Bericht aus den Projekten

Update aus der Expertengruppe Wirkungsmessung

Nach einem telefonischen Kick-off im März hat sich die Expertengruppe Wirkungsmessung Mitte April erstmals in Berlin getroffen. Im Vordergrund des Treffens stand die Frage, was unter Wirkung im Bündnis verstanden werden soll. Hierfür hat sich die Gruppe über grundlegende Parameter der Wirkungsmessung im Bündnis ausgetauscht und erste richtungsweisende Entscheidungen getroffen. Bis zur Sommerpause plant die Gruppe nun Vorschläge zu entwickeln, wie ein Wirkungsmodell in den Bereichen existenzsichernde Löhne sowie Chemikalien- und Umweltmanagement für das Bündnis aussehen kann.

Neuer Projektplan zu Beschwerdemechanismen

In seiner 18. Sitzung am 11. April hat der Steuerungskreis einen weiteren Projektplan verabschiedet. Im Rahmen des Projekts sollen verschiedene neue Lern- und Dialogformate für Bündnismitglieder geschaffen werden und das Potential für ein gemeinsames Engagement zu Beschwerdemechanismen geprüft werden.

Zum Hintergrund des Projektplans:

Die Förderung des Zugangs zu Abhilfe- und Beschwerdemechanismen für (potentiell) Betroffene in der eigenen Lieferkette stellt eine Kernforderung an die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht von Unternehmen dar. Im Bündnis wurde bereits ein verbindliches Ziel für alle Mitglieder zur Initiierung oder Beteiligung an einer entsprechenden Maßnahme verabschiedet, welches in 2019 zu verfolgen ist. Daran anknüpfend hat ein erster Workshop mit Bündnismitgliedern im Dezember 2017 gezeigt, dass die praktische Umsetzung dieses Ziels für viele noch eine große Herausforderung darstellt. Gleichzeitig haben sich in der Praxis bereits verschiedene Praktiken, Verfahren und Ansatzpunkte im Bereich Beschwerdemechanismen bewährt. Durch einen Ausbau der Austausch- und Lernangebote im Bündnis sollen alle Bündnismitglieder dabei unterstützt werden, Maßnahmen in der eigenen Organisation, in der Lieferkette sowie gemeinsam mit Partnern erfolgreich umzusetzen.

Status zur bündnisnahen Aktivität „Wassermanagement in Pakistan“

Ebenfalls im Rahmen seiner Sitzung am 11.04.2018 beschloss der Steuerungskreis, dass die Bündnisinitiative Wassermanagement in Pakistan künftig nicht mehr den Status einer Bündnisinitiative haben wird, jedoch als bündnisnahe Aktivität weitergeführt wird. Im Beschluss des Steuerungskreises wurde die Option ergänzt, über den Status der Bündnisinitiative erneut zu entscheiden, sofern das Interesse an der Beteiligung durch Bündnismitglieder zu einem späteren Zeitpunkt gegeben ist.

Das Format als Bündnisinitiative, welches ein gemeinsames Engagement mehrerer Bündnismitglieder zur Umsetzung konkreter Maßnahmen in Produktionsländern erfordert, konnte aufgrund einer zu geringen Anzahl an Beteiligten und der daraus resultierenden unzureichenden Finanzierung nicht aufrechterhalten werden. Dennoch sollen die geplanten Aktivitäten in enger Zusammenarbeit mit dem International Water Stewardship Programme (IWaSP) sowie dem Vorhaben Multi-Akteurs-Partnerschaften für nachhaltige Textil-Lieferketten (MAP) im Auftrag des BMZ weitergeführt werden.