Bericht aus den Projekten

Existenzsichernde Löhne

Am 29. August traf sich die Expertengruppe für Existenzsichernde Löhne in Berlin zu ihrer zweiten Sitzung, u.a. um die Entwicklung einer Bündnisinitiative zu „Existenzsichernde Löhnen“ voranzutreiben. Die Sitzung startete mit einer Vorstellung des Ansatzes der Fair Wear Foundation (FWF), die seit Juli dieses Jahres strategischer Kooperationspartner des Bündnisses für nachhaltige Textilien ist. Anne van Lakerveld (FWF) stellte den Mitgliedern der Expertengruppe vor, wie die Fair Wear Foundation Mitgliedsunternehmen dabei unterstützt, gemeinsam mit Fabriken auf eine kontinuierliche Steigerung der Löhne über das Mindestlohnniveau hinaus hinzuarbeiten.

Im Fokus der anschließenden Diskussion der Expertengruppe standen insbesondere zwei von Mitgliedern der Gruppe erarbeitete Ideen für eine Bündnisinitiative. Diskutiert wurde, wie durch Projekte sowohl in Kambodscha als auch in Indonesien ein Beitrag zu existenzsichernden Löhnen geleistet werden kann. Damit Unternehmen, die in keinem dieser beiden Länder tätig sind, sich ebenfalls an einer Bündnisinitiative zu existenzsichernden Löhnen beteiligen können, erwägt die Expertengruppe ein weiteres Modul zu „Verantwortlichen Einkaufspraktiken“ in der Bündnisinitiative zu verankern. Die Expertengruppe arbeitet nun Vorschläge zur Ausgestaltung der Bündnisinitiative aus, die den Mitgliedern des Bündnisses an der Jahrestagung des Textilbündnisses am 30. Oktober in Berlin vorgestellt werden sollen. In Kooperation mit der Initiative Action Collaboration Transformation (ACT) wird zudem aktuell auch ein „Purchasing Practices Self-Assessment-Tool“ entwickelt, das den Mitgliedern gegen Ende des Jahres zur Verfügung gestellt werden soll. Das Online-Tool erlaubt eine Analyse und ein Benchmarking von Einkaufspraktiken und hilft Unternehmen Verbesserungspotentiale im Bereich Einkauf zu erkennen. Das neue Tool kann für die Verfolgung des verpflichtenden Ziels zu existenzsichernden Löhnen in 2019 verwendet werden.

Bei allen Fragen rund um das Thema können sich Mitglieder an Dr. Kristin Huber (Kristin.Huber@giz.de) wenden, die das Thema seit kurzem im Bündnissekretariat verantwortet.

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