Bündnisinitiative
Supplier Decarbonization

Bildnachweis: © Anne Nygar/Unsplash

Die Herausforderung

Die Textilindustrie ist mit für einen erheblichen Anteil der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich.
Sie verursacht schätzungsweise 4% der globalen Treibhausgas-Emissionen (McKinsey, 2020). Der Großteil der Emissionen entsteht bei der Energieerzeugung und während der Produktion in den Lieferketten. Diese liegt jedoch meistens außerhalb des Geschäftsbereichs europäischer Marken und Hersteller. Daten zu den Emissionen der Wertschöpfungskette (sog. Scope-3-Emissionen) sind kaum vorhanden. Da sie keinem Unternehmen direkt zuordenbar sind, gibt es wenig Anreize und Verpflichtungen zur Reduktion. Die Bevölkerung in den Produktionsländern allerdings ist durch Klimawandelbedingte Extremwetterphänomene und die Luftverschmutzung im Umkreis der Textilfabriken doppelt von den Auswirkungen der Emissionen betroffen.
 

Unser Ansatz

Im Rahmen der Bündnisinitiative Supplier Decarbonization wurden Beschäftigte von rund 50 Zulieferbetrieben beteiligter Bündnismitglieder in Bangladesch und Pakistan zu unterschiedlichen klimarelevanten Themen geschult. Die Betriebe sollen sich zudem langfristige Reduktionsziele setzen und beginnen, diese zu implementieren. Zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die ansässige Bevölkerung wurde im Rahmen der Initiative eine Studie durchgeführt.

Unsere Ziele

Langfristiges Ziel der Bündnisinitiative war es, den Ausstoß von Treibhausgasen in der Textillieferkette zu reduzieren. Die Verantwortlichen in den beteiligten Produktionsbetrieben kennen durch die Schulungen die Klimaauswirkungen der Textilproduktion und sind in der Lage, die Emissionen ihrer Betriebe zu erfassen. Pro Betrieb setzen die geschulten Mitarbeitenden im Schnitt drei energiesparende Maßnahmen fest und begannen diese umzusetzen. Außerdem sind die Auswirkungen der textilen Produktion auf die Luftqualität in den angrenzenden Gemeinden durch die Studie sichtbar geworden und geben Aufschluss auf nächste Schritte.

Artikel der Initiative

Gemeinsam für Umwelt und Klima: Das Textilbündnis zieht Bilanz 

Der Schutz von Umwelt und Klima ist eines der vier zentralen Fokusthemen des Textilbündnisses – und zugleich ein Bereich, in dem gemeinsames Handeln besonders sichtbar Wirkung entfaltet. Als Multi-Stakeholder-Initiative verfolgt das Bündnis und seine Mitglieder das Ziel, Textillieferketten ökologisch nachhaltiger zu gestalten und den Umweltschutz wesentlich zu verbessern: von der Faser über die Produktion bis hin zur Wiederverwertung von Textilien.

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Ziel: 150

Energieeffizienz-Maßnahmen
in Produktionsstätten umgesetzt

Daten und Fakten

Laufzeit 
09/2023 – 08/2025
Fokusthema
Umweltschutz
BMZ- Schwerpunkt
Just Transition
Projektländer
Bangladesch, Pakistan
Beteiligte Bündnis- mitglieder
Adler Modemärkte GmbH, DELTEX, Gebr. Heinemann GmbH & Co. KG, JAKO AG, KiK, Lidl, Otto Group, Sockswear, Takko, WiBU TextilPlus GmbH, bluesign, Umweltbundesamt
Weitere Partner 
HEAT, TÜV Rheinland Bangladesch, Espire

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SDGs

Artikel der Initiative

Beteiligte Mitglieder

Im Auftrag des
Durchgeführt von

Das Textilbündnis ist transformiert

Das bisherige Bündnis für nachhaltige Textilien (BNT) ist nun offiziell das “Dialogue and Impact for Sustainable Textiles“. Das Multi-Stakeholder Netzwerk verbindet engagierte internationale, europäische und lokale Stakeholder noch enger, um eine sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltige Textil- und Bekleidungsbranche zu fördern. Im Fokus stehen praxisnaher Austausch, Wissenstransfer, Entwicklung von Initiativen sowie die Einbindung lokaler Akteure.  
 
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