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Mitglieder

Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e.V.

Webseite:
www.misereor.de

Mitglied seit
2014/11

Akteursgruppe:
Nichtregierungsorganisation - Kirche

Unternehmenssitz:
Mozartstr. 9, 52064 Aachen

Anzahl Mitarbeiter*innen:
340

Unser Commitment zur Nachhaltigkeit:
MISEREOR engagiert sich seit 60 Jahren in internationalen Entwicklungsprojekten für den Erhalt einer intakten Umwelt und für nachhaltiges Wirtschaften. Wir fördern Umwelterziehung an Schulen, Sensibilisierung von Journalist(inn)en, Lobbyarbeit für organische Landwirtschaft, lokale und/oder regionale Vermarktungsstrukturen, den Kampf gegen ökonomische Großprojekte mit Schadschöpfung wie den umweltzerstörenden Abbau von Energieträgern (Öl, Kohle, Uran).

Meilensteine im Bereich Nachhaltigkeit

Selbstdarstellung

Seit 1958 hat MISEREOR über 103.000 Entwicklungsprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Ozeanien mit über 6,4 Milliarden Euro gefördert. Bei der Projekten baut MISEREOR auf seine lokalen Partner: Organisationen, Gemeinden oder Selbsthilfegruppen.
Als politische Lobby der Benachteiligten hinterfragt MISEREOR das global vorherrschende Wirtschaftsmodell im Hinblick auf Armut und Menschenrechte.
MISEREOR lebt vom Engagement vieler Menschen - Einzelpersonen, Gruppen, Pfarrgemeinden und Institutionen, die sich solidarisch zeigen.
MISEREOR ist das katholische Hilfswerk für Entwicklungszusammenarbeit und unterstützt Menschen jeden Glaubens und jeder Kultur.
Projekte fördern die Hilfe zur Selbsthilfe, so dass die Menschen nicht dauerhaft von Unterstützung abhängig sind.
MISEREOR berät und fördert Kleinbauern, setzt sich für Menschenrechte ein, bildet Jugendliche in zukunftsfähigen Berufen aus und unterstützt Kleingewerbe.

Weitere Informationen:
www.misereor.de
www.misereor.org
 

CSR-Profil

Seit den Anfängen ruft MISEREOR deutsche Bürgerinnen und Bürger sowie Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger auf, ihren Ressourcenverbrauch kritisch zu prüfen und zu reduzieren. Demselben Anspruch unterwirft sich MISEREOR selbst. Nachhaltiges Haushalten ist für das eigene Arbeiten bei MISEREOR und in den Arbeitsstellen in Aachen, Berlin und München oberste Devise.

Weitere Informationen:
www.misereor.de/fairerhandel
www.misereor.de/umweltmanagement
 

Mitgliedschaften

Fairtrade Textilstandard, World Fair Trade Organization (WFTO)


 

Zertifikate

Wir sind Gründer von Fairtrade Deutschland und Gründer der "GEPA - The Fair Trade Comapany"

 

Kontakt:
renate.bartholomaus@misereor.de

 

Berichte

Review-Prozess 2021

Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften, Standardorganisationen und Verbände kommen im Review-Prozess einer angepassten Berichtspflicht nach und beantworten diese drei Leitfragen:

Wie hat sich Ihre Organisation im Berichtszeitraum in das Textilbündnis eingebracht (finanziell, personell oder in Form von Wissen)?

MISEREOR hat das zivilgesllschaftliche Engagement im Textilbündnis kofinananziert und an allen Besprechungen, Workshops und Beratungen teilgenommen und mitberaten. Neben den Teilnahmen an Arbeitstreffen und der Mitgliederversammlung des Textilbündnisses sollte im vergangenen Jahr der Fokus auf die AG Kreislaufwirtschaft gelegt werden. Eine Teilnahme war aus Kapazitätsgründen allerdings nur unregelmäßig möglich.

Als Mitglied von VENRO und der Initiative Coroporate Accountability (CORA) arbeiten wir intensiv an der Frage, welche Chancen und Grenzen MSI für nachhaltige Strukturen in Wirtschaftsbranchen haben. Die Ergebnisse sind in die Beratungen über eine neue Governance-Struktur des Textilbündnis eingeflossen.

Mit welchen Maßnahmen hat Ihre Organisation im Berichtszeitraum zur Erreichung der Bündnisziele beigetragen?

Die letzten beiden Jahre waren starkt geprägt von der Kampagne zur Einführung eines Lieferkettengesetzes und der Unterstützung für die begleitende zivilgesellschaftliche Initiative. Das Textilbündis gilt für uns als pars pro toto für dieses Enagegement. MISEREOR hat in stetem Kontakt mit seinen Partnerorganisationen im Globalen Süden gestanden, die Hintergründe rund um die lokalen Auswirkungen von globalisierten Lieferketten beigesteuert haben.

MISEREOR hat als das Hilfswerk der katholischen Bischöfe in Deutschland diese Themen auch internationalisiert und zu einer Beschlussfassung von hunderten katholischen Bischöfen weltweit beigetragen, die Transparenz, zivilrechtliche Haftung und Wiedergutmachungsmechanismen gefordert haben, um Verstöße gegen menschenrechtliche Sorgfaltspflichten zu reduzieren.

In Zusammenarbeit mit dem ECCHR wurden im Berichtszeitraum einige Publikationen erstellt. Darunter eine Studie zur Stornierung von bereits getätigten Bestellungen durch Unternehmen der Textilindustrie anlässlich der Corona-Pandemie. Hinzu kommt eine Studie zur Bedeutung von Siegeln und Zertifikaten in Nachhaltigkeitsregimen.

Die Kernaufgabe von MISEREOR ist die Finanzierung von Projekten in fast 90 Ländern, die sich gegen Hunger, Krankheit und Ausbeutung richten. Einige unserer Partnerorganisationen arbeiten in Regionen, in denen die Textilindustrie eine besondere Bedeutung hat. Es ist allerdings nicht unsere Aufgabe, Linderung für nicht vorhandene soziale Sicherungen oder ökologische Schäden zu finanzieren. Vielmehr richten unsere Partnerorganisationen ihre Arbeit nach lokalem Kontext und den in der Bevölkerung und der Region ruhenden Potentialen aus.

Wir unterstützen und fördern ferner Netzwerke, die sich für Arbeiter:Innen im globalen Süden einsetzen, darunter gewerkschaftliche Gruppen, InteressenvertreterInnen von Heimarbeitskräften, aber auch Mitglieder der Kampagne für Saubere Kleidung im Globalen Süden.

Das Engagement für Fairen Handel ist MISEREOR in die Wiege gelegt. Im letzten Jahr hat MISEREOR mit ökumenischen Partner 50 Jahre fairen Handel in Deutschland gefeiert und diese Gelegenheit genutzt, das eigene Engagement zu überprüfen. Wir möchten uns verstärkt transformativen Projekten im Fairen Handel widmen, die faires Wirtschaften mit Modellen aus der Kreislaufwirtschaft verknüpfen.

Welche Maßnahmen zur Erreichung der Bündnisziele nehmen Sie sich im kommenden Berichtszeitraum vor?

Wir führen im nächsten Berichtszeitraum Gespräche mit kirchlichen Einrichtungen zum stärkeren Kauf von Produkten mit fairtrade Baumwolle. Wir möchten dazu eine regionale Initiative starten und sind dazu noch in Gesprächen mit Partnern.

Im nächsten Berichtszeitraum legen wir einen Standard für eine „wahre Kosten Bilanzierung“ von Unternehmen vor, der auch für Unternehmen der Textilindustrie langfristig verbindlich eingeführt werden sollen.