Arbeitstreffen der Bündnismitglieder in Köln

Im „Bauwerk“, einem umfunktionierten Industriebau in Köln Kalk, trafen sich am 11. und 12. Juli rund 160 Mitglieder des Textilbündnisses, um miteinander zu arbeiten. Konzentriert überlegten und diskutierten die Teilnehmenden in acht Workshops und stellten damit Weichen für die inhaltliche und strukturelle Weiterentwicklung des Textilbündnisses.

 

In der rund 50-köpfigen Gruppe „Lieferkettentransparenz“ präsentierten Mitglieder eigene Fallbeispiele. Berichte von Blockchain-Lösungen zur Weitergabe von Informationen in der Lieferkette oder von Barcodes, die Informationen zur Herkunft eines Produktes direkt auf das Smartphone liefern, zeigten die Möglichkeiten digitaler Innovationen.

Als Jahresthema 2018 wurden auch „Existenzsichernde Löhne“ in einem Workshop aufgegriffen. In einem Fachvortrag wurde dargestellt, wie die Herausforderung, flächendeckend höhere Löhne zu erreichen, in ersten Schritten angegangen werden kann. Die Teilnehmenden diskutierten außerdem, wie das Bündnis verstärkt mit anderen Initiativen zusammenarbeiten kann, um Synergien zu nutzen.

Mehr als 40 Bündnismitglieder beschäftigten sich unter dem Titel „Chemiefasern“ mit Regeneratfasern, synthetischen Chemiefasern und biobasierten Kunststoffe. Dabei wurden Herausforderungen für den Einsatz von sozial und ökologisch verträglicheren Chemiefasern identifiziert. Währenddessen standen im Mittelpunkt des Workshops „Chemikalien- und Umweltmanagement“ relevante Instrumente und praktikable Zielsetzungen, besonders für die tiefere Lieferkette.

Um das Thema „Korruptionsprävention“ zukünftig noch stärker zu berücksichtigen, erarbeitete die zuständige Expertengruppe einen Vorschlag zur Integration des Themas in das Frageraster des Bündnisses. Auch im Workshop zu „Wirkungsmessung“ ging es um Indikatoren. Hier tauschten sich die Mitglieder darüber aus, wie die Wirkungen unserer Aktivitäten vor Ort gemessen werden können. Ein konkreter Vorschlag für die Themen „existenzsichernde Löhne“ und „Chemikalien- und Umweltmanagement“ soll noch in diesem Jahr erarbeitet werden.

Eher strukturelle Fragen trieben die Teilnehmenden der Workshops „Internationalisierung“ und „Kommunikation“ um: Wie kann sich das Bündnis in Zukunft stärker international ausrichten und welche Argumente überzeugen am meisten, um neue Mitglieder für das Textilbündnis zu gewinnen?