WAS WIR TUN

Gemeinsames Engagement

Bündnisinitiativen sind Maßnahmen in Textil-Produktionsländern, die von mehreren Mitgliedern des Textilbündnisses gemeinsam konzipiert, getragen und umgesetzt werden. Sie sollen die Rahmenbedingungen vor Ort verbessern, Zulieferer und lokale Akteure einbinden und dabei Best Practices schaffen. Die Initiativen leisten somit unmittelbar einen Beitrag zur Erreichung der Bündnisziele und ermöglichen einzelnen Mitgliedern, sich in den Produktionsländern effektiv und effizient für die Verbesserung von Umwelt- und Sozialstandards zu engagieren. Insbesondere aus den individuellen Maßnahmenplänen der Bündnismitglieder ergeben sich zahlreiche weitere Anknüpfungspunkte und Handlungsfelder für künftige potentielle Initiativen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette.

Aktuell sind drei Bündnisinitiativen auf den Weg gebracht:

Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Südindien

Im südindischen Tamil Nadu werden in Spinnereien und Textilfabriken systematisch Sozialstandards etabliert und damit insbesondere die Arbeitsbedingungen von Frauen und jungen Mädchen maßgeblich verbessert. Mithilfe von umfassenden Maßnahmen wie die Durchführung von „Change Management Programmen“ in den Spinnereien sollen die Arbeitsbedingungen verbessert, das Nachhaltigkeitsbewusstsein sowie die Kooperationsbereitschaft der lokalen Akteure gestärkt werden. Ein weiteres Ziel ist es, die Qualität der staatlichen Kontrollen der Arbeitsbedingungen durch Schulungen der Arbeitsinspektoren zu erhöhen.

Stärkung des nachhaltigen Chemikalien- und Umweltmanagements im Textilsektor (regionaler Fokus: Asien)

Durch die Einführung eines nachhaltigen Chemikalien- und Umweltmanagements in Produktionsstätten im asiatischen Raum soll der Arbeitsschutz verbessert und die Umwelt geschützt werden.

Um das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Chemikalien in den Arbeitsprozessen zu schärfen, soll der Zugang zu entsprechenden Trainings verbessert werden. Nicht nur die Arbeiter in den Fabriken, die dem direkten Kontakt zu Chemikalien im Arbeitsfeld ausgesetzt sind, sondern auch weitere Akteure wie lokale Behörden, Verbände und NGOs sind Zielgruppen dieser Workshops und Weiterbildungen.

Weitere Dialogformate dienen dem Austausch mit Forschungseinrichtungen, Universitäten und der Chemieindustrie.

Verbesserung des Wassermanagements für eine nachhaltige Wertschöpfungskette im Bereich Baumwolle in Pakistan

In Pakistan startet aktuell ein Projekt zum Wassermanagement, das den extrem hohen Wasserverbrauch in der Herstellung von Baumwolle reduzieren und damit auch den Konflikt um die Konkurrenz zur Trinkwasserversorgung entschärfen soll. Durch eine Verbesserung der Wassersicherheit sowie Optimierung der Wassereffizienz entlang der Wertschöpfungskette für Baumwolle wird ein breitenwirksames Wirtschaftswachstum in ausgewählten Regionen Pakistans angestrebt.

Publikation: Wir setzen um - Grundsätze zur Entwicklung und Durchführung von Bündnisinitiativen | Herausgeber: Bündnis für nachhaltige Textilien, Juli 2017
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Wir setzen um – Grundsätze zur Entwicklung und Durchführung von Bündnisinitiativen

Herausgeber: Bündnis für nachhaltige Textilien, Juli 2017
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„Textile Lieferketten nachhaltig gestalten. Warum es sich lohnt, Mitglied zu werden“ Herausgeber: Bündnis für nachhaltige Textilien, Juni 2017
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Textile Lieferketten nachhaltig gestalten. Warum es sich lohnt, Mitglied zu werden

Herausgeber: Bündnis für nachhaltige Textilien, Juni 2017
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Broschüre Textilbündnis Titelbild: Wir sind auf dem Weg – Leitfaden für die Erstellung Ihrer Roadmap 2017
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Wir sind auf dem Weg – Leitfaden für die Erstellung Ihrer Roadmap 2017

Herausgeber: Bündnis für nachhaltige Textilien, November 2016
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Titelbild: Die Antworten des BMZ auf Rana Plaza
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Die Antworten des BMZ auf Rana Plaza

Herausgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), April 2016
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Broschüre BMZ, Titelbild: Gute Arbeit weltweit – Zukunftspapier
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Gute Arbeit weltweit – Zukunftspapier

Herausgeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) & Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Februar 2015
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