und ihre ganz persönlichen Lebensziele.

Siebzehn Prozent aller indischen Arbeitnehmer*innen arbeiten im Textil- und Bekleidungssektor. Das Zentrum der Garnherstellung liegt im südindischen Staat Tamil Nadu, hier gibt es etwa 2.000 Spinnereien. Ca. achzig Prozent aller Arbeiter*innen in den Spinnereien sind Frauen und Minderjährige. In der tieferen Lieferkette, wie den Spinnereien, können oft unzumutbare Arbeitsbedingungen herrschen. Häufig müssen Arbeiter*innen zahlreiche Überstunden leisten und die Bezahlung des offiziellen Mindestlohns kann nicht gewährleistet werden. Darüber hinaus drohen sexuelle Belästigung und das Fehlen von Vereinigungsfreiheit, insbesondere jungen Frauen.

Eine Bündnisinitiative zielt nun darauf ab, Verbesserungen in Südindien herbeizuführen. Gemeinsam streben die Partner der Bündnisinitiative (BMZ, FEMNET e.V., HUGO BOSS, KiK, Otto Group, Tchibo als auch TransFair e.V. und Brands Fashion als begleitende Partner) die Stärkung von Arbeitsrechten an, mittels Dialogförderung sowie Trainings in Fabriken und von Inspektor*innen.

Die Bündnisinitiative trägt zudem dazu bei Beschwerdegremien einzurichten. Der lokale Partner der Bündnisinitiative in Tamil Nadu ist die Nichtregierungsorganisation SAVE. Mary Viyakula lebt vor Ort und arbeitet bereits seit Jahren für SAVE. Mit uns spricht sie über ihre persönliche Motivation und erklärt, was das gemeinsame Engagement in Tamil Nadu ausmacht.

Was ist Ihre Motivation für SAVE zu arbeiten? 

Mary: Meine Motivation kam von den Menschen, die ich getroffen habe. Viele Fabrikarbeiter*innen sind nicht in der Lage ihren Kindern ein angemessenes Leben zu ermöglichen, so dass ihre Kinder in Fabriken landen, anstatt zur Schule zu gehen. Wenn sich die Bedingungen in den Fabriken verbessern, werden Kinder automatisch die Chance auf Bildung bekommen. Das ist es also, worauf ich mich konzentriere und warum ich mich für die Aufklärung über Arbeitsrechte einsetze.

Was ist das Ziel der gemeinsamen Initiative mit dem Textilbündnis?

Mary: Unter dem Dach der Multi-Stakeholder Initiative Tamil Nadu (MSI-TN) zielen wir auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Spinnereien ab, hierfür arbeiten wir auf drei Ebenen – Wir fördern den Dialog zwischen relevanten Akteuren der lokalen Textilindustrie, um die Umsetzung des geltenden Rechts zu verbessern und deutlich zu machen, was die Rechte der Arbeitnehmer*innen sind. Zudem trainieren wir Arbeiter*innen und das Management in Fabriken im Arbeitsrecht und unterstützen die Errichtung von Beschwerdegremien und Schlichtungsverfahren. Darüber hinaus wird die Bündnisinitiative staatliche Arbeitsinspektor*innen ausbilden, um die Kontrollen an internationale Standards anzupassen und damit ihre Qualität zu verbessern.

Dialog und Trainings in Fabriken dienen der Sensibilisierung für Arbeitsrechte. Darüber hinaus müssen Schlichtungsverfahren eingerichtet werden.

Mary: Das stimmt. Mit den Trainings in Fabriken möchten wir besonders junge Frauen erreichen und ihre Probleme in der Textil- und Bekleidungsindustrie thematisieren: ihre Arbeitsverhältnisse, ihre Arbeitszeiten, die Zahlung eines existenzsichernden Lohns, ihre Freizügigkeit und ihre Sozialleistungen. In den Fabriken stehen wir vor großen Herausforderungen, zum Beispiel wird das bestehende Recht oft ignoriert. Insbesondere junge Arbeiter*innen sind sich ihrer eigenen Rechte häufig nicht bewusst, natürlich ist das eigene Bewusstsein darüber der erste Schritt zur Bekämpfung von Rechtsverletzungen. Allerdings gibt es keinen Mechanismus zur Ermittlung ihrer Beschwerden. Die Initiatives des Bündnisses für nachhaltige Textilien bezieht die jungen Frauen in den Fabriken direkt mit ein, indem ein geeigneter Beschwerde- und Schlichtungsmechanismus errichtet wird.

Was sind Ihre Hoffnungen für Tamil Nadu in der Zukunft?

Mary: Das ist eine gute Frage! Alle arbeitenden Frauen müssen respektiert werden, sie sollten sich frei fühlen zu arbeiten und das Gefühl haben, dass sie sich in einer würdevollen Arbeitssituation befinden. Dieses Programm wird dabei helfen! Würdevoll arbeitende Frauen, die sich nicht in bedränglichen Situationen wiederfinden. Frauen müssen respektiert werden.

Vielen Dank!

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Mensch und Umwelt vor schädlichen Chemikalien schützen – Kurzvideos

In der globalen Textilproduktion werden häufig Chemikalien eingesetzt, die Risiken für die Arbeiter*innen, die Umwelt und die Textilkonsument*innen mit sich bringen. Enorme Wassermengen werden vor allem beim Färben, Drucken und Veredeln von Textilien benötigt und dabei mit Chemikalien verunreinigt. Das Abwasser solcher Nassprozesse wird oft ohne Aufbereitung in das Oberflächenwasser geleitet und gelangt so in die Umwelt, vor allem in Böden und Gewässer.

Die Bündnisinitiative Chemikalien- und Umweltmanagement (BICUM)  zielt auf die Einführung eines nachhaltigen und innovativen Chemikalien- und Umweltmanagements in den Produktionsstätten ab. Schädliche Chemikalien in Nassprozessen sollen durch unbedenkliche Chemikalien ersetzt werden. So werden der Arbeitsschutz verbessert und die Umwelt geschützt.

Mitglieder der Bündnisinitiative haben Kurzvideos zu dem Thema Chemikalienmanagement in der Textilproduktion erstellt. Die Videos führen in die Problematik ein und sensibilisieren für das Thema Chemikalienmanagement. Sie vermitteln Grundwissen zum Umgang mit Chemikalien und informieren über sicheres Chemikalienmanagement.

Die Videos sind nur in englischer Sprache verfügbar.

Video 1: Chemikalien in der Textilproduktion

Video 2: Eingeschränkte bzw. verbotene Substanzen vermeiden

Video 3: Sicheres Chemikalienmanagement in Ihrer Produktion

Ein herzliches Dankeschön an die Unterstützung durch: Aldi Nord, Aldi Süd, BMZ, BSI, CITA, Deuter, KiK, OekoText, Orsay, Otto Group, Rewe Group, Takko, Tchibo und ZDHC.

Weltfrauentag. Engagement für die Arbeiterinnen in Südindien

Rund um den heutigen Weltfrauentag ist eine Delegaion der Bündnisinitiative Tamil Nadu im gleichnamigen südindischen Bundesstaat. Vor Ort tritt sie gemeinsam mit den Umsetzungspartnern sowie im Dialog mit Vertreter*innen aller Akteursgruppen der lokalen Textilindustrie für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen ein.

Seit rund einem dreiviertel Jahr engagieren sich folgende Mitglieder des Bündnisses für nachhaltige Textilien in der Bündnisinitiative: HUGO BOSS, KiK, OTTO GROUP, Tchibo, FEMNET, das BMZ, Transfair und Brands Fashion.

Ungefähr 80% der Beschäftigten in den Spinnereien Tamil Nadus sind Frauen. Häufig erhalten sie Löhne unterhalb des offiziellen Mindestlohns, leisten umfangreiche Überstunden oder sind sexueller Belästigung ausgesetzt. Zudem werden die Bildung von Gewerkschaften sowie die Vereinigungsfreiheit unterdrückt.

Mary Vijakula vom lokalen Umsetzungspartner SAVE misst der Arbeit der Bündnisinitiative eine hohe Bedeutung bei. Denn häufig könnten junge Frauen ihre Rechte nicht offen einfordern: „Es ist ein großer Fortschritt, dass die Initiative des Bündnisses für nachhaltige Textilien die jungen Frauen in den Fabriken direkt mit einbezieht, indem ein geeigneter Beschwerde- und Schlichtungsmechanismus eingerichtet wird.“ (Das vollständige Interview mit Mary Vijakula finden Sie hier.)

Das wurde bisher erreicht: Mit 61 Spinnereien wurden schriftliche Vereinbarungen über durchzuführende Trainings vereinbart. Durch Trainings wurden bereits 3.500 Arbeiter*innen über ihre Rechte informiert. Im Zusammenspiel mit dem Management der Fabriken werden nach Abschluss der Trainings Beschwerdekomitees etabliert, die auch fortan in ihrer Gremienarbeit begleitet werden.

Und so geht es weiter: Bis Ende Februar 2020 sollen Trainingsprogramme in bis zu 300 Fabriken durchgeführt werden. Darüber hinaus soll der Dialog zwischen den lokalen Akteuren durch den Ausbau der Multi-Stakeholder-Initiative Tamil Nadu (MSI-TN) weiter gestärkt werden – auch mittels des direkten Austauschs mit Mitgliedern aus dem Bündnis.

Die ersten Etappenziele auf dem Weg zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen sind also geschafft. Dennoch bleibt im kommenden Jahr viel zu tun, um die ambitionierten Ziele der Initiative zu erreichen.

Weitere Informationen zur Bündnisinitiative finden Sie hier.

 

 

Neu erschienen: Der CottonUP Guide auf Deutsch

Das Bündnis für nachhaltige Textilien und Cotton 2040 haben die deutsche Version des CottonUP Guides veröffentlicht, um Mitglieder beim Erreichen des Bündnisziels von 35 Prozent nachhaltiger Baumwolle (inkl. 10 Prozent Bio-Baumwolle) bis 2020 zu unterstützen.

Der CottonUP Guide – ein Leitfaden für die Beschaffung nachhaltiger Baumwolle – will Entscheider und Beschaffungsteams praxisnah informieren, wie sie mehr nachhaltige Baumwolle einsetzen können und warum dies unternehmerisch sinnvoll ist. Der CottonUp-Leitfaden ist Bestandteil von Cotton 2040, einer Multi-Stakeholder-Initiative, die sich das Ziel gesetzt hat, den Anteil an nachhaltiger Baumwolle weltweit zu steigern.

Der Leitfaden bietet auch Hilfestellung bei der Ausarbeitung einer Beschaffungsstrategie und der Kontaktaufnahme mit Lieferanten. Case Studies dokumentieren die Arbeit von Unternehmen, die Nachhaltigkeit bereits in ihre Beschaffung integriert haben.

Cotton 2040, unterstützt durch das Forum for the Future und die C&A Foundation, bringt führende Unternehmen wie M&S, Target und Aditya Birla Fashion Retail Ltd; Cotton UPIndustriestandards wie Better Cotton Initiative und Cotton made in Africa (CmiA), Bio-Standards (repräsentiert durch Textile Exchange), Fairtrade, Initiativen wie CottonConnect, IDH – sustainable trade initiative, Cotton Australia, Proudly made in Africa und Organic Cotton Accelerator, sowie das Centre for Sustainable Fashion am London College of Fashion zusammen.

Speziell zur Beschaffung von Bio-Baumwolle finden Sie ergänzende Informationen im How to go organic Einkaufsleitfaden Bio-Baumwolle für Unternehmen.

 

 

How to go organic – Einkaufsleitfaden Bio-Baumwolle veröffentlicht

Aktuelles
30.04.2019

How to go organic – Einkaufsleitfaden Bio-Baumwolle veröffentlicht

Das Textilbündnis bietet nun praxisnahe Antworten auf die Frage, wie Unternehmen Bio-Baumwolle beschaffen können. Der „How to go organic“ Einkaufsleitfaden Bio-Baumwolle für Unternehmen steht jetzt zur Verfügung.

Bündnisweit möchten die Mitglieder des Bündnisses für nachhaltige Textilien bis 2020 mindestens 10 Prozent Bio-Baumwolle einsetzen. Das ist signifikant mehr als der Marktanteil von Bio-Baumwolle am Weltmarkt, der auf 0,5 Prozent geschätzt wird. Deshalb ist die Recherche und Beschaffung von Bio-Baumwolle eine Herausforderung. Um Unternehmen beim Erreichen des Bündnisziels zu unterstützen, bringt das Textilbündnis nun zusammen mit der C&A Foundation, dem Organic Cotton Accelerator und Helvetas den „How to go organic“ Einkaufsleitfaden für Bio-Baumwolle heraus. Er bietet Unternehmen, die erstmals Bio-Baumwolle beschaffen oder ihren Anteil an Bio-Baumwolle steigern möchten, praxisnahe Tipps und erklärt in sechs Schritten, wie Bio-Baumwolle in der Lieferkette verankert werden kann.

Im Rahmen gegenseitiger Unterstützung erzählen 11 Unternehmen, welche Vorteile sie in Bio-Baumwolle sehen und wie die Umstellung von konventioneller auf Bio-Baumwolle gelingen kann.  Dies und mehr erfahren Sie in den Statements, die in Kurzfassung auch im Einkaufsleitfaden zu finden sind.

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Gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsbranche

Aktuelles
02.11.2018

Gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsbranche

[Berlin, 2. November 2018] Die Fair Wear Foundation (FWF) und das Bündnis für nachhaltige Textilien unterzeichneten eine Vereinbarung über eine strategische Zusammenarbeit. Die Kooperationspartner wollen sich gemeinsam noch stärker für faire Arbeitsbedingungen und Löhne in den Produktionsländern der Bekleidungsindustrie einsetzen. Schwerpunkte der Kooperation sind die Förderung der Zahlung existenzsichernder Löhne sowie des Zugangs zu Abhilfe- und Beschwerdemechanismen. Zur Förderung der Zahlung existenzsichernder Löhne sollen zunächst Trainings zur Anpassung von Einkaufspraktiken für Mitgliedsunternehmen stattfinden. Darüber hinaus werden in mehreren Produktionsländern gemeinsame Schulungen für Lieferanten zur Verbesserung von Produktionsprozessen und der Preisgestaltung durchgeführt. Diese Maßnahmen sollen in die geplante Bündnisinitiative zu existenzsichernden Löhnen eingebettet werden. In Bezug auf Beschwerdemechanismen loten die Kooperationspartner derzeit aus, inwiefern bestehende Systeme durch Bündnismitglieder genutzt werden können und wo gemeinsam an Verbesserungen gearbeitet werden muss. Darüber hinaus profitieren die Mitglieder beider Initiativen vom Wissensaustausch und der Abstimmung von Unterstützungsangeboten und Instrumenten. Lesen Sie hier die Pressemitteilung des Bündnis für nachhaltige Textilien vom 2. November 2018. Über die Fear Wear Foundation Die Fair Wear Foundation (FWF) zeigt, dass es möglich ist, Kleidung auf faire Art und Weise herzustellen. Das bedeutet, dass sie sich für das Recht der Arbeiter*innen auf sicherere, menschenwürdige und angemessen bezahlte Arbeit einsetzt. Die Non-Profit-Organisation kooperiert mit Markenherstellern und unterstützt Arbeiter*innen dabei, Probleme zu bewältigen, die andere für unlösbar halten. FWF dokumentiert die Fortschritte, die die Partnerunternehmen machen, und sorgt dafür, dass Wissen und Erfahrungen geteilt und damit die Wirkung gesteigert wird.

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